Dortmund patzt ohne Aubameyang

Der Dortmunder Mario Götze (r.) entkommt dem Tackling von Wolfsburgs Daniel Didavi

Borussia Dortmund - VfL Wolfsburg 0:0

Dortmund patzt ohne Aubameyang

Borussia Dortmund und der VfL Wolfsburg haben sich zum Abschluss des 18. Spieltags torlos getrennt. Größter Aufreger war die Suspendierung von Pierre-Emerick Aubameyang.

Zum wiederholten Mal wurde der Torjäger aus disziplinarischen Gründen kurzfristig aus dem BVB-Kader gestrichen, dieses Mal, weil er die Mannschaftssitzung am Vortag verpasst hatte. "Das ist eine relativ wichtige Sitzung, und er ist ferngeblieben", so Dortmunds Trainer Peter Stöger vor dem Anpfiff: "Da haben wir die Konsequenz gezogen. Er hat kurz angedeutet, dass er es vergessen hätte - aber wir wissen alle, dass das nicht der Fall ist." Ohne ihn taten sich die Dortmunder in der Offensive schwer, zumal auch Christian Pulisic aus gesundheitlichen Gründen passen musste.

Stöger war im Angriff somit zu Umstellungen gezwungen. So standen am Sonntag (14.01.2018) der erst 17 Jahre alte Jadon Sancho und der nur sechs Monate ältere Alexander Isak in der Startelf. Zwar erspielten sich die Dortmunder schnell Feldvorteile, brachten die gegnerische Abwehr aber nur selten ins Wanken. Gleichwohl bot sich dem BVB zweimal die große Chance zur Führung. Andrej Jarmolenko verfehlte in der 22. Minute nach Flanke des wiedergenesenen Lukasz Piszczek aus kurzer Distanz das Tor. Und Aubameyang-Ersatz Isak traf drei Minuten vor der Pause nur das Lattenkreuz.

Wolfsburg fasst nach einer guten halbe Stunde Mut

Immerhin präsentierte sich die noch in der Hinrunde zumeist anfällige BVB-Defensive formverbessert. Deshalb trugen auch die Wolfsburger zunächst nur wenig zu einem höheren Unterhaltungswert der Partie bei. Doch mit zunehmender Spielzeit schöpften sie mehr Mut und wären für ihre nun forschere Gangart beinahe belohnt worden. Daniel Didavi (37.) scheiterte jedoch nach sehenswerter Vorarbeit von Yunus Malli mit einem Schuss am glänzend reagierenden BVB-Keeper Roman Bürki.

Bürki - "Klar, dass Aubameyang heute gefehlt hat"

Sportschau | 14.01.2018 | 02:11 Min.

Erst nach Wiederanpfiff nahm die Partie merklich Fahrt auf. Das lag vor allem an der Borussia, die ihr Tempo im Offensivspiel erhöhte. Doch die Unsicherheit des erneut schwachen Jarmolenko im Abschluss brachte den BVB in der 48. Minute um die Führung. Ein schulmäßiges Zuspiel von Götze beförderte der Ukrainer aus fünf Metern freistehend über das Tor. Nur fünf Minuten später verpasste auch der Startelf-Debütant Sancho mit einem Pfostenschuss das 1:0 für die Dortmunder. "Wenn man die Chancen sieht, die Borussia hatte, dann kann man schon froh sein, dass wir überhaupt einen Punkt geholt haben", sagte Wolfsburgs Maximilian Arnold hinterher.

Dortmund drückt, der VfL kontert gefährlich

Mehr und mehr gerieten die Wolfsburger unter Druck, blieben aber mit Kontern gefährlich. So musste BVB-Keeper Bürki in der 58. Minute in höchster Not gegen Divock Origi klären. In der umkämpften, aber zerfahrenen Schlussphase waren die Gäste einem Treffer näher als der BVB. Gleich mehrfach erwies sich Bürki als Rückhalt und wendete eine drohende Heimschlappe ab. "Es war ein relativ offenes Spiel. Wir hatten sehr viel klare Chancen, die wir nicht genutzt haben. Deshalb haben wir den Sieg auch nicht verdient", sagte BVB-Nationalspieler Julian Weigl hinterher.

Borussia Dortmund muss am 19.Spieltag bei Hertha BSC ran, bevor Lieblingsgegner SC Freiburg ins heimische Stadion kommt. Der VfL Wolfsburg hat gegen Eintracht Frankfurt und bei Hannover 96 die Chance, sich von den Abstiegsrängen weiter abzusetzen.

Statistik

Fußball · Bundesliga · 18. Spieltag 2017/2018

Sonntag, 14.01.2018 | 18.00 Uhr

Wappen Borussia Dortmund

Borussia Dortmund

Bürki – Piszczek, Sokratis, Toprak, Toljan – Weigl – M. Götze (56. Dahoud), Kagawa – Jarmolenko (78. N. Sahin), Isak (68. Schürrle), Sancho

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Wappen VfL Wolfsburg

VfL Wolfsburg

Casteels – Verhaegh, Uduokhai, Tisserand, William – Arnold, Guilavogui – Brekalo, Didavi (64. Steffen), Malli – Origi

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Fakten und Zahlen zum Spiel

Strafen:

  • gelbe Karte Guilavogui (4 )
  • gelbe Karte Dahoud (1 )

Zuschauer:

  • 80.600

Schiedsrichter:

  • Tobias Stieler (Hamburg)

Stand: Sonntag, 14.01.2018, 19:55 Uhr

Stand: 14.01.2018, 19:50

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