Leverkusener Dominanz - die Elf des Spieltages

Leverkusener Dominanz - die Elf des Spieltages

Über ein Drittel der Elf des Spieltages kommt diesmal aus dem Rheinland, genauer: Aus Leverkusen. Selbstverständlich bleiben aber auch Revierderby-Helden nicht unbeachtet.

Jiri Pavlenka (r.) pariert gegen Timo Werner

Tor - Jiri Pavlenka (SV Werder Bremen): Dass Werder Bremen nach bärenstarker erster Halbzeit gegen RB Leipzig das Spiel schließlich nicht doch noch verloren hat, haben sie vor allem Jiri Pavlenka zu verdanken. Der Torhüter, der im ersten Durchgang fast nichts zu tun hatte, war stets hellwach, wenn die schnellen RB-Angreifer vor ihm im Strafraum auftauchten. Beim Gegentor von Ademola Lookman war Pavlenka machtlos, dafür rettete er umso stärker kurz vor Schluss mit dem Fuß gegen Timo Werner, als der völlig freistehend auf den Keeper zulief. Die nackten Zahlen: Drei Abgewehrte Torschüsse, zwei abgefangene Flanken und eine abgefangene Ecke. Starker Auftritt des Tschechen.

Tor - Jiri Pavlenka (SV Werder Bremen): Dass Werder Bremen nach bärenstarker erster Halbzeit gegen RB Leipzig das Spiel schließlich nicht doch noch verloren hat, haben sie vor allem Jiri Pavlenka zu verdanken. Der Torhüter, der im ersten Durchgang fast nichts zu tun hatte, war stets hellwach, wenn die schnellen RB-Angreifer vor ihm im Strafraum auftauchten. Beim Gegentor von Ademola Lookman war Pavlenka machtlos, dafür rettete er umso stärker kurz vor Schluss mit dem Fuß gegen Timo Werner, als der völlig freistehend auf den Keeper zulief. Die nackten Zahlen: Drei Abgewehrte Torschüsse, zwei abgefangene Flanken und eine abgefangene Ecke. Starker Auftritt des Tschechen.

Abwehr - Sven Bender (Bayer 04 Leverkusen): Sven Bender ist eher der Typ "grundsolider Fußballarbeiter", aber er ist so extrem wichtig und wertvoll für Bayer 04. Bender brachte unheimliche 90 Prozent seiner Anspiele zum Mitspieler und gewann mehr als zwei Drittel seiner Zweikämpfe. In Abwesenheit von Jonathan Tah hielt er vor allem in der zweiten Halbzeit auch mit seiner Übersicht und Erfahrung die Defensive kompakt zusammen.

Abwehr - Naldo (FC Schalke 04): Was soll man über den Naldo der Saison 2017/18 noch sagen? Der Brasilianer ist mit 35 Jahren möglicherweise in der Form seines Lebens. Der Schalker Abwehrchef machte am 30. Spieltag sein 30. Saisonspiel über 90 Minuten und wieder einmal gehörte er zu den besten Akteuren auf dem Platz. Gefühlt jeder zweite Dortmunder Angriff "zerschellte" am Kopf oder Fuß des Innenverteidigers. Aber dass der 347-fache Bundesligaspieler sich nicht nur auf die Defensivarbeit beschränkt, ist ja inzwischen bekannt: Sein Freistoß-Hammer mit über 120 km/h entschied das Revierderby. Naldo, der inzwischen bei sieben Saisontoren steht, ist aus der Elf des Spieltages nicht wegzudiskutieren.

Abwehr - Benjamin Hübner (TSG 1899 Hoffenheim): Absolut souveräne Vorstellung des Innenverteidigers. Hübner räumte hinten fast alles ab und hatte "Sahne-Statistiken": Meiste gewonnene Zweikämpfe bei Hoffenheim (12), meiste Ballbesitzphasen (62) - und die drittmeisten Torschüsse (3). Das I-Tüpfelchen wäre sein Tor in der achten Minute gewesen, das wegen Abseitsstellung von Serge Gnabry aber nicht anerkannt wurde. Auch so war die Leistung hervorragend.

Mittelfeld - Daniel Caligiuri (FC Schalke 04): Was für Naldo gilt, muss wohl auch für dessen Schalker Teamkollegen Daniel Caligiuri konstatiert werden: So stark wie in dieser Spielzeit war er womöglich nie. Auch im Revierderby stellte der 30-jährige Leistungsträger von S04 das erneut eindrucksvoll unter Beweis: Unermüdlich rannte er Räume zu und schaltete sich immer wieder nach vorne ein. Der Lohn: Ballgewinn gegen Marcel Schmelzer und die anschließende Vorarbeit zum 1:0. Dazu stoppte der Mann mit der Nummer 18 auch beim Freistoßtor von Naldo den Ball und bekam damit den zweiten Assist quasi "geschenkt". Verdient hatte er es sich.

Mittelfeld - Kai Havertz (Bayer 04 Leverkusen): Zwei Treffer von Bayer Leverkusen gegen Eintracht Frankfurt wurden von Kai Havertz vorbereitet. Der 18-Jährige bestritt - das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen - an diesem Tag sein 50. Bundesligaspiel und war bestens aufgelegt. Vor allem sein beinahe "gehauchter" Hackenpass auf Kevin Volland war etwas für Fußballästheten. Havertz ist wohl eines der größten Talente, das der deutsche Fußball momentan hat.

Mittelfeld - Erik Thommy (VfB Stuttgart): Erik Thommys Verpflichtung im Winter entpuppt sich für die Schwaben immer mehr zum Glücksgriff. Der flinke Außenspieler war gegen Hannover bester Akteur in der VfB-Offensive und stets an gefährlichen Aktionen beteiligt. Nicht umsonst besorgte er per wunderschönem Schlenzer die Führung, dazu war der Mann mit der Nummer 17 an sieben weiteren Torschüssen beteiligt und zog trotz früherer Auswechslung 27 Sprints an – die meisten beim VfB.

Mittelfeld - Julian Brandt (Bayer 04 Leverkusen): Julian Brandt spielt zum Ende der Spielzeit immer besser auf und schafft es nun zum zweiten Mal in Serie in unsere Elf des Spieltages. Sein schönes Kopfballtor war sein vierter Treffer in den jüngsten sechs Bundesliga-Spielen. Brandt war an vielen Offensivaktionen der Leverkusener gegen Frankfurt beteiligt und brachte 82 Prozent der Pässe zum eigenen Mann. Dazu gewann der 21-Jährige auch einige sehr wichtige Zweikämpfe.

Angriff - Davie Selke (Hertha BSC): Davie Selke war am 30. Spieltag der Lichtblick, der dem Berliner Angriff in dieser Rückrunde so oft fehlte. Gegen Köln zeigte der Mittelstürmer der Berliner vor allem nach der Pause sein Potenzial. Selke nutzte seine ersten beiden Torchancen nach Fehlern der FC-Defensive eiskalt, später vergab er dann noch eine dritte Gelegenheit. Der 23-Jährige hat durch seine Vollstrecker-Qualitäten womöglich den Kölner Abstieg besiegelt.

Angriff - Sandro Wagner (FC Bayern München): Der Lewandowski-Ersatz zeigte einmal mehr, dass er zur Stelle ist, wenn er gebraucht wird. Wagner glänzte gegen Borussia Mönchengladbach nicht nur durch Einsatzfreude und eine gute Passquote, sondern auch durch seinen Doppelpack. Der Stoßstürmer gab nachher an, sich seiner WM-Teilnahme sehr sicher zu sein. Wenn man im sechsten Startelf-Einsatz für seinen neuen Klub den sechsten Treffer erzielt, darf man ja auch selbstbewusst sein.

Angriff - Kevin Volland (Bayer 04 Leverkusen): Erstmals traf Kevin Volland in der Bundesliga dreifach. Mit 14 Treffern ist er aktuell der beste deutsche Torschütze in der Liga und hat durch seine Leistung gegen Eintracht Frankfurt noch einmal die Chance genutzt, sich für den WM-Kader zumindest ins Gespräch zu bringen. Ständig gefährlich, anspielbar und kaum zu bändigen - überragender Auftritt des 25-Jährigen.

Die Elf des 30. Spieltages im Überblick

Stand: 17.04.2018, 08:26 Uhr

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