Köln darf Hoffnung schöpfen aus dem Beispiel Fortuna

FC-Trainer Markus Gisdol (r.) und Spieler Rafael Czichos diskutieren im Training

Köln darf Hoffnung schöpfen aus dem Beispiel Fortuna

  • Düsseldorf und Köln zuletzt mit schwachem Auftritt
  • FC: Wirkung des Trainerwechsels bereits verpufft?
  • Fortuna gewann 18/19 die letzten drei Hinrundenspiele

Das Mittelfeld der Bundesliga-Tabelle ist derzeit eine NRW-freie Zone. Während vier der sieben Klubs aus Nordrhein-Westfalen aus dem oberen Drittel der Tabelle grüßen, besetzt das Trio Fortuna Düsseldorf, SC Paderborn und 1. FC Köln nach 14 Spieltagen die drei Abstiegsplätze.

Das neue Schlusslicht Köln hatte drei Spiele zuvor Trainer Achim Beierlorzer durch Markus Gisdol ersetzt. Nicht nur die magere Punkteausbeute von einem Zähler (1:1 gegen Augsburg) aus diesen Partien gibt Grund zur Sorge.

Drexler: "Es wird nach 34 Spieltagen abgerechnet"

Sportschau 08.12.2019 01:53 Min. Verfügbar bis 08.12.2020 ARD Von ARD-Reporter Lars Becker

Auch der mitunter mutlose Auftritt des FC bei der 0:2-Niederlage bei Union Berlin (08.12.2019) hinterließ einige Kölner ratlos. "Nach vorne war das zu wenig, und hinten bekommen wir immer Tore. So wird es natürlich schwer, Spiele zu gewinnen", klagte Mittelfeldspieler Louis Schaub.

Der FC hatte sich in der Alten Försterei erschreckend plan- und harmlos präsentiert. Auch körperlich und läuferisch waren die Berliner den Kölnern überlegen. Die Verunsicherung durch die Ergebnisse der vergangenen Wochen war den Kölnern deutlich anzumerken. Auch nach dem Seitenwechsel kam von den Gästen offensiv herzlich wenig, und nach dem schnellen 0:2 durch Andersson war erst recht kein Aufbäumen zu erkennen.

Ist die erhoffte Wirkung durch den Trainerwechsel also schon verpufft? "Wir haben noch drei Spiele vor der Winterpause. Da geht es nicht um einzelne Personalien, sondern wir müssen zusehen, dass wir Punkte holen", wiegelte Stürmer Simon Terodde ab.

"Ich habe das Aufbäumen vermisst von meiner Mannschaft", stellte Gisdol selbst fest und sah Union als Vorbild für den kommenden Abstiegskampf: "Da können wir uns eine Scheibe abschneiden, das ist ein Beispiel für unsere Mannschaft. In totaler Konsequenz Fußball zu spielen und nicht schön."

Dominick Drexler machte nach der Partie aber auch einen positiven Aspekt aus: "Wir stehen kompakter", analysierte der Mittelfeldspieler die Auftritte unter Gisdol. Und auch Terodde sah im Auftritt des FC bis zum 0:1 nach einer knappen halben Stunde gute Ansätze.

"Gerade in der ersten Halbzeit war es sicherlich kein schönes Spiel, aber wir haben dagegengehalten", so Terodde. "Wir wollten kompakt stehen, hatten auch die eine oder andere Chance zum 1:0. Dann muss man auch einfach mal in Führung gehen."

Die restlichen Hinrundenpartien des FC und der Fortuna

1. FC Köln
Bayer Leverkusen (H), Sa., 14. Dezember, 15.30 Uhr
Eintracht Frankfurt (A), Mittwoch, 18. Dezember, 20.30 Uhr
Werder Bremen (H), Sa. 21. Dezember, 15.30 Uhr)

Fortuna Düsseldorf
RB Leipzig (H) Sa., 14. Dezember, 18.30 Uhr
FC Augsburg (A) Di., 17. Dezember, 20.30 Uhr
Union Berlin (H) So., 22. Dezember, 15.30 Uhr

Ist es trotz des überwiegend mutlosen Auftritts der Kölner also möglich, dass Geduld und das langsame Aufbauen des Selbstvertrauens wieder zu Punkten führt? Der rheinische Nachbar Fortuna Düsseldorf hatte es in der vergangenen Spielzeit vorgemacht.

Köln darf Hoffnung schöpfen aus dem Beispiel Fortuna (Teil 2)

Stand: 09.12.2019, 15:06

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