Arminia: Rejek schließt neue Schulden nicht aus

Markus Rejek, Geschäftsführer von Arminia Bielefeld

Arminia: Rejek schließt neue Schulden nicht aus

Dem Fußball-Bundesligisten Arminia Bielefeld drohen aufgrund der Corona-Krise neue Schulden.

Es könne sein, dass der Umsatz in dieser Saison auf 41 bis 42 Millionen Euro sinke - im Sommer hätte man noch mit 48 Millionen Euro gerechnet, sagte der kaufmännische Geschäftsführer Markus Rejek dem "Westfalen-Blatt" (Dienstag).

"Wenn das der Fall sein sollte, dann kriegen wir das so schnell nicht aufgefangen." Die Arminia könnte das über Jahre belasten. "Es gilt aufzupassen, dass wir nicht wieder mit diesem Schneeballsystem anfangen und Gelder der Zukunft in der Gegenwart verbrennen und dass wir alles auf die nächsten Jahre schieben", sagte Rejek.

"Liegt leider nicht mehr komplett in unserer Hand"

Grundsätzlich sollte eine Neuverschuldung vermieden werden. Aber: "Das liegt leider nicht mehr komplett in unserer Hand." Die aktuelle Situation verglich Rejek aus wirtschaftlicher Sicht mit einem "Blindflug".

Die Arminia befindet sich derzeit als Tabellen-16. in akuter Abstiegsnot. Im Sommer waren die Ostwestfalen nach elfjähriger Abstinenz in die Bundesliga zurückgekehrt. Ende 2017 hatte der Verein mit Schulden in zweistelliger Millionenhöhe kurz vor dem finanziellen Kollaps gestanden. Erst ein "Bündnis Ostwestfalen", ein Zusammenschluss regionaler Unternehmen und Sponsoren, hatte den DSC vor der Insolvenz bewahrt. Mit einem Schlag war die Arminia kurz darauf nahezu schuldenfrei.

dpa | Stand: 23.02.2021, 12:37

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