DFB-Vize Koch verteidigt Saisonfortsetzung

Rainer Koch beim 43. Ordentlicher DFB-Bundestag

Nach Bericht in der Sportschau

DFB-Vize Koch verteidigt Saisonfortsetzung

DFB-Vize-Präsident Rainer Koch hat die Entscheidung des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) zur Saisonfortsetzung verteidigt. Er reagierte damit auf die Kritik eines Klubvertreters in der Sportschau.

"Für mich steht im Amateurfußball der Sport an erster Stelle und das Geld an zweiter Stelle", schrieb der BFV-Chef bei Facebook und reagierte damit auf Aussagen von Matthias Klemens, Geschäftsführer der SV Donaustauf Fußball GmbH und Co. KG, in der Sportschau am Samstag (25.04.2020).

Koch erläuterte: "Bayernliga und Vollzeitfußballer passen für mich nicht zusammen, weil der Amateurfußball-Spielbetrieb mit normalem, in der Regel ehrenamtlich geführtem Vereinsbetrieb zu finanzieren und organisierbar sein muss und schon viel zu viele Vereine finanziell am Ende waren, sobald ein Sponsor oder Einzelfinanzier sich aus dem Verein zurückgezogen hat."

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Er verstehe und könne gut nachvollziehen, "dass Herr Klemens gegen den Beschluss des BFV-Vorstands ist, weil er seine persönliche Haltung sehr stark an den wirtschaftlichen Interessen der von ihm geführten SV Donaustauf Fußball GmbH und Co. KG festmacht", meinte Koch.

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Der 61 Jahre alte Richter stellte allerdings fest: "Der BFV hat über 4000 Vereine. Kapitalgesellschaften sind keine Mitglieder des BFV. Der BFV vertritt die mehrheitlichen Interessen seiner Mitglieder, das heißt seiner Amateurfußball-Vereine." Ein Verein, der seinen Spielbetrieb mit einigen Profifußballern in eine GmbH und Co. KG ausgelagert hat, könne das rechtlich tun, "er repräsentiert aber nicht den Standardamateurfußballverein im Bayerischen Fußball-Verband", so Koch.

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Dementsprechend "bekenne ich mich aber zu einem anderen Selbstverständnis von Amateurfußball und demgemäß kann ich die Politik des BFV auch nicht speziell an den Interessen von Herrn Klemens ausrichten". Er sei "sehr klar" in seiner Meinung, dass Profifußballer in der Bayernliga "keine gute Idee" seien: "Der Amateurfußball ist in den vergangenen Jahren viel zu teuer und in einigen Fällen (fast) nicht mehr finanzierbar geworden. Vielleicht bringt das Coronavirus uns alle wieder zur Vernunft. Hoffentlich ohne Insolvenzen."

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sid | Stand: 26.04.2020, 12:41

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