Immer wieder Niederlechner - die Elf des Spieltags

Immer wieder Niederlechner - die Elf des Spieltags

Klar: Erling Haaland hat schon wieder zweimal eingenetzt. In der Elf des Spieltags bekam er aber einen mindestens gleichwertigen Partner an die Seite gestellt: Florian Niederlechner. Der Augsburger spielt eine Riesensaison.

Hoffenheims Torwart Philipp Pentke in Aktion

Tor - Philipp Pentke (TSG Hoffenheim): Die Offensivkräfte von Bayer Leverkusen verzweifelten zwar durchaus an ihrer eigenen Chancenverwertung, aber vor allem auch an TSG-Torhüter Pentke. Der 34 Jahre alte Vertreter von Oliver Baumann, der erst sein drittes Bundesliga-Spiel absolvierte, wehrte beim Hoffenheimer 2:1-Sieg neun Torschüsse der Werkself ab. Er kam zudem mehrfach gut raus und erstickte so einige potenziell gefährliche Angriffe im Keim. Beim Gegentreffer durch Moussa Diaby war Pentke nichts vorzuwerfen.

Tor - Philipp Pentke (TSG Hoffenheim): Die Offensivkräfte von Bayer Leverkusen verzweifelten zwar durchaus an ihrer eigenen Chancenverwertung, aber vor allem auch an TSG-Torhüter Pentke. Der 34 Jahre alte Vertreter von Oliver Baumann, der erst sein drittes Bundesliga-Spiel absolvierte, wehrte beim Hoffenheimer 2:1-Sieg neun Torschüsse der Werkself ab. Er kam zudem mehrfach gut raus und erstickte so einige potenziell gefährliche Angriffe im Keim. Beim Gegentreffer durch Moussa Diaby war Pentke nichts vorzuwerfen.

Abwehr - Benjamin Pavard (Bayern München): Der Rechtsverteidiger war beim Münchner 3:1-Sieg in Mainz einer der auffälligsten Spieler auf dem Platz, nicht nur wegen seiner 107 Ballbesitzphasen (Bestwert zusammen mit Thiago). Pavard gewann 71 Prozent seiner Zweikämpfe. Seine Freiheiten nutzte er immer wieder dazu, das Münchner Angriffsspiel mit anzukurbeln. Nicht von ungefähr bereitete er mit einer feinen Flanke den Führungstreffer von Lewandowski vor.

Abwehr - Kaan Ayhan (Fortuna Düsseldorf): Ayhan organisierte die Düsseldorfer Abwehr, rückte immer wieder aus der Abwehrkette und machte so Druck auf Kostic und die Frankfurter Offensivabteilung. Er unterband so viele Frankfurter Angriffsbemühungen. Ayhan erzielte zum zweiten Mal in der Bundesliga ein direktes Freistoß-Tor. Nur Chandlers später Ausgleich verwehrte ihm die Chance, zum umjubelten Düsseldorfer Siegtorschützen zu werden. Zusätzlich war der Verteidiger mit 85 Ballkontakten der Düsseldorfer Spieler mit den meisten Aktionen auf dem Feld.

Abwehr - Felix Uduokhai (FC Augsburg): Dass Bremen über 90 Minuten trotz Zugang Davie Selke offensiv quasi nichts zustande brachte, war unter anderem ein Verdienst von Uduokhai. Er hatte in der Abwehr stets alles im Griff, gewann 72 Prozent seiner Zweikämpfe und brachte zudem 93 Prozent seiner Pässe an den eigenen Mann. Ein starker Auftritt des Innenverteidigers.

Abwehr - Dedryck Boyata (Hertha BSC): Herthas Abwehrchef war stets zu Stelle, wenn er gerbraucht wurde. Boyata überzeugte mit guten Stellungspiel, kompromisslosen Duellen und einer Zweikampfquote von 71 Prozent. Gut möglich, dass die ambitionierten Herthaner auf dieser Position nichts verändern müssen, um künftig weiter oben anzugreifen.

Mittelfeld - Julian Brandt (Borussia Dortmund): BVB-Trainer Lucien Favre scheint die perfekte Position für Brandt gefunden zu haben. Gegen Union Berlin lief der ehemalige Leverkusener erneut im defensiven Mittelfeld neben Axel Witsel auf. Von dort aus war Brandt an so gut wie allen BVB-Angriffen beteiligt. Sechs Torschussvorlagen sammelte der 23-Jährige. Erling Haaland legte er zudem beide Treffer auf. In dieser Form ist Brandt für den BVB unverzichtbar.

Mittelfeld - Thiago (Bayern München): Thiago zeigte im ersten Durchgang beim 1. FSV Mainz 05 eine wahre Gala. Sinnbildlich dafür war sein Treffer zum 2:0 für die Bayern. Elegant ließ er gleich drei Mainzer aussteigen und wie Statisten aussehen, bevor er den Ball auch an FSV-Schlussmann Robin Zentner vorbeibrachte und cool einnetzte. Wie intensiv das gesamte Bayern-Spiel über den Strategen lief, zeigten auch seine 107 Ballbesitzphasen. Kein Akteur auf dem Platz bestritt mehr Zweikämpfe als Thiago (32), von denen er fast zwei Drittel gewann.

Mittelfeld - Ismail Jakobs (1. FC Köln): Wie der Kölner Youngster beim Spiel gegen den SC Freiburg auftrat, verdient allen Respekt. Jakobs war einer der auffälligsten und lauffreudigsten Akteure auf dem Platz. Mit seinen Flanken sorgte er immer wieder für Gefahr vorm Tor - und mehr als seine fünf schlug kein anderer Spieler auf dem Platz. 45 Sprints zog er an - ebenfalls ein starker Wert. Am Ende belohnte sich der 20-Jährige für seinen starken Auftritt auch noch mit seinem zweiten Bundesligatreffer.

Mittelfeld - Maximilian Arnold (VfL Wolfsburg): Maxi Arnold war gegen Paderborn mal wieder Dreh- und Angelpunkt im Mittelfeld der Wolfsburger. Mit 11,6 Kilometern lief er mehr als jeder andere Spieler auf dem Feld. Dazu sind seine Standards eine Waffe. Einmal legte er per Freistoß auf, einmal verwandelte er traumhaft direkt ins rechte Eck.

Angriff - Florian Niederlechner (FC Augsburg): Es ist die Saison des Florian Niederlechner! Gegen Bremen überzeugte der Angreifer mit 11,4 Kilometern Laufleistung, fünf eigenen Abschlüssen und natürlich seiner 17. Torbeteiligung in dieser Saison. Damit war er nach 20 Spieltagen an knapp der Hälfte der Augsburger Tore beteiligt und hat bereits den Vereinsrekord eingestellt.

Angriff - Erling Haaland (Borussia Dortmund): Der 19-jährige Norweger beweist, dass der Hype um ihn gerechtfertigt ist. Gegen Union Berlin gab Haaland sein Startelf-Debüt für Borussia Dortmund und traf, wie schon gegen den 1. FC Köln, doppelt. Vor allem bei seinem zweiten Treffer zeigte er seine Qualitäten, als er nach Pass von Julian Brandt direkt abschloss und so Unions Keeper Rafal Gikiewicz auf dem falschen Fuß erwischte.

Die sportschau-Elf des 19. Spieltags in der Übersicht:

Stand: 02.02.2020, 21:29 Uhr

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