Formel 1 - Auf und ab in Spielberg

Mercedes-Pilot Lewus Hamilton auf dem Kurs in Spielberg

Großer Preis von Österreich

Formel 1 - Auf und ab in Spielberg

In Spielberg nimmt Sebastian Vettel im Ferrari den nächsten Anlauf, die Dominanz der Mercedes-Piloten zu brechen. Die Strecke ist bergig, grün und kurz - und es wird heiß. Alles, was man zum Großen Preis der Formel 1 in Österreich wissen muss.

Die Ausgangslage

Mercedes-Pilot Lewis Hamilton liegt vor dem neunten Saisonrennen mit 187 Punkten auf Platz eins der Gesamtwertung, 36 Zähler dahinter folgt sein Teamkollege Valtteri Bottas. Sebastian Vettel hat im Ferrari als Dritter schon 76 Zähler Rückstand.

Der Kurs

Wie könnte es anders sein bei einem Kurs in der Steiermark: Es geht auf und ab. Die maximale Steigung beträgt zwölf Prozent, das maximale Gefälle 9,3 Prozent. Auf der Homepage des Kurses heißt es: "Entstanden ist eine Rennstrecke wie ein Erlebnispark." Mit seinen gut 4,3 Kilometern ist der Red Bull Ring eher kurz. Die Fahrer müssen 71 Runden absolvieren. "Ein schöner Kurs in einer echt coolen Gegend. Ich liebe die Lage mit den Bergen und dem vielen Grün", sagte Toro-Rosso-Pilot Alexander Albon. Und Haas-Pilot Romain Grosjean erklärte: "Es ist eine sehr kurze, enge Runde. Nur 1:04 Minuten etwa. Aber die Strecke gibt dir ein gutes Gefühl. Hoch und runter mit schönen Kurven. Mir macht es immer Spaß, hier zu fahren."

Die Statistik

2014 kehrte die Formel 1 in die Steiermark zurück. In den ersten vier Jahren dominierte Mercedes - Nico Rosberg (2014 und 2015), Hamilton (2016) und Bottas (2017) fuhren Siege ein. Erst im vergangenen Jahr unterbrach Max Verstappen im Red Bull die Dominanz der "Silberpfeile". Vettels bestes Ergebnis ist ein zweiter Platz 2017.

Die Favoriten

Ganz klar Lewis Hamilton. Zu sehr hat der Brite in den vergangenen Monaten die Formel 1 dominiert. Sechs von acht Rennen hat er bereits in dieser Saison gewonnen. Selbst sein Teamkollege Valtteri Bottas, dem das gleiche Mercedes-Material zur Verfügung steht, ist chancenlos. Und Sebastian Vettel? Der Kurs mit seinen längeren Geraden kommt der Stärke des Ferrari-Motors zumindest entgegen. Ob Max Verstappen seinen Sieg aus dem vergangenen Jahr beim Heimrennen wiederholen kann, ist fraglich. Damals profitierte der Red-Bull-Pilot vom Ausfall der beiden Mercedes-Fahrer. "Aus eigener Kraft können wir es nicht gewinnen, aber es gibt Umstände wie diese unglaubliche Temperatur", sagte Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko.

Belastungstest durch Hitze

Apropos Hitze. Temperaturen von über 30 Grad und viel Sonne werden am Rennwochenende erwartet. Die Piloten sind das gewöhnt. Auf Strecken wie in Singapur selbst bei Nacht oder einst in Malaysia kommt und kam noch eine hohe Luftfeuchtigkeit hinzu. Dennoch wird das Rennen auch für das Material zum Belastungstest, das betrifft vor allem Kühlung, Bremsen und Reifen.

Vettel macht sich wenig Hoffnung

Sebastian Vettel macht sich keine allzu großen Hoffnungen auf eine deutliche Leistungssteigerung in Österreich. "Innerhalb von einer Woche kann man nicht viel machen", sagte der Ferrari-Pilot, nachdem er zuletzt in Frankreich enttäuschender Fünfter geworden war. Man müsse die Zeit aber nutzen, um "hoffentlich ein bisschen was zu verstehen" von den Problemen des Autos: "Aber wenn es so einfach über Nacht gehen würde, hätten wir es schon gemacht." Dass Hamilton wegen seiner komfortablen Führung einen Gang zurückschaltet, ist auch nicht zu erwarten. "Es gibt keinen Moment, in dem man sich nicht anstrengen sollte. Der Augenblick, in dem man sich zurücklehnt, ist der Moment, in dem man verliert. Und das ist nicht meine Absicht", betonte der 34-Jährige. Kampfeslustig gibt sich Vettel dennoch. "Es ist definitiv eines, das ich gewinnen will", sagte er über das Österreich-Rennen.

Thema in: Sport aktuell, Deutschlandfunk, Freitag, 28.06.2019, ab 22.50 Uhr

red/sid/dpa | Stand: 28.06.2019, 17:33

Darstellung: