Top-Joker Alcácer in der Elf des Spieltags

Top-Joker Alcácer in der Elf des Spieltags

BVB-Neuzugang Paco Alcácer schießt seinen neuen Klub binnen neun Minuten zum Sieg in Leverkusen. Damit hat es der Spanier in die Elf des Spieltags geschafft. Sofort wieder mit dabei: Alfred Finnbogason.

Thomas Kraft (Hertha BSC Berlin) gestikuliert

Tor - Thomas Kraft (Hertha BSC): Beim 1:3 in Bremen zur zweiten Halbzeit für den verletzten Rune Jarstein eingewechselt, bestritt Kraft nun sein erstes Bundesligaspiel in der Startelf seit Februar. Er hielt das Tor gegen den FC Bayern sauber. Das reicht schon für eine Nominierung.

Tor - Thomas Kraft (Hertha BSC): Beim 1:3 in Bremen zur zweiten Halbzeit für den verletzten Rune Jarstein eingewechselt, bestritt Kraft nun sein erstes Bundesligaspiel in der Startelf seit Februar. Er hielt das Tor gegen den FC Bayern sauber. Das reicht schon für eine Nominierung.

Abwehr - Valentino Lazaro (Hertha BSC): Auch wenn der Rechtsverteidiger in der ersten Halbzeit einige Male von Franck Ribéry nach allen Regeln der Kunst ausgetanzt wurde, lieferte der Österreicher insgesamt eine gute Vorstellung. Im ersten Durchgang lagen seine Stärken vor allem in der Offensive. Sehenswert sein Laufweg und der anschließende Pass auf Duda vor dem 2:0 der Berliner. In Halbzeit zwei beschränkte er sich wie die anderen Herthaner auch auf die Defensive. Bekam seine rechte Abwehrseite zunehmend besser in den Griff – auch dank des starken Abwehrkollektivs der Berliner. 

Abwehr - Salif Sané (Schalke 04): Ist Salif Sané der neue Naldo bei Schalke 04? Während der Brasilianer erneut nur auf der Bank saß, spielte Sané über 90 Minuten den Abwehrchef und überzeugte mit guter Übersicht und kompromissloser Zweikampfführung. Über zehn Kilometer spulte der Schalker Neuzugang ab - für einen Innenverteidiger eine beachtliche Zahl. Zudem kam Sané mit nur zwei Fouls aus.

Abwehr - Marco Russ (Eintracht Frankfurt): Der Kapitän der Eintracht ließ im Vergleich mit Hannover 96 zu keinem Zeitpunkt Zweifel daran aufkommen, dass an ihm kein Vorbeikommen war. Hannovers Angreifer Niclas Füllkrug verletzte sich in der ersten Hälfte am Frankfurter (ohne dessen Zutun), danach musste Marco Russ nur selten eingreifen. Beim Gegentreffer unaufmerksam – angesichts des Spielstandes von 1:3 zu diesem Zeitpunkt nicht zu sehr ins Gewicht fallend.

Mittelfeld - Hanno Behrens (1. FC Nürnberg): Der Nürnberger Kapitän lieferte gegen Düsseldorf eine starke Partie ab. Beim Elfmeter übernahm er Verantwortung und verwandelte sicher mittig unter die Latte. Für Hanno Behrens war es sein erstes Bundesliga-Tor. Auch beim zweiten Tor hatte er seine Finger im Spiel. Mit einer Körpertäuschung schaltete er Düsseldorfs Zimmer aus und schlug den Ball dann lang, was am Ende zum Tor von Ishak führte. Schon in der vergangenen Saison war er ein echter Torjäger: In der Aufstiegssaison erzielte er 14 Treffer und war damit 2017/18 der torgefährlichste Mittelfeldspieler der 2. Bundesliga. 70 Prozent Passquote unterstreichen seine gute Partie.

Mittelfeld - Ondrej Duda (Hertha BSC): Der Berliner Spielmacher ist in bestechender Form. Gegen die Bayern netzte Ondrej Duda schon zum fünften Mal in dieser Saison ein. Der Slowake hat einen Lauf. Apropos Lauf: Duda rennt und rennt und rennt. Gegen München war er der laufstärkste Spieler auf dem Platz. 12,73 Kilometer standen nach Schlusspfiff auf seinem Tacho. Als es in der zweiter Hälfte darum ging, den Vorsprung über die Zeit zu retten, stopfte Duda viele Löcher. Insgesamt ein starker Auftritt. 

Mittelfeld - Ante Rebic (Eintracht Frankfurt): Der kroatische Vizeweltmeister absolvierte sein erstes Bundesligaspiel von Beginn an in dieser Saison. Dabei schlug Ante Rebic die Hannoveraner fast im Alleingang: unglaublich viele Zweikämpfe, ein willensstark erzieltes Tor in der Nachspielzeit der ersten Hälfte und unwiderstehlich in der Vorarbeit zum 3:0. Gegenspieler Oliver Sorg konnte einem leidtun – gegen den Kroaten war an diesem sechsten Spieltag kein Kraut gewachsen.

Mittelfeld - Marco Reus (Borussia Dortmund): Marco Reus war beim Dortmunder Sieg in Leverkusen erneut Dreh- und Angelpunkt des Angriffspiels vom BVB. Mit fünf Torschussvorlagen und vier Torschüssen war der Nationalspieler an fast allen Chancen des BVB beteiligt. Er war Taktgeber in einer starken letzten halben Stunde und traf zudem zum zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich. Jakob Bruun Larsens Tor zum 1:2 bereitete Reus vor.

Mittelfeld - Jewhen Konopljanka (Schalke 04): Immer wieder nutzte Jewhen Konopljanka als Aktivposten den Freiraum auf den Außen für seine Tempodribblings. Der Ukrainer bereitete mit seiner Flanke den Siegtreffer vor, gab vier eigene Schüsse ab und bereitete insgesamt vier vor. Dazu kommt eine tolle Passquote von 89 Prozent. Weil er in Durchgang zwei doppelt an der Latte scheiterte, konnte er sich nicht für seinen starken Auftritt mit einem Tor belohnen.

Angriff - Alfred Finnbogason (FC Augsburg): So stellt man sich das perfekte Stürmer-Comeback vor: Gegen Freiburg kam Augsburgs Alfred Finnbogason zuseinem Saisondebüt - und markierte gleich drei der vier Tore. Und wie: Zaubertor per Hacke, Elfmeter perfekt neben den Pfosten gesetzt, ideal im Zentrum den Fuß reingehalten. Dazu spulte der Isländer mit die meisten Kilometer ab (10,9) und war an acht der 22 Augsburger Torschussaktionen beteiligt. Mit Finnbogason kann der FCA wohl wieder den Blick nach oben richten.

Angriff - Paco Alcácer (Borussia Dortmund): Seine Einwechslung brachte die Wende. Eine knappe halbe Stunde brauchte Dortmunds Neuzugang Paco Alcácer, um einen Doppelpack zu schnüren. Streng genommen waren es sogar nur neun Minuten, in denen er seine beiden Treffer zum 3:2 und 4:2 für den BVB erzielte. Alcácer verbreitete aber nicht nur durch seine Präsenz im Strafraum Gefahr, sondern auch mit guten Flanken und Pässen. Seinen ersten Treffer leiteter der Spanier selbst ein.

Die Elf des 6. Spieltags im Überblick

Stand: 01.10.2018, 08:30 Uhr

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