Der FC Arsenal lockt - Poker um Leno ist eröffnet

Bernd Leno bei der Nationalmannschaft

Der FC Arsenal lockt - Poker um Leno ist eröffnet

Von Jörg Strohschein

Torhüter Bernd Leno ist auf dem Absprung. Das Angebot des SSC Neapel hat Bayer 04 Leverkusen abgelehnt. Jetzt ist der FC Arsenal am Zug.

Der erste große Traum dieses Sommers ist für Bernd Leno gerade geplatzt. Bundestrainer Joachim Löw hat sich bekanntlich gegen den Torhüter von Bayer 04 Leverkusen entschieden und ihn nicht als dritten Torhüter mit nach Russland zur WM genommen. Allerdings nimmt Lenos zweiter großer Wunsch immer mehr Gestalt an. Er will den Werksklub offenbar unbedingt in Richtung Ausland verlassen - und ist dabei schon weit fortgeschritten.

Diesen Wunsch hatte der Torhüter bereits im vergangenen Sommer geäußert, die Rheinländer hatten zum damaligen Zeitpunkt aber keinen adäquaten Ersatz für den 26-Jährigen. "Bernd ist jetzt schon sieben Jahre hier. Letztes Jahr im Sommer hatte ich ein langes Gespräch mit ihm. Er wollte unbedingt weg, es gab auch Anfragen. Aber wir hatten keine Alternative. Deshalb musste er bleiben", sagt Sportdirektor Rudi Völler.

Hradecky die neue Nummer eins

Nun sieht die Leverkusener Welt allerdings ganz anders aus. Mit Lukas Hradecky von Eintracht Frankfurt hat Bayer-Manager Jonas Boldt eine potenzielle Nummer eins für die anstehende Spielzeit verpflichtet. Somit wäre ohnehin kein Platz mehr Leno im Bayer-Tor.

Das trifft es sich ganz gut, dass jetzt die ersten Angebote für Leno eintrudeln. 18 Millionen Euro hat der italienische Vizemeister SSC Neapel geboten - allerdings zu wenig. Dem Vernehmen nach besitzt Leno eine Ausstiegsklausel in seinem noch bis 2020 laufenden Vertrag in Höhe von 25 Millionen Euro. "Für 18 Millionen geben wir Leno ganz sicher nicht frei", sagt Boldt.

FC Arsenal ist der Favorit

Nach Informationen der Sport Bild von Mittwoch (13.06.18) soll Leno zum FC Arsenal wechseln. Als Ablöse sind 20 Millionen Euro im Gespräch. Der bisherige Stammkeeper Petr Cech (36) soll künftig Lenos Ersatzmann sein. Eine Bestätigung von Bayer steht allerdings noch aus.

Stand: 13.06.2018, 08:30

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