DFL entscheidet - heikles Thema Fernsehgeld

DFL-Sitzung in Frankfurt

DFL entscheidet - heikles Thema Fernsehgeld

Die Klubs der Deutschen Fußball Liga streiten ums Geld. Manche wollen den Schlüssel bei der Verteilung der Fernsehmilliarden beibehalten, andere eine Umverteilung zu ihren Gunsten. Die DFL gibt heute eine Entscheidung zum heiklen Thema bekannt.

Fest steht, dass etwa fünf Milliarden Euro aus der Vermarktung der Medienrechte in den Spielzeiten 2021/22 bis 2024/25 ausgeschüttet werden sollen. In den zurückliegenden Wochen hatte es darum einen öffentlich ausgetragenen Streit gegeben. Die Entscheidung über die Verteilung des Geldes, die heute Nachmittag bekannt gegeben werden soll, hat das DFL-Präsidium getroffen.

Derzeit erfolgt die Verteilung des Geldes aus der nationalen Vermarktung auf der Basis von vier Säulen. Diese werden in die Kategorien "Bestand" (70 Prozent), "Sportliche Nachhaltigkeit" (5 Prozent), "Nachwuchs" (2 Prozent) und "Wettbewerb" (23 Prozent) unterteilt.

Positionspapier: Gleichmäßigere Verteilung der TV-Gelder

Sportschau 20.10.2020 01:00 Min. Verfügbar bis 20.10.2021 ARD Von Mareike Zeck


Von den internationalen Erlösen werden nach dem derzeitigen Modell 25 Prozent gleichmäßig auf alle 18 Bundesligisten verteilt und weitere 50 Prozent anhand einer Fünfjahreswertung mit Blick auf das Abschneiden der Vereine in Europa ausgeschüttet. Die Verteilung der restlichen 25 Prozent basiert auf den Starts in der Champions League und Europa League in den vergangenen zehn Jahren. Jede Teilnahme bringt einen Punkt.

Seifert liegt mit Prognose falsch

"Dieser Schlüssel wird das Denken in Gräben, in Lagern und in 'die da oben und wir da unten' beenden", hatte DFL-Boss Christian Seifert bei der Vorstellung des Modells gesagt.

Doch nach Abschluss des neuen Fernsehvertrages im Sommer brach erneut ein Streit aus. Diese Auseinandersetzung hat die Vereine in zwei ungefähr gleich große Lager gespalten. Nach Meinung einiger kleinerer Klubs müsste die Verteilung dringend geändert und gerechter werden.

Vier Erst- und zehn Zweitligisten entwickelten dazu ein Konzept, das vor allem den Serienmeister FC Bayern München erzürnte. Das Verhältnis soll möglichst wie bisher bleiben, findet der Branchenführer. Unterstützt wird diese Position von weiteren 14 Vereinen.

dpa | Stand: 07.12.2020, 08:00

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