Formel 1: Neuer Ricciardo-Vertrag beim Heimrennen?

Daniel Ricciardo

Großer Preis von Österreich

Formel 1: Neuer Ricciardo-Vertrag beim Heimrennen?

Die Formel-1-Zukunft von Daniel Ricciardo bleibt ungeklärt. Red Bull will ihn halten, der Australier ziert sich. Womöglich wird beim Grand Prix in Österreich alles geklärt.

Zur Einstimmung auf den Heim-Grand-Prix seines Arbeitgebers Red Bull ab Freitag (29.06.2018) in Österreich tauschte Ricciardo das Cockpit seines über 950 PS starken Dienstwagens für eine gemächliche Fahrt in einer Straßenbahn.

Mit seinem Teamkollegen Max Verstappen fuhr der australische Formel-1-Pilot vor den Fans durch die Straßen der steirischen Hauptstadt Graz. Die Frage, ob er im nächsten Jahr weiterhin am Steuer eines Red-Bull-Boliden sitzt, begleitete Ricciardo aber auch hier. "Wir sind uns näher gekommen", sagte er immerhin.

Zeichen der Annäherung

Der Gute-Laune-Fahrer mit dem Permanent-Lächeln ist derzeit die heißeste Personalie auf dem Fahrermarkt. Sein Vertrag läuft Ende des Jahres aus. Für die Marketing-Strategen von Red Bull wären Ort und Zeitpunkt für die frohe Botschaft an diesem Wochenende geradezu ideal.

Daniel Ricciardo

Gute-Laune-Fahrer mit Permanent-Lächeln: Daniel Ricciardo

Liebend gern würde das Team beim Großen Preis von Österreich auf dem hauseigenen Ring in der Steiermark die Vertragsverlängerung mit Ricciardo verkünden. Am besten noch am Renn-Sonntag, wenn der australische Pilot seinen 29. Geburtstag feiert.

Doch noch gibt es keinen Vollzug zu vermelden. "Um es wie Mercedes auszudrücken: Es fehlen uns nur noch Details", sagte Red-Bull-Motorsportchef Helmut Marko bei einer Veranstaltung in seiner Heimatstadt Graz. Er spielte damit auf die Standardantwort des Silberpfeil-Rennstalls an, wenn es um den Kontrakt von Vierfach-Weltmeister Lewis Hamilton geht.

Verstappen hat bis 2020 verlängert

Für Red Bull wäre Ricciardos Verbleib der letzte Punkt auf der Agenda für die kommenden zwei Jahre. Im vergangenen Oktober hatte das Team mit dem 20-jährigen Verstappen bis 2020 verlängert, und in der vergangenen Woche wurde der Wechsel des Motorenpartners ab 2019 von Renault zu Honda bekannt gegeben.

Bleibt nun auch der Australier, sieht sich das einstige Weltmeister-Team bestens gerüstet für den WM-Kampf mit Mercedes und Ferrari. Angeblich fordert Ricciardo 20 Millionen Euro Jahressalär - und hat einige Argumente. In diesem Jahr gewann er bereits in Shanghai und in Monaco und liegt in der WM-Wertung als Dritter vor dem neunten Saisonlauf vor seinem Teamkollegen Verstappen (6.).

Flirt mit McLaren

Formel-1-Pilot Fernando Alonso in Le Mans

Geht er bald neue Wege? Fernando Alonso steht bei McLaren vor dem Aus.

Um seine Verhandlungsposition möglicherweise zu stärken, flirtete er vor dem Frankreich-Rennen am vergangenen Sonntag mit einem möglichen Wechsel zu McLaren. Bei dem im Chaos und Mittelmaß versinkenden Traditionsteam geht man davon aus, dass der zweimalige Weltmeister Fernando Alonso gernevt und frustriert hinschmeißt.

Zuletzt spekulierten britische Medien auch über eine Rückkehr von Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen zu McLaren. Der 38-jährige Finne müsse seinen Platz für den 20 Jahre alten monegassischen Steuerkünstler Charles Leclerc räumen, der in seinem Debüt-Jahr bei Sauber überzeugt.

Red-Bull-Teamchef Christian Horner nimmt die Spekulationen recht gelassen. Er kann sich einen Ricciardo-Abgang nicht so recht vorstellen und stellt die aus seiner Sicht rhetorische Frage: "Warum soll er ein Team verlassen, mit dem er Champion werden kann?"

Thema in: Sportschau, Das Erste, 01.07.18, 18 Uhr

red/sid/dpa | Stand: 28.06.2018, 14:05

Formel 1 | Fahrer-WM

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1. Sebastian Vettel 171
2. Lewis Hamilton 163
3. Kimi Räikkönen 116
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