Freiburg ärgert den FC Bayern

Bayerns Torschütze Serge Gnabry (vorne) mit David Alaba

Bayern München - SC Freiburg 1:1

Freiburg ärgert den FC Bayern

Drückend überlegen, aber zu ideenlos: Der FC Bayern ist daheim gegen den SC Freiburg nicht über ein Unentschieden hinausgekommen.

Ballbesitzfußball ohne jede Effektivität zeigte der FC Bayern beim 1:1 (0:0) gegen den SC Freiburg. Erschreckend schwach präsentierten sich die Münchner, ließen spielerische Klasse und phasenweise auch Leidenschaft vermissen. Die aufopferungsvoll kämpfenden und geschickt verteidigenden Freiburger hatten sich den ersten Punktgewinn in München seit Mai 1997 redlich verdient. Serge Gnabry (80. Minute) schoss die Bayern in Führung, Lucas Höler (89.) besorgte den Endstand.

Gnabry ärgerte sich in der ARD-Sportschau: "Das sind nicht unsere Ansprüche. Keiner von uns ist zufrieden." Höler hingegen stahlte: "Das ist überragend." Und SC-Trainer Christian Streich freute sich vor den Sportschau-Kameras auch noch darüber, dass Manuel Neuer ihm sein Trikot für seinen Sohn geschenkt hatte.

Kaum Chancen für den FCB

Vom Anpfiff weg dominierte der FC Bayern die Partie, hatte phasenweise über 80 Prozent Ballbesitz. Doch es war brotlose Kunst. Chancen waren Mangelware trotz 25:9 Torschüsse für die Münchner, die sich immer wieder in der Freiburger Abwehr um die aufmerksamen Manuel Gulde und Dominique Heintz festrannten. Ein Treffer schien nur eine Frage der Zeit zu sein, Freiburg kam im ersten Durchgang nur zweimal aus der eigenen Hälfte.

Kimmich auf der "Sechs"

Doch die große Linie fehlte im Münchner Spiel, ebenso die Zielstrebigkeit. SC-Torhüter Alexander Schwolow verhinderte zudem mit dem Fuß reaktionsschnell einen Treffer gegen den allein vor ihm auftauchenden Robert Lewandowski (26.). Es blieb die beste Chance der Münchner. Joshua Kimmich, der wegen der Verletzung Thiagos auf der Sechserposition agierte, war um Struktur im Aufbauspiel bemüht. Er leistete sich aber auch jede Menge Abspielfehler und konnte nicht verhehlen, dass es dem FC Bayern und ihm selbst offensiv an zündenden Ideen mangelte.

400. Pflichtspiel für Ribéry

Kovac brachte in der zweiten Halbzeit Franck Ribéry und Thomas Müller. Es war Ribérys 400. Pflichtspieleinsatz für den FC Bayern. Das Spiel der Gastgeber wurde dennoch nicht besser. Gnabry schien den Münchnern dann doch noch den eingeplanten Sieg zu bescheren. Es passte aber ins Bild, dass Höler eine Nachlässigkeit in der Münchner Abwehr bestrafte und den Freiburgern den überraschenden Punktgewinn schenkte.

Bayern München spielt nun am Mittwoch (07.11.2018) in der Champions League daheim gegen AEK Athen und tritt in der Liga am Samstag (10.11.2018) um 18.30 Uhr zum Spitzenspiel bei Borussia Dortmund an. Der SC Freiburg empfängt am selben Tag um 15.30 Uhr den 1. FSV Mainz 05.

Fußball · Bundesliga · 10. Spieltag 2018/2019

Samstag, 03.11.2018 | 15.30 Uhr

Wappen Bayern München

Bayern München

Neuer – Rafinha, Süle, Boateng, Alaba – Kimmich – Robben (63. F. Ribéry), Sanches, James Rodríguez (71. Müller), Gnabry (83. Goretzka) – Lewandowski

1
Wappen SC Freiburg

SC Freiburg

Schwolow – P. Stenzel, Gulde, Heintz, Günter – Frantz (67. Terrazzino), R. Koch, Höfler, Haberer – Höler (90. Lienhart), Kleindienst (83. L. Waldschmidt)

1

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 1:0 Gnabry (80.)
  • 1:1 Höler (89.)

Strafen:

  • gelbe Karte Schwolow (1 )
  • gelbe Karte Rafinha (1 )

Zuschauer:

  • 75.000

Schiedsrichter:

  • Felix Zwayer (Berlin)

Stand: Samstag, 03.11.2018, 17:25 Uhr

Wappen Bayern München

Bayern München

Wappen SC Freiburg

SC Freiburg

Tore 1 1
Schüsse aufs Tor 6 1
Ecken 14 2
Abseits 1 2
gewonnene Zweikämpfe 70 80
verlorene Zweikämpfe 80 70
gewonnene Zweikämpfe 46,67 % 53,33 %
Fouls 9 8
Ballkontakte 902 444
Ballbesitz 67,01 % 32,99 %
Laufdistanz 117,56 km 121,76 km
Sprints 209 189
Fehlpässe 62 50
Passquote 90,91 % 78,54 %
Flanken 19 6
Alter im Durchschnitt 28,2 Jahre 25,4 Jahre

sid/dpa/red | Stand: 03.11.2018, 19:48

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