Gladbach hat es in der Hand, Leverkusen hofft auf Hertha BSC

Gladbacher Jubel mit Stindl, Embolo, Hofmann (v.l.)

Der Kampf um die Champions League

Gladbach hat es in der Hand, Leverkusen hofft auf Hertha BSC

Borussia Mönchengladbach hat im Fernduell mit Bayer Leverkusen um einen Champions-League-Platz vor dem letzten Saison-Spieltag alle Trümpfe in der Hand. Die Werkself muss auf Hertha BSC hoffen.

An den letzten Spieltag der vergangenen Saison hat Borussia Mönchengladbach keine guten Erinnerungen. Damals wurden die Fohlen im Kampf um einen Champions-League-Platz auf der Zielgeraden noch von Bayer Leverkusen abgefangen und mussten sich mit Platz fünf und der Europa League zufriedengeben.

Das soll sich in diesem Jahr nicht wiederholen. Zwei Punkte und neun Tore stehen die Borussen in der Tabelle als Vierter besser da als Leverkusen und haben im Fernduell mit der Werkself alle Trümpfe in der Hand. Zum dritten Mal nach 2015 und 2016 winkt das Königsklassen-Ticket.

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Gegen die Hertha reicht ein Punkt

"Wir sind für die Europa League qualifiziert, nicht mehr und nicht weniger", sagte Borussen-Coach Marco Rose, "aber wir haben jetzt die Chance, den ganz großen Wurf zu schaffen." Im Heimspiel am Samstag (27.06.2020) gegen Hertha BSC reicht den Mönchengladbachern ein Punkt. Bei neun Toren Rückstand könnte Leverkusen im Normalfall selbst bei einem Sieg gegen den FSV Mainz nicht mehr an den Fohlen vorbeiziehen.

Ausgerechnet bei der Hertha gab Leverkusen zuletzt seine gute Ausgangsposition mit einem Punkt Vorsprung aus der Hand. Mit 0:2 verlor die Mannschaft von Trainer Peter Bosz in Berlin und musste Rang vier räumen. Jetzt hofft die Werkself natürlich darauf, dass die Hertha auch in Mönchengladbach gewinnt. Dann würde ein Sieg gegen Mainz für die Champions League reichen.

Die Konstellation vor dem letzten Spieltag
TeamPunkteToreGegner
3. RB Leipzig63+ 43FC Augsburg (A)
4. Borussia Mönchengladbach62+ 25Hertha BSC (H)
5. Bayer Leverkusen60+ 16Mainz 05 (H)

Leverkusen muss siegen und darf dann hoffen

Trainer Bosz weiß, dass er nur noch hoffen kann. "Das Einzige, was wir jetzt machen können, ist, das nächste Spiel zu gewinnen. Und dann müssen wir abwarten", sagte der Niederländer: "Es darf auf keinen Fall passieren, dass Gladbach verliert und wir unser Spiel auch nicht gewinnen."

Die Berliner stehen in der Tabelle zwischen Gut und Böse. Selbst bei einer Niederlage in Mönchengladbach werden sie - das wäre noch Motivation gewesen - die Spielzeit besser als Stadtrivale Union abschließen. Berlins Trainer Bruno Labbadia peilt natürlich auch in Mönchengladbach einen Sieg an, das muss er ja auch, aber darauf verlassen kann Leverkusen sich nicht. "Ich würde gerne vieles versprechen, aber ich verspreche nur das, was ich halten kann", sagte Labbadia.

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Istanbul als Mahnung für Gladbach

Und dass die Gladbacher die Hertha auf die leichte Schulter nehmen, wird auch nicht passieren. Vor dem Showdown ist die Borussia gewarnt. Wie man eine sehr gute Ausgangsposition im letzten Moment noch verspielen kann, zeigte das Team in dieser Saison bereits.

In der Gruppenphase der Europa League hätte ein Remis zu Hause gegen Istanbul Basaksehir am letzten Spieltag zum Weiterkommen gereicht. Roses Mannschaft verlor die Partie in der Nachspielzeit und schied aus. Womöglich auch deshalb mahnte der 43-Jährige zur Konzentration: "Wir haben es selbst in der Hand und dementsprechend möchte ich auch, dass wir die Woche arbeiten und auftreten."

Platz drei für Gladbach möglich, RB für Bayer unerreichbar

Wenn es gut läuft für die Gladbacher, dann ist sogar noch Platz drei drin. Nur einen Punkt liegen die Borussen in der Tabelle hinter RB Leipzig. Sollten die Sachsen ihr Spiel in Augsburg nicht gewinnen, wären die Gladbacher bei einem Dreier gegen die Hertha im Tableau vorbeigezogen.

Selbst von einer Leipziger Niederlage könnte Leverkusen dagegen nicht profitieren. Angesichts von drei Punkten und 27 Toren Vorsprung auf die Werkself ist Leipzig nur noch sehr theoretisch aus den Königsklassen-Rängen zu verdrängen.

sid/dpa/red | Stand: 25.06.2020, 08:30

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