Jahrestag des Skiunfalls: Weiter großes Interesse an Michael Schumacher

Jahrestag des Skiunfalls: Weiter großes Interesse an Michael Schumacher

  • Fünfter Jahrestag von Michael Schumachers Skiunfall
  • Formel-1-Rekordweltmeister verunglückte am 29. Dezember 2013
  • Weiterhin viele Gerüchte und großes Interesse

Auch fünf Jahre nach dem verhängnisvollen Skiunfall von Michael Schumacher am 29. Dezember 2013 gibt es Tage, an denen sich nicht nur in der Formel 1 alles um den in Kerpen aufgewachsenen Rekordweltmeister dreht. Der schwierige Weg des inzwischen 50-Jährigen wird immer wieder begleitet von Spekulationen um seinen Zustand, aber auch von guten Wünschen und emotionalen Erinnerungen.

Michael Schumacher

"Ja, ich vermisse ihn", sagte Sebastian Vettel unlängst dem "Schweizer Blick". Schumacher war für Vettel einst Kindheitsidol, später in der Formel 1 ein Freund. Gespräche mit dem erfahrenen Mentoren würden ihm "extrem helfen", bekannte Vettel.

Managerin kämpft gegen Gerüchte

Was die Öffentlichkeit über Schumachers Gesundheitszustand weiß, ist schnell erzählt. Der einst beste Rennfahrer der Welt wird nach einem schweren Schädel-Hirn-Trauma, mehreren Operationen und dem Aufwachen aus einem künstlichen Koma seit September 2014 in seinem Haus am Genfer See behandelt.

Vor fünf Jahren - Schumachers tragischer Unfall

Sportschau 28.12.2018 02:28 Min. ARD

Doch das Interesse an Schumacher ist weiterhin enorm - und wird immer wieder ausgenutzt für die großen Schlagzeilen. Mehr als einmal sah sich Schumachers Managerin Sabine Kehm deswegen gezwungen, Gerüchte zu dementieren. Sie seien "unverantwortlich" und führten dazu, "dass viele Menschen, die ehrlich Anteil nehmen, sich falsche Hoffnungen machen", sagte sie einmal.

Michael Schumachers Ski-Unfall und die Zeit danach

Es war eine Meldung, die viele Sport-Fans vor fünf Jahren schockiert hat: "Michael Schumacher bei Skiunfall verletzt." Bis heute ist gibt es nur wenige gesicherte Informationen über seinen Zustand.

Die felsige Stelle nahe Méribel in den französischen Alpen, wo Schumacher verunglückte

Eine Unebenheit auf der Skipiste in den französischen Alpen riss den König der Rennfahrer vor fünf Jahren brutal aus seinem bisherigen Leben. Am 29. Dezember 2013 fuhr Michael Schumacher neben der markierten Piste über einen Felsen, verlor die Kontrolle, stürzte und prallte mit dem Kopf gegen einen Felsen.

Eine Unebenheit auf der Skipiste in den französischen Alpen riss den König der Rennfahrer vor fünf Jahren brutal aus seinem bisherigen Leben. Am 29. Dezember 2013 fuhr Michael Schumacher neben der markierten Piste über einen Felsen, verlor die Kontrolle, stürzte und prallte mit dem Kopf gegen einen Felsen.

Der Kerpener erlitt bei dem Unfall ein schweres Schädel-Hirn-Trauma. Ohne Helm hätte er vermutlich nicht überlebt. Im Universitätsklinikum von Grenoble wurde er notoperiert und in ein künstliches Koma versetzt.

Während Schumacher ums Überleben kämpfte, harrten Ferrari-Fans draußen vor der Klinik aus. Auch in den sozialen Netzwerken war die Anteilnahme groß: Unter den Hashtags #getwellsoon, #kämpfemichael und #fightmichael nahmen Prominente und Fans Anteil am Schicksal des beliebten Sportlers.

Schumachers Unfall wurde aber auch zum medialen Großereignis. Vor der Klinik parkten unzählige Übertragungswagen. Managerin Sabine Kehm wurde bei ihren öffentlichen Auftritten regelrecht belagert.

Tag und Nacht waren die Journalisten vor der Klinik präsent und versuchten selbst mit dreisten Versuchen in das Krankenzimmer zu gelangen. Schumachers Ehefrau Corinna forderte die Medien schriftlich auf, die Familie und vor allem auch die Ärzte in Ruhe zu lassen, damit sie ihre Arbeit machen können.

Anfang April, 96 Tage nach dem Unfall, bestätigte Managerin Sabine Kehm, Schumacher zeige "Momente des Bewusstseins und des Erwachens". Mitte Juni erwachte der 45-Jährige aus dem Koma. Zunächst wurde Schumacher in eine Rehabilitationsklinik nach Lausanne verlegt. Seit Anfang September 2014 werden die Rehamaßnahmen zu Hause fortgeführt.

Seit der Rückkehr nach Hause an den Genfer See gab es nur wenige Mitteilungen des Managements über seinen Gesundheitszustand. "Es liegt weiterhin ein langer und harter Weg vor ihm", sagte seine Managerin Anfang September 2014 und bat darum, von Spekulationen abzusehen.

Schumachers Familie mit restriktiver Informationspolitik

Zugleich geht die Schumacher-Familie mit dem Verbreiten von Informationen äußerst restriktiv um. "Jeder Satz ist doch der Auslöser für neue Nachfragen. Es wäre nie Ruhe", erklärte Kehm 2016 und verwies auf einen "ständigen Prozess", den man nicht "in zwei Sätzen erklären" könne.

Michael Schumacher wird 50

WDR 5 Morgenecho - Beiträge 03.01.2019 02:44 Min. WDR 5

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Zuletzt dienten den Fans Ausstellungen mit Schumachers Rennwagen, Helmen oder Overalls als Begegnungs- und Erinnerungsstätte. Mit offiziellen Kanälen bei Facebook oder Twitter hält der Schumacher-Clan den Mythos hoch.

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Mick und Gina Maria Schumacher erfolgreich

Schumachers Kinder haben trotz aller Widrigkeiten ihren Weg gemacht. Tochter Gina Maria (21) ist erfolgreiche Westernreiterin. Sohn Mick, vor fünf Jahren Augenzeuge der Tragödie, eifert dem Vater nach: Im Oktober gewann der 19-Jährige die Formel-3-Europameisterschaft. 2019 startet er in der Formel 2, dem direkten Unterbau der Königsklasse. Sein Aufstieg in die Formel 1 scheint vorgezeichnet.

sid

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