Elf des Spieltags fast ohne Topteams

Elf des Spieltags fast ohne Topteams

Das gibt es selten. Von den aktuellen Top-Vier der Bundesliga-Tabelle hat es gerade mal ein Akteur in die Elf des Spieltags geschafft.

Manuel Riemann

Tor - Manuel Riemann (VfL Bochum): Sieben Gegentreffer hatte Bochums Torwart Manuel Riemann am vergangenen Wochenende gegen die Bayern aus München kassiert, gegen den VfB Stuttgart konnte er sich dafür rehabilitieren. Immerhin acht Schüsse flogen auf sein Tor, zwei Ecken segelten herein. Doch Riemann blockte alles ab und blieb erstmals seit dem 2. Spieltag (2:0-Sieg gegen Mainz) ohne Gegentreffer.

Tor - Manuel Riemann (VfL Bochum): Sieben Gegentreffer hatte Bochums Torwart Manuel Riemann am vergangenen Wochenende gegen die Bayern aus München kassiert, gegen den VfB Stuttgart konnte er sich dafür rehabilitieren. Immerhin acht Schüsse flogen auf sein Tor, zwei Ecken segelten herein. Doch Riemann blockte alles ab und blieb erstmals seit dem 2. Spieltag (2:0-Sieg gegen Mainz) ohne Gegentreffer.

Abwehr - David Raum (1899 Hoffenheim): Dass ein Linksverteidiger die meisten Ballkontakte seines Teams hat, ist auch eher selten. Beim Hoffenheimer David Raum ist das so. 90 Minuten lang beackerte Raum gegen Wolfsburg die linke Seite und sorgte vor allem mit zahlreichen Vorstößen und Flanken für Gefahr vor dem VfL-Tor. Rund 11,6 Kilometer spulte Raum ab, so viel wie kein anderer auf dem Platz. Gefährlich waren auch seine Standards. Erst führte eine seiner Ecken zum 1:1 durch Andrej Kramaric, dann setzte er einen Freistoß an den Pfosten. Pavel Kaderabek brachte den Ball anschließend im Tor unter.

Abwehr - Robin Knoche (Union Berlin): Schockerlebnis für Union Berlin: Abwehrspieler Timo Baumgartl prallte im Spiel gegen Arminia Bielefeld dermaßen heftig mit Fabian Klos aneinander, dass er minutenlang behandelt werden und schließlich mit einer Trage vom Platz musste. Diagnose: schwere Gehirnerschütterung. Umso beeindruckender war es, wie Baumgartls Abwehrpartner Robin Knoche danach rund eine Stunde die Berliner Abwehr organisierte. Doch er verteidigte nicht nur geschickt, er war auch stark im Spielaufbau. Mehr Ballkontakte als er hatte keiner, rund 91 Prozent seiner Pässe kamen an.

Abwehr - Maximilian Bauer (SpVgg Greuther Fürth): Erstmals nach 15 Bundesliga-Spielen blieb Bayern Münchens Robert Lewandowski in Fürth ohne Torerfolg. Damit verpasste der Torschützenkönig den Rekord von Gerd Müller, der 1969/70 in 16 Bundesliga-Spielen in Serie getroffen hatte. Und auch wenn die Spielvereinigung auch ohne Zutun des Polen mit 1:3 gegen die Bayern verlor, soll das gewürdigt werden - auch wenn wir Lewandowski den Müller-Rekord natürlich gegönnt hätten. Deshalb schafft es stellvertretend für die gesamte Fürther Abwehr der junge Innenverteidiger Maximilian Bauer in die Elf des Spieltags.

Abwehr - Nordi Mukiele (RB Leipzig): Vier Torschüsse, genauso viele wie die Topstürmer Christopher Nkunku und Emil Forsberg: Das ist eine Statistik, die sich für einen Rechtsverteidiger sehen lassen kann. Immer wieder trieb Nordi Mukiele das Spiel von RB Leipzig gegen Hertha BSC über die rechte Seite an. Höhepunkt seines Offensivdrangs: Sein Treffer zum 3:0 kurz vor der Pause. Da enteilte Mukiele seinem Bewacher Davie Selke und setzte eine Freistoßflanke von Angelino vom rechten Fünfereck aus ins Netz.

Mittelfeld - Denis Zakaria (Borussia Mönchengladbach): Nach langer Verletzungspause findet Denis Zakaria zurück zu alter Form. Gegen Dortmund bewies der defensive Mittelfeldmann einmal mehr, dass er eine unverzichtbare Stütze für Borussia Mönchengladbach ist. Unter Trainer Adi Hütter, den er noch aus gemeinsamen Zeiten in Bern kennt, blüht Zakaria sichtlich auf. Gegen Dortmund wurde er mit seinem Siegtreffer zum Matchwinner und kurbelte das Spiel der "Fohlen" mit all seiner Dynamik, Technik, Laufstärke und Robustheit unermüdlich an.

Mittelfeld - Ellyes Skhiri (1. FC Köln): Ellyes Skhiri war beim 1:1 des 1. FC Köln bei Eintracht Frankfurt einmal mehr der entscheidende Faktor. Gewohnt umsichtig leitete der defensive Mittelfeldmann von der Sechser-Position das Spiel der Kölner. In den Statistiken weist er die höchste Laufleistung, die beste Zweikampfquote, die höchste Passquote und die zweitmeisten Ballkontakte auf. Das alles krönte Skhiri mit dem Führungstreffer, als er sich nach knapp einer Viertelstunde ins Kölner Angriffsspiel einschaltete.

Mittelfeld - Max Kruse (Union Berlin): Gegen tief stehende Arminen aus Bielefeld war es für Union Berlin das erwartete Geduldsspiel. Max Kruse hatte sehr viel Geduld. Unermüdlich trieb er sein Team nach vorne und suchte immer wieder die Lücken im Bielefelder Abwehrverbund. Das zahlte sich aus, denn Union gelang kurz vor Schluss der Siegtreffer durch Kevin Behrens. Kruse war von Trainer Urs Fischer hinter die beiden Spitzen Taiwo Awoniyi und Andreas Voglsammer beordert worden und machte dort seine Sache gut. Das zeigt sich zwar nicht durch herausragende Statistikwerte, sondern vielmehr durch ganz viel Präsenz auf dem Platz.

Mittelfeld - Florian Wirtz (Bayer Leverkusen): Was für ein Karrierestart. Florian Wirtz hat sich mit seinem zehnten Tor in den Annalen der Fußball-Bundesliga verewigt und Bayer Leverkusen in die Erfolgsspur geführt. Das Siegtor des Nationalspielers ebnete der Bayer-Elf den Sieg gegen den 1. FSV Mainz 05. Wirtz ist nun mit 18 Jahren und 145 Tagen jüngster Bundesligaprofi mit zehn Toren. Diese Rekordmarke hielt bislang Weltmeister Lukas Podolski, der sein zehntes Tor im Alter von 18 Jahren und 353 Tagen 2004 für den 1. FC Köln erzielte.

Mittelfeld - Christopher Nkunku (RB Leipzig): Einen Treffer vorgelegt, zwei Tore selbst gemacht und einen Elfmeter rausgeholt: In einer tollen Leipziger Mannschaft ragte Christopher Nkunku klar heraus. Der Franzose glänzte einmal mehr mit seiner herausragenden Technik. Beim ersten Treffer lupfte er den Ball gefühlvoll über Torwart Alexander Schwolow, beim zweiten Tor zirkelte er einen Freistoß genau in den rechten Winkel. Und wer weiß, was noch passiert wäre, wenn Leipzigs Trainer Jesse Marsch Nkunku in der 74. Minute nicht vom Platz geholt hätte.

Angriff - Lucas Höler (SC Freiburg): Mit einer Klasse-Leistung - vor allem in der ersten Halbzeit - brachte Lucas Höler den SC Freiburg gegen den FC Augsburg auf die Siegerstraße. Den ersten Treffer durch Lukas Kübler bereitete er mit einem klugen Steilpass vor, beim zweiten Treffer bewies er vor dem Tor seine ganze Klasse. Da konnte er frei vor dem Kasten den herausstürmenden Torwart Rafal Gikiewicz aus zwölf Metern mit einem gefühlvollem Lupfer überwinden. Am Ende hieß es bei Abschied aus dem Dreisamstadion 3:0 für den Sport-Club.

Die Sportschau-Elf des sechsten Bundesliga-Spieltags.

Stand: 26.09.2021, 20:50 Uhr

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