DFB-Sportgericht gibt 25 Prozent Corona-Rabatt

Fans von Eintracht Frankfurt zünden Bengalos beim Pokalfinale 2018

Fanvergehen

DFB-Sportgericht gibt 25 Prozent Corona-Rabatt

Das DFB-Sportgericht hat bei seinen neuesten Urteilen wegen Fanvergehen den Bundesligisten einen Corona-Rabatt von 25 Prozent eingeräumt. Davon profitieren Eintracht Frankfurt, der VfB Stuttgart, Bayer Leverkusen und Fortuna Düsseldorf.

Wie der Deutsche Fußball-Bund am Freitag (14.08.2020) in Frankfurt/Main mitteilte, waren alle Verfahren noch aus dem zweiten Halbjahr 2019 anhängig. "Dies geschieht in Zeiten der Corona-Pandemie deshalb, weil die Clubs gerade durch fehlende Zuschauer-Einnahmen derzeit finanzielle Einbußen in nicht unerheblichem Maße hinnehmen müssen", erklärte der Vorsitzende Richter Hans E. Lorenz.

Anfang Juni hatten Kontrollausschuss und Sportgericht im Interesse der Klubs sämtliche Verfahren eingestellt, die aus dem Corona-Jahr 2020 datierten. Den nun betroffenen Vereinen wurde außerdem angeboten, ein Drittel der Strafe für sicherheitstechnische und infrastrukturelle Maßnahmen zu verwenden.

Frankfurt, Leverkusen, Stuttgart und Düsseldorf profitieren

Eintracht Frankfurt wurde deshalb nur zu einer Geldstrafe von 75.000 Euro statt 100.000 Euro verurteilt. Die Partie am 2. Dezember 2019 beim 1. FSV Mainz 05 wurde mit zehnminütiger Verspätung angepfiffen, da Gäste-Anhänger Pyrotechnik abgebrannt hatten.

36.000 Euro Geldstrafe muss Bayer Leverkusen bezahlen: Im Spiel beim 1. FC Köln am 14. Dezember wurden im Leverkusener Block zahlreiche pyrotechnische Gegenstände abgebrannt.

Wegen ähnlicher Vorfälle in der Begegnung am 21. Dezember 2019 bei Hannover 96 wurde der damalige Zweitligist VfB Stuttgart zu einer Geldstrafe in Höhe von 25.000 Euro verurteilt. Fortuna Düsseldorf (3. November gegen den 1. FC Köln) muss wegen Bengalisicher Feuer 19.500 Euro bezahlen.

Stand: 14.08.2020, 19:20

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