Österreich: Pole für Bottas, Startplatz-Strafe für Vettel

Valtteri Bottas im Mercedes

Großer Preis von Österreich

Österreich: Pole für Bottas, Startplatz-Strafe für Vettel

Mercedes Pilot Valtteri Bottas startet beim Grand Prix von Österreich aus der Pole Position. Ferrari-Pilot Sebastian Vettel muss nach einer Startplatz-Strafe Schadensbegrenzung betreiben.

Bottas sicherte sich am Samstag (30.06.2018) im Qualifying von Spielberg den ersten Startplatz für das Rennen am Sonntag vor seinem Teamkollegen Lewis Hamilton (England). Für Bottas war es die fünfte Pole seiner Formel-1-Karriere und die erste der Saison. Vettel hat unterdessen seinen Startplatz drei für das Formel-1-Rennen in Österreich verloren.

Drei Strafplätze für Vettel

"Es hat heute einfach nicht gereicht", sagte Vettel, "wir hatten nicht die nötige Geschwindigkeit, um eine Bedrohung für Mercedes darzustellen. Wir sollten von Rang drei trotzdem gute Chancen haben." Allerdings riskierte der Deutsche zu allem Überfluss durch reine Schlafmützigkeit einen weiteren Rückschlag. Im zweiten Qualifying-Abschnitt blockierte er Renault-Pilot Carlos Sainz jr. auf dessen schneller Runde, die Rennleitung nahm eine Untersuchung auf. "Ich habe ihn im Rückspiegel nicht gesehen, im Funk wurde mir nichts gesagt", so Vettel, "ich kann mich nur bei ihm entschuldigen", sagte Vettel.

Der Ferrari-Pilot wurde daraufhin von den Rennkomissaren um drei Positionen nach hinten versetzt und muss nun von Platz sechs in den neunten Saisonlauf starten. Nico Hülkenberg (Emmerich) startet vom zehnten Platz.

Engstes Qualifiying der Saison

Bottas fünfte Pole Position seiner Karriere war schon seine zweite in Österreich. Im vergangenen Jahr gewann er in der Steiermark von Rang eins. Nur 19 Tausendstel dahinter wurde Hamilton Zweiter, es war damit das engste Qualifying der bisherigen Saison. Der Engländer freute sich über "ein großartiges Ergebnis für das Team. Valtteri hat es komplett verdient." Der Finne peilt nun seinen ersten Erfolg im Jahr 2018 an: "Ich garantiere, dass niemand im Feld hungriger auf diesen Sieg ist."

Mercedes hat ein umfangreiches Aerodynamik-Upgrade mit nach Spielberg gebracht, dieses zahlt sich offenbar aus. Hamilton und Bottas berichten von erhöhter Stabilität. Aber auch Ferrari hatte bei den Rennsimulationen im Freitagstraining einen guten Eindruck hinterlassen und könnte sich am Sonntag gleichwertig präsentieren.

Missstimmung bei Red Bull

Ärger auf der Hausstrecke gab es im Red-Bull-Team. Beim fünftplatzierten Max Verstappen funktionierte der vom Motorlieferanten Renault versprochene Powerschub per Knopfdruck nicht. "Keine Ahnung, was da passiert ist", sagte der Niederländer. Daniel Ricciardo beschwerte sich, weil sein Teamkollege ihm bei allen drei Versuchen im entscheidenen Durchgang nicht Windschatten gegeben habe: "Zwei wäre okay gewesen, aber drei waren ein bisschen viel."

Dauersieger Mercedes

Vor dem neunten von 21 Saisonrennen führt Hamilton die WM mit 14 Punkten Vorsprung auf Vettel an. Bottas ist Vierter mit 53 Zählern Rückstand auf Hamilton. Seit dem Formel-1-Comeback der Strecke 2014 gewannen nur Mercedes-Piloten die bisherigen vier Grand Prix. Vettel wartet noch auf seinen ersten Erfolg in Spielberg.

red/sid/dpa | Stand: 30.06.2018, 18:26

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