Sportschau baut Audio-Angebot zur Bundesliga aus

Sportreporter Holger Dahl

Bundesliga-Saison 2021/22

Sportschau baut Audio-Angebot zur Bundesliga aus

Die Bundesliga-Konferenz der ARD ist der Klassiker der Fußball-Berichterstattung im Radio. Zur neuen Saison gibt es sie erstmals über 90 Minuten - auf den digitalen Kanälen der Sportschau.

7,4 Millionen Menschen hören jeden Samstag im Durchschnitt die Fußball-Bundesliga bei den Radio-Sendern der ARD - und dank neuer Audio-Rechte sollen es in der kommenden Spielzeit noch viel mehr werden. "Wir stocken das Angebot auf und bieten Voll-Reportagen von allen Spielen der 1. und 2. Bundesliga an", erklärt Marcus Tepper. Der ARD-Sportkoordinator Radio kündigte zudem eine 90-minütige Konferenz am Samstagnachmittag an.

Umfassendes digitales Audio-Angebot zur neuen Saison

Gesendet wird dieses umfangreiche Fußball-Paket aber nicht im klassischen UKW-Radio, sondern auf verschiedenen Online-Angeboten der Sportschau wie der App und sportschau.de. "Ziel ist es, dass wir gut zu finden und leicht zu bedienen sind", kündigt Tepper an.

Warum der öffentlich-rechtliche Anbieter das macht? "Die ARD ist bemüht, ihr digitales Portfolio zu erweitern", erklärte Tepper. "Wir wollen mit dem neuen Angebot neue Hörer und Hörerinnen gewinnen."

Zu dieser Strategie gehören auch die ebenfalls neu erworbenen Rechte für Video-Clips am Montagmorgen, was der ARD-Vorsitzende Tom Buhrow beim Erwerb der Lizenzen im Sommer vergangenen Jahres als "Riesen-Chance" bezeichnete. Die ARD wolle "mehr online machen für ein jüngeres Publikum", sagte Buhrow.

Audio-Rechte wechseln von Amazon zur Sportschau

Bis zum Ende der laufenden Saison besitzt die ARD für ihre Radiosender lediglich die Audio-Broadcast-Rechte für den klassischen Empfang über UKW. Im vergangenen Juni ersteigerte der Senderverbund aber auch die Audio-Netcast-Verwertungsrechte für das Internet.

Dieses Rechtepaket wechselte wie kein anderes in den zurückliegenden Jahren. Nach dem Start 2008 bei 90elf gab es die Audio-Reportagen zunächst bei sport1.fm und jetzt noch bis zum Ende der laufenden Serie beim Amazon-Angebot "Prime Music".

Anders als die Kommentatoren von Amazon, die in den Studios von Plazamedia in Ismaning sitzen, sollen die ARD-Journalisten für das neue Angebot vor Ort kommentieren. "Die Reporter sitzen vornehmlich in den Stadien", kündigte Tepper an. "Nur in Ausnahmefällen wird möglicherweise aus dem Studio kommentiert."

Stand: 28.04.2021, 13:11

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