Hertha-Wirbel in der Elf des Spieltags

Hertha-Wirbel in der Elf des Spieltags

Mit Offensivspaß hat sich Hertha BSC in die Spitze der Bundesliga geschossen - und auch im Dreierpack in die Elf des Spieltags. Auch ein Youngster, der gleich bei seiner Premiere so ziemlich alles durchgemacht hat, ist dabei.

Stuttgarts Ron-Robert Zieler

Tor - Ron-Robert Zieler (VfB Stuttgart): Nur dem Torhüter ist es zu verdanken, dass der VfB Stuttgart einen Punkt gegen Aufsteiger Fortuna Düsseldorf geholt hat. Zieler rettete mehrfach stark. So parierte er unter anderem einen Kopfball von Kaan Ayhan und reagierte nach einem abgefälschten Schuss von Alfredo Morales blitzschnell. Zieler war der Lichtblick in einer enttäuschenden Stuttgarter Mannschaft.

Tor - Ron-Robert Zieler (VfB Stuttgart): Nur dem Torhüter ist es zu verdanken, dass der VfB Stuttgart einen Punkt gegen Aufsteiger Fortuna Düsseldorf geholt hat. Zieler rettete mehrfach stark. So parierte er unter anderem einen Kopfball von Kaan Ayhan und reagierte nach einem abgefälschten Schuss von Alfredo Morales blitzschnell. Zieler war der Lichtblick in einer enttäuschenden Stuttgarter Mannschaft.

Abwehr - Valentino Lazaro (Hertha BSC): Als eigentlich gelernter Offensivspieler gibt Lazarao bei Hertha BSC zurzeit einen hervorragenden Rechtsverteidiger ab. Auf seiner Seite hatte er nach Anfangsproblemen Mönchengladbachs Thorgan Hazard im Griff und konnte dann auch noch seine Stärken in der Offensive einsetzen. An drei Torschüssen war Lazaro beteiligt, darunter der Treffer zum 2:1, der die Berliner auf die Siegerstraße brachte.

Abwehr - Dominique Heintz (SC Freiburg): Einer der Garanten für Freiburgs ersten Saisonsieg beim VfL Wolfsburg war Dominique Heintz. Per Kopf räumte er hinten nahezu alles ab, was aufs Tor der Breisgauer kam. Auch im Bodenkampf stand er seinen Mann, ging keinem Duell aus dem Weg und meldete die Wolfsburger Angreifer nahezu vollständig ab. Heintz wirkte phasenweise omnipräsent in der Freiburger Hintermannschaft, gewann fast 80 Prozent seiner Zweikämpfe und erledigte seinen Job rundum zuverlässig.

Abwehr - Georg Margreitter (1. FC Nürnberg): Der Nürnberger Innenverteidger hatte gleich zu Beginn die erste Torchance, als er Hannovers Keeper Michael Esser mit einem Kopfball prüfte. Ansonsten in der Nürnberger Defensive kompromisslos: Er gewann alle wichtigen Duelle, was seine tolle Zweikampfquote von 78 Prozent belegt. Dazu kamen 90 Prozent seiner Pässe an. Margreitter schaltete sich auch immer wieder in den eigenen Spielaufbau ein und harmonierte gut mit Nebenmann Lukas Mühl.

Abwehr - David Alaba (FC Bayern): Der Verteidiger der Bayern machte ein ganz starkes Spiel. Weil er in der Defensive nicht allzu sehr gefordert war, konnte er sich immer wieder gefährlich in den Angriff einschalten. Alaba harmonierte wie gewohnt gut mit Franck Ribéry auf der linken Bayernseite. Der Österreicher spielte viele kluge Pässe, die gefährliche Situationen einleiteten. Außerdem zeigte er sein Können am ruhenden Ball. In der ersten Halbzeit klatschte sein Freistoß aus gut 30 Metern an die Latte, im zweiten Durchgang verhinderte eine Weltklasse-Parade von Schalkes Keeper Ralf Fährmann, dass er sich in die Torschützenliste eintragen konnte.

Mittelfeld - Gelson Fernandes (Eintracht Frankfurt): Im defensiven Mittelfeld der Frankfurter Eintracht arbeitet Fernandes gegen Leipzig so ziemlich alles weg, was hätte brenzlig werden können. Unermüdlich lief der 32-Jährige Lücken zu (11,5 Kilometer Laufleistung). Und dann war er auch noch im richtigen Moment da, um in bester Abstauber-Manier Frankfurts Treffer beim 1:1 gegen Leipzig zu erzielen. So ein Motor tut jeder Mannschaft gut.

Mittelfeld - Roland Sallai (SC Freiburg): Das 1:0 der Freiburger in Wolfsburg selbst erzielt, den Elfmeter vor dem 2:0 herausgeholt, Gelbe Karte gesehen und kurz vor der Pause verletzt ausgewechselt: Roland Sallai durchlebte bei seiner Bundesliga-Premiere die ganze Gefühlspalette eines Profis. Da der 21-Jährige entscheidenden Anteil am ersten Freiburger Saisonsieg hatte, hat er sich seinen Platz in der Elf des Tages redlich verdient.

Mittelfeld: James Rodriguez (FC Bayern): Wenn es gefährlich vor dem Schalker Tor wurde, war James nicht weit. Das 1:0 markierte er selbst nach einer Ecke per Kopf. Den Elfmeter, der zum 2:0 für sein Team führte, holte er auch heraus. James war von seinen Schalker Gegenspielern nicht zu halten. Das einzige Manko: Der Mittelfeldmann der Bayern hätte mindestens noch einen weiteren Treffer erzielen müssen. Einmal scheiterte er aus kurzer Distanz an Schalke Schlussmann Ralf Fährmann, einmal an sich selbst, als er in der 50. Minute den Ball am leeren Tor vorbeischob.

Mittelfeld - Javairo Dilrosun (Hertha BSC): Nico Elvedi war immerhin WM-Teilnehmer mit der Schweiz. Aber was der Gladbacher Rechtsverteidiger für einen Alptraum-Tag in Berlin erlebte, war maßgeblich dem jungen Javairo Dilrosun zu verdanken. Der stürzte Elvedi von einer Kalamität in die nächste. Dilrosun schlug mit acht Flanken die meisten auf dem Platz und leitete von links eine Großchance nach der anderen ein. Mit 31 Sprints und 72 intensiven Läufen war er ebenfalls der absolute Leader bei der Hertha.

Angriff - Vedad Ibisevic (Hertha BSC): Mit fünf Torschüssen gab er die meisten aller Berliner ab. Auch mit 13 gewonnenen Zweikämpfen lag er vorne und gab damit einen vorbildlichen Kapitän ab: Vedad Ibisevic war eben nicht nur wegen seiner beiden Tore der Vater des Erfolgs beim 4:2 über Gladbach. Ganz starke Leistung des Mittelstürmers, der bei seiner Auswechslung von den Fans frenetisch gefeiert wurde.

Angriff - Max Kruse (Werder Bremen): Der Bremer Kapitän suchte immer den Weg zum Tor und hatte mit fünf Torschüssen die meisten Abschlüsse seiner Mannschaft. Nicht von ungefähr erzielte er beim 3:2-Sieg der Werderaner in Augsburg sein erstes Saisontor und bereitete den Siegtreffer mit einer Hereingabe vor.

Die Elf des 4. Spieltags im Überblick

Stand: 24.09.2018, 08:27 Uhr

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