WM-Sieg in Bildern - Hamilton nutzt die Vorlagen von Vettel und Ferrari

WM-Sieg in Bildern - Hamilton nutzt die Vorlagen von Vettel und Ferrari

Lewis Hamilton hat sich wie erwartet in Mexiko seinen fünften Weltmeistertitel in der Formel 1 gesichert. Dabei war die Saison nicht unkompliziert - doch Ferrari hat einfach mehr falsch gemacht als Mercedes.

Die Formel-1-Piloten Lewis Hamilton (l) und Sebastian Vettel (r)

Jubel in Mexiko: Lewis Hamilton hat sich in Mexiko zwei Rennen vor dem Ende seinen fünften WM-Titel gesichert. Dafür reicht ihm der vierte Platz. Doch zu Beginn des Formel-1-Jahres 2018 sieht es nach so einer Demonstration der Stärke überhaupt nicht aus.

Jubel in Mexiko: Lewis Hamilton hat sich in Mexiko zwei Rennen vor dem Ende seinen fünften WM-Titel gesichert. Dafür reicht ihm der vierte Platz. Doch zu Beginn des Formel-1-Jahres 2018 sieht es nach so einer Demonstration der Stärke überhaupt nicht aus.

Fehlstart für Hamilton: Das erste Rennen in Melbourne geht trotz eines klar überlegenen Autos an seinen WM-Rivalen Sebastian Vettel. Bei einer Safetycar-Phase verrechnet sich die Mercedes-Box und ermöglicht so dem Deutschen den Sieg, den der ehrlicherweise als "glücklich" bezeichnet.

Und der Frust bei Hamilton hält an. Auch das zweite Rennen in Sakhir kann er nicht gewinnen, beim dritten in Shanghai verpasst er sogar das Podium. Vettel nutzt diese Chance aber nicht und wird in China nur Achter.

Erst beim vierten Lauf des Formel-1-Jahres kippt das Momentum so langsam in die Richtung des Briten. Erneut patzt Ferrari, Vettel wird nur Vierter. Hamilton dagegen feiert seinen ersten Saisonsieg und übernimmt erstmals die Führung in der WM-Wertung.

Danach wird es richtig bitter für alle Fans der Roten. Beim Großen Preis von Spanien verzockt sich Ferrari mit einem unnötigen zweiten Boxenstopp, so dass Vettel nicht mal das Podium erreicht. Hamilton hingegen führt das Feld regelrecht vor und gewinnt mit mehr als 20 Sekunden Vorsprung.

Einer der ganz wenigen technischen Defekte sorgt dann beim Großen Preis von Österreich nochmal für Spannung. Hamilton muss sein Auto nach 62 Runden wegen Problemen mit dem Benzindruck abstellen und geht leer aus. Vettel darf wieder Hoffnung schöpfen.

Denn die Höchststrafe für Hamilton folgt auf dem Fuß. Ausgerechnet bei seinem Heimrennen in Silverstone muss er mitansehen, wie Vettel den Siegerpokal hochhält. Danach gibt es Diskussionen, ob der Brite nicht zu viel auf Jetset-Partys unterwegs ist, statt sich zu 100 Prozent auf seinen Job im Cockpit zu konzentrieren.

Doch genau das sind die Situationen, die der Weltmeister offenbar braucht, um sich selbst zu Höchstleistungen zu kitzeln. Und er schlägt postwendend und ausgerechnet beim Deutschland-Grand-Prix in Hockenheim zurück, profitiert aber auch da wieder von einem katstrophalen Aussetzer Vettels. Der Deutsche ist offenbar zu euphorisch und rutscht mit besten Siegchancen in Runde 51 auf regennasser Strecke ins Kiesbett - das Aus für ihn, Hamilton holt sich die 25 Punkte.

Danach nimmt die Sache ihren Lauf. Vettel und Ferrari patzen munter weiter, den Großen Preis von Ungarn gewinnt Hamilton mit demütigenden 17 Sekunden Vorsprung vor dem Deutschen.

Auch im Ferrari-Land jubelt der Mercedes-Mann: Hamilton fährt auch in Monza die Konkurrenz in Grund und Boden, Vettel muss als Vierter bei der Siegerehrung des Großen Preises von Italien zuschauen.

Eine seiner besten Runden der gesamten Formel-1-Saison fährt Hamilton im Qualifying von Singapur. Der Brite gewinnt die Session mit sechs Zehnteln vor Vettel, dazwischen schiebt sich noch Max Verstappen. Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff nennt die Performance seines Top-Fahrers "magisch", der dann tags darauf auch das Rennen mühelos nach Hause fährt.

Bezeichnend für den Saisonverlauf ist auch das Rennen in Suzuka. Ferrari liegt mal wieder bei den Reifen komplett neben der Spur, glaubt im Qualifying an einen regennassen Kurs - und wird von der Konkurrenz lächerlich gemacht: Mit 4,4 Sekunden Rückstand in Q3 kommt Vettel nur auf Startplatz neun. Im Rennen wird er dann Sechster - mit unglaublichen 1:09,873 Minuten Rückstand auf Sieger Hamilton.

Stand: 28.10.2018, 21:50 Uhr

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