DFB-Elf mit Gästen - die Elf des Spieltags

DFB-Elf mit Gästen - die Elf des Spieltags

Neun deutsche Profis, davon sechs Nationalspieler: Die DFB-Fraktion ließ am Wochenende wenig Wünsche offen - einzig zwei ausländische Profis konnten in die Phalanx einbrechen.

Tor - Timo Horn (1. FC Köln): Es war einer dieser Tage, die man sich als Torhüter wohl am liebsten einrahmen möchte. Acht Glanzparaden brachte Horn gegen RB Leipzig zustande, verhinderte damit einen zweiten Gegentreffer gegen die Sachsen. Der 28-Jährige hat nach etwas schwierigeren Jahren nun offenbar wieder zu seiner Topform gefunden - und ist seinem Team eine große Stütze.

Abwehr - David Raum (TSG Hoffenheim): Der Neu-Nationalspieler war bei Hoffenheim das komplette Spiel ein Aktivposten. Er legte mit 12 Kilometern die größte Laufstrecke bei der TSG zurück, war über 100 Mal am Ball und an vier Torschüssen beteiligt. Dazu führte er die meisten Zweikämpfe, gewann davon gute 68 Prozent und zog 32 Sprints an. Nur die Torbeteiligung fehlte zur Krönung der Leistung.

Abwehr - Manuel Gulde (SC Freiburg): Gulde zeigte beim torlosen Remis in Mainz, wieso er für Freiburg eminent wichtig sein kann. Er verlor genau zwei Zweikämpfe in 90 Minuten. Auch die Mehrzahl seiner Pässe gelangte an einen Fuß eines Teamkollegen. Den Spielaufbau überließ er dann seinem Nebenmann Nico Schlotterbeck. Dennoch eine blitzsaubere Leistung.

Abwehr - Niklas Stark (Hertha BSC): Beim Freitagsspiel der Hertha gegen Aufsteiger Fürth überragte Stark seine guten Abwehrkollegen um ein ganzes Stück. 95 Prozent seiner Pässe kamen beim Mitspieler an, dazu siegte er bei 75 Prozent seiner Zweikampf-Duelle gegen die Gegenspieler. In dieser Form ist der Abwehrchef der "alten Dame" unverzichtbar.

Mittelfeld - Joshua Kimmich (FC Bayern München): Knapp 100 Ballaktionen, 92 Prozent Passquote, zwei Tore gemacht - der Eintrag zum Arbeitstag von Kimmich liest sich quasi perfekt. Er ist die Schaltzentrale im Mittelfeld der Bayern und in der Form wie gegen Bochum vielleicht einer der besten "Sechser" weltweit.

Mittelfeld - Florian Wirtz (Bayer Leverkusen): Der Youngster war der Unterschiedsspieler beim Spiel Bayers in Stuttgart. In der 19. Minute bereitete er super das 2:0 durch Patrik Schick vor. In der zweiten Halbzeit wurde er in Unterzahl immer wieder bei Kontern gesucht, dribbelte der VfB-Abwehr ein ums andere Mal einen Knoten in die Beine und schloss einen schnellen Umschaltangriff erfolgreich zum 3:1-Endstand ab.

Mittelfeld - Jurgen Ekkelenkamp (Hertha BSC): 60 Sekunden auf dem Platz, erster Ballkontakt und erstes Bundesliga-Tor - Ekkelenkamp feierte einen Traumeinstand in der Bundesliga. Der Neuzugang von Ajax Amsterdam egalisierte nicht nur den Rückstand, sondern hatte auch bei der anschließenden Führung seine Füße im Spiel. Die Flanke von Teamkollege Richter verlängerte Ekkelenkamp mit einem leichten Kontakt an den Fuß von Fürths Maximilian Bauer, der die Kugel dann ins eigene Netz bugsierte.

Mittelfeld - Leroy Sané (FC Bayern München): Der Münchner Angreifer befindet sich derzeit in Topform. Gegen den VfL Bochum erzielte der 25-Jährige einen Treffer per Freistoß selbst und legte ein Tor vor. Bereits im fünften Pflichtspiel in Folge war Sané an mindestens einem Tor beteiligt (3 Tore, 4 Vorlagen). Der wieselflinke Bayern-Offensivspieler hat seine Stärken wiedergefunden und erfüllt derzeit die hohen Erwartungen auf ganzer Linie.

Mittelfeld - Marco Reus (Borussia Dortmund): Der BVB-Kapitän lieferte eine bärenstarke Leistung ab. Reus war stets anspielbereit und fast an jedem BVB-Angriff beteiligt. Er siegte in rund 70 Prozent seiner Zweikämpfe - eine ganz starke Quote für einen Offensivakteur. Bezeichnend für seine Spielfreude das 3:0: Im Vollsprint absolvierte er den tiefen Laufweg, bekam den Pass von Teamkollege Jude Bellingham und zwang Unions Marvin Friedrich per scharfer Hereingabe zum Eigentor.

Angriff - Erling Haaland (Borussia Dortmund): Erling Haaland ist und bleibt ein Tor-Phänomen. Der Norweger war über weite Strecken der Partie kaum zu sehen und machte doch zwei Tore. Der Kopfball in der ersten Hälfte dürfte eine eher leichte Übung gewesen sein. Aber sein Tor zum 4:2 kann man nur mit "Weltklasse" beschreiben. Im Sprung lupfte er die Kugel nach einem Steilpass über Unions Keeper Andreas Luthe in die lange Ecke.

Angriff - Serge Gnabry (FC Bayern München): Die Flügelzange der Bayern mit Gnabry und Teamkollege Leroy Sané war eine Klasse für sich. Gnabry zog die meisten Sprints (29) an, ließ ein ums andere Mal seine VfL-Gegenspieler stehen. Kein Bochumer konnte ihm an diesem Nachmittag nur annähernd folgen. Letztlich sprechen die Scorerpunkte eine klare Sprache: Er erzielte ein Tor selbst und legte zwei weitere Treffer auf.

Die Sportschau-Elf des fünften Bundesliga-Spieltags:

Stand: 20.09.2021, 08:00 Uhr

Darstellung: