"Zwergenaufstand" - die Elf des Spieltages

"Zwergenaufstand" - die Elf des Spieltages

In der Elf des 9. Bundesliga-Spieltags wird die Mehrheit der Akteure von den Vereinen gestellt, die sich in der unteren Tabellenhälfte befinden. Ein Spieler vom Tabellenführer ist aber auch dabei.

Robin Zentner

Tor - Robin Zentner (1. FSV Mainz 05): Alle neun Punkte, die der 1. FSV Mainz in dieser Saison geholt hat, fuhren die Rheinhessen ab dem vierten Spieltag ein. Dem Spieltag, an dem Robin Zentner ins Tor rückte. Gab es in den ersten drei Saisonpartien noch im Schnitt vier Gegentreffer, ist es seither nur noch etwa einer. Auch gegen den 1. FC Köln war der 24-Jährige einer der Sieggaranten für die Mainzer, die dadurch den Abstiegsrängen erst einmal entfliehen konnten. Sieben Paraden, darunter einige aus der gehobenen Kategorie, sind ein Spitzenwert.

Tor - Robin Zentner (1. FSV Mainz 05): Alle neun Punkte, die der 1. FSV Mainz in dieser Saison geholt hat, fuhren die Rheinhessen ab dem vierten Spieltag ein. Dem Spieltag, an dem Robin Zentner ins Tor rückte. Gab es in den ersten drei Saisonpartien noch im Schnitt vier Gegentreffer, ist es seither nur noch etwa einer. Auch gegen den 1. FC Köln war der 24-Jährige einer der Sieggaranten für die Mainzer, die dadurch den Abstiegsrängen erst einmal entfliehen konnten. Sieben Paraden, darunter einige aus der gehobenen Kategorie, sind ein Spitzenwert.

Abwehr - Felix Uduokhai (FC Augsburg): Dass der FC Augsburg sich gegen den VfL Wolfsburg einen Punkt erkämpfte, lag vor allem an der hervorragenden defensiven Organisation. Felix Uduokhai war in Sachen Zweikampfführung dabei besonders stark - 13 Duelle führte er, 77 Prozent davon konnte er für sich entscheiden. Wolfsburgs Topstürmer Wout Weghorst war dank ihm und Kollege Tin Jedvaj nahezu völlig abgemeldet. Weil er auch fast 10,5 Kilometer lief und 95 Prozent seiner Pässe an den Mitspieler brachte, verdiente Uduokhai sich den Platz in der Elf des Spieltages.

Abwehr - Benjamin Hübner (TSG Hoffenheim): Der Hoffenheimer Innenverteidiger glänzte gegen Hertha BSC an beiden Enden des Platzes. Hübner hatte die meisten Ballkontakte seines Teams und gewann starke 78 Prozent seiner Zweikämpfe. Vor allem über die rechte Seite, die Seite von Hübner, konnte Hertha so gut wie keine Gefahr entwickeln. Seine starke Leistung krönte der 30-Jährige dann auch noch mit dem Siegtreffer zum 3:2 für Hoffenheim, als er einen Eckball per Kopf im langen Eck versenkte.

Abwehr - Bastian Oczipka (FC Schalke 04): Es gab vor dieser Saison einige Experten, die Bastian Oczipka den Verlust seines Stammplatzes als Schalker Linksverteidiger prognostizierten. Zu wenig tue er für die Offensive, hieß es, zu oft leiste er sich Fehler in der Defensive. Neun Spiele sind in dieser Bundesligasaison absolviert und Oczipka hat immer gespielt, gegen Dortmund sogar richtig gut: Defensiv spielte er abgeklärt und vorne sorgten seine Flanken immer wieder für Gefahr vor dem Dortmunder Tor. Oczipka war der Vorbereiter, als Salif Sané an die Latte köpfte. Und von ihm kam auch die Ecke, nach der Guido Burgstaller beinahe getroffen hätte, wenn nicht Raphael Guerreiro gerade noch geklärt hätte.

Abwehr - Danny da Costa (Eintracht Frankfurt): So richtig entfaltete Danny da Costa seine Fähigkeiten erst in der zweiten Hälfte. Da war er der Antreiber seiner Mannschaft über die rechte Seite, wie er es seit Wochen und Monaten regelmäßig zeigt. Er erzielte den ersten Anschlusstreffer der Frankfurter, gab insgesamt drei Torschüsse ab und hatte damit großen Anteil an dem heißen Kampf, den die Hessen den Fohlen lieferten. Der 26-Jährige unterstrich, weshalb er zu den unangefochtenen Stammspielern der Frankfurter gehört.  

Mittelfeld - Laszlo Benes (Borussia Mönchengladbach): Es war der Abend des Laszlo Benes. Der zentrale offensive Mittelfeldspieler spulte nicht nur mit 12,5 Kilometern ein enormes Laufpensum ab. Er behielt in vielen Situationen trotz des hohen Aufwands die Ruhe und die Übersicht, um die richtigen Pässe zu spielen. Es ist daher auch kein Zufall, dass er den ersten Gladbacher Treffer einleitete und das dritte Tor mit einer maßgerechten Flanke vorbereitete. Benes sprintete (29) selbst dann noch in die Tiefe des Raumes, als seine Kollegen kaum noch Kraft hatten, für Entlastung gegen die forschen Frankfurter zu sorgen. Mit seinen technischen Fähigkeiten stach er zudem heraus aus einer insgesamt sehr engagierten Gladbacher Mannschaft.

Mittelfeld - Abdelhamid Sabiri (SC Paderborn): Startelfdebüt für den zentralen Mittelfeldspieler - das hat er perfekt zur Eigenwerbung genutzt. In einem Spiel, das lange Zeit auf Null-Null-Kurs lief, stellte Sabiri mit einem Traumtor aus der Distanz die Weichen zum ersten SCP-Sieg dieser Saison. Dazu war er mit 13 gewonnenen Zweikämpfen bester Paderborner, absolvierte knapp elf Kilometer und hatte mit sechs Abschlüssen die mit Abstand meisten auf dem Platz.

Mittelfeld - Vincenzo Grifo (SC Freiburg): Mit seiner Einwechslung nach 30 Minuten kam die Wende in das bis dahin dürftige Freiburger Spiel. Grifo beschäftigte die Leipziger Gegenspieler deutlich mehr als zuvor Lino Tempelmann. Insgesamt legte er sieben Torschüsse auf, unter anderem den zum 2:0. Dazu zog er trotz geringerer Spielzeit die zweitmeisten Sprints beim SC an. In dieser Form ist Grifo im nächsten Spiel ein Kandidat für die Startelf.

Mittelfeld - Kai Pröger (SC Paderborn): Mit 29 Sprints - den meisten auf dem Platz - riss er immer wieder Löcher in die Düsseldorfer Deckung. Aber wesentlich wichtiger waren seine beiden Torbeteiligungen: Sabiri bediente er vor dem 1:0, dann flankte Pröger perfekt auf den Kopf von Sebastian Schonlau zum 2:0. Dazu war er aber auch defensiv sehr engagiert, was die Paderborn-Fans kurz vor Schluss mit Szenenapplaus für den Rechtaußen belohnten.

Angriff - Andrej Kramaric (TSG Hoffenheim): Der Hoffenheimer Stürmer kam nach langer Verletzung gegen Hertha erst zu seinem zweiten Saisoneinsatz. Wie gegen Schalke zeigte er aber wieder, wie wichtig er für die Hoffenheimer Offensive ist. Kramaric hatte die meisten Abschlüsse seines Teams (fünf) und legte dazu noch zwei Torschüsse auf. Bei einer Ecke bewies er zudem, dass er seinen Torriecher nicht verloren hat, als er goldrichtig stand und zum zwischenzeitlichen 2:0 traf.

Angriff - Robert Lewandowski (FC Bayern München): 45 Minuten sehr unauffällig und nicht in einer Position, um treffen zu können. Doch danach war Lewandowski wie immer nicht zu stoppen. Er erzielte das wichtige 2:0, das 3:0 wurde auf Grund einer Abseitsposition zurückgenommen. Holte sich viele Bälle und arbeitete mit nach hinten. Es bleibt dabei: Der Pole ist in Weltklasse-Form. Er ist jetzt der erste Spieler, der an den ersten neun Bundesliga-Spieltagen traf. Dazu erzielte er im 13. Pflichtspiel in Folge mindestens einen Treffer - dabei gelangen ihm insgesamt 19 Tore. Hätte gegen Union auch durchaus auch noch ein oder zwei Tore mehr schießen können.

Die Elf des neunten Spieltags von sportschau.de

Stand: 28.10.2019, 08:48 Uhr

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