Deutsche EM-Bewerbung mit Vorteilen

Deutsche Fans freuen sich auf die EM

UEFA-Evaluation der EM-Bewerbungen

Deutsche EM-Bewerbung mit Vorteilen

Sechs Tage vor der Wahl hat die UEFA die deutsche und die türkische EM-Bewerbung für 2024 bewertet. Das Ergebnis spricht vorerst für Deutschland.

Die Europäische Fußball-Union UEFA hat in ihrem Evaluierungsbericht zur Bewerbung um die EM 2024 der deutschen Kandidatur in mehreren Kategorien ein besseres Zeugnis als dem Konkurrenten Türkei ausgestellt.

"Inspirierend, kreativ, professionell"

Sechs Tage vor der Wahl des Gastgebers der Europameisterschaft in sechs Jahren veröffentlichte die UEFA auf 44 Seiten die Bewertung der beiden Bewerbungen. Der Kontinentalverband bescheinigte dem Deutschen Fußball-Bund eine "inspirierende, kreative und sehr professionelle Vision". Auch der türkische Fußballverband erhielt eine insgesamt positive Bewertung, muss sich jedoch Kritik in mehreren Punkten gefallen lassen.

"Umfangreiche Projekte" in der Türkei nötig

So wird "das Fehlen eines Aktionsplans in Sachen Menschenrechte" als "problematisch" angesehen. Während in Deutschland die notwendige Infrastruktur für das Turnier mit 24 Teams bereits vorhanden ist, seien in der Türkei "umfangreiche" Projekte geplant. "Der Umfang der Arbeiten birgt angesichts des gegebenen Zeitrahmens ein Risiko", heißt es. Zudem bieten die deutschen Stadien größere Kapazitäten.

Brisantes Duell um die Ausrichtung der Fußball-EM 2024 Morgenmagazin 21.09.2018 01:46 Min. Verfügbar bis 21.09.2019 Das Erste

Beim Rechteschutz, der unter anderem Steuergarantien bewertet, erhält die deutsche Bewerbung allerdings lediglich das Prädikat "auf recht gutem Niveau". In der Türkei sei dies "auf hohem Niveau".

Donnerstag wird gewählt

Das UEFA-Exekutivkomitee wählt an diesem Donnerstag (27.09.2018) in Nyon den Ausrichter der Europameisterschaft 2024. 18 Mitglieder dürften ihre Stimme abgeben (Deutschland und die Türkei nicht). Nach Informationen der ARD-Sportschau werden aber nur 17 Wahlberechtigte entscheiden weil Lars-Christer Olsson, Präsident des Verbandes europäischer Fußballligen, aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen wird.

Eine einfache Mehrheit reicht, bei Unentscheiden liegt es an UEFA-Präsident Aleksander Ceferin. Die deutsche Bewerbung ist favorisiert. Die Türkei hatte schon mehrfach kandidiert und war zuletzt für die EM 2016 nur knapp an Frankreich gescheitert.

dpa/sid | Stand: 21.09.2018, 12:50

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