Formel 1 im "Ferrari-Land" - die Themen in Monza

Start-Ziel-Gerade in Monza

Großer Preis von Italien

Formel 1 im "Ferrari-Land" - die Themen in Monza

Vieles spricht vor dem Großen Preis von Italien für den zweiten Ferrari-Sieg in Folge. Auch Red Bull steht in Monza im Blickpunkt. Außerdem geht erstmals seit acht Jahren ein italienischer Fahrer in seiner Heimat an den Start.

Das letzte Saisonrennen der Formel 1 in Europa steht an. Der Große Preis von Italien am Sonntag (08.09.2019) zählt zu den absoluten Klassikern im Kalender. Die leidenschaftlichen Ferrari-Fans machen den Grand Prix zu einem der Stimmungshöhepunkte des Jahres. Ein Überblick über die wichtigen Themen am Rennwochenende.

Regenrennen möglich

Unter normalen Umständen spricht vieles für den ersten Ferrari-Heimsieg seit 2010. Der Motor ist aktuell der stärkste im Feld, Charles Leclerc tritt mit dem Schwung seines Premierensieges am vergangenen Sonntag, Sebastian Vettel mit der Erinnerung an seinen ersten Grand-Prix-Erfolg (2008) in Monza an. Nach dem Rennen in Belgien wird es auch spannend sein zu beobachten, wie sich die Kräfteverhältnisse innerhalb der Scuderia entwickeln. Die klare Position der Nummer eins musste Vettel in Belgien abgeben. Zwölf Punkte liegt Leclerc aktuell hinter seinem Teamkollegen.

Allerdings konnte WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton, fünffacher Italien-Gewinner, zuletzt im Mercedes auf der Motorenstrecke in Spa-Francorchamps am Ende ganz nah an Sieger Leclerc rankommen. Sollte es regnen, wie laut Vorhersagen prophezeit, könnten die vermeintlichen Kräfteverhältnisse ordentlich durcheinander gespült werden auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke.

Probleme und Fragen bei Red Bull

Wer fährt 2020 an der Seite von Max Verstappen? Eine der drängendsten Fragen sorgt auch in Monza für Gesprächsstoff. Alexander Albon tritt zu seinem zweiten Rennen für das Team in Italien nach der Beförderung an. Ob der 23 Jahre alte britisch-thailändische Pilot, der zuvor für das B-Team Toro Rosso fuhr, auch im kommenden Jahr für Red Bull antreten darf, ist offen. Er muss liefern. Ansonsten werden andere Namen gehandelt. Einer davon soll Medienberichten zufolge sogar Nico Hülkenberg sein. Red Bulls Teamchef Christian Horner betonte allerdings, dass man zunächst im Pool der eigenen Nachwuchspiloten, aus dem auch Verstappen stammt, suchen werde, sollte die Wahl nicht auf Albon fallen.

Red Bull machen aber auch technische Probleme sorgen: Max Verstappen macht die Kupplung zu schaffen. "Wir kennen das Problem, es ist aber schwer zu lösen", sagte der Niederländer in Monza. "Natürlich kann ich nicht ins Detail gehen", betonte der 21-Jährige, es gehe um den Moment, wenn er vom ersten in den zweiten Gang schalte. In den vergangenen Jahren habe er zumindest keine Plätze verloren bei einem schlechten Start. Das ist in diesem Jahr anders. Klappt der Start nicht, fällt er zurück, hat er einen guten Start, kann er gerade mal seinen Platz verteidigen.

Italienischer Fahrer in Monza

Antonio Giovinazzi gehört sonst nicht unbedingt die größte Aufmerksamkeit. Das ist diesmal anders. Der 25-Jährige ist der erste Italiener seit 2011, der beim Großen Preis von Italien antritt. Damals standen in Jarno Trulli und Vitantonio Liuzzi sogar zwei Lokalmatadore in der Startaufstellung. "Das ist eines der Rennen, das ich mir immer angeschaut habe, als ich jung war", erzählte Giovinazzi. Dass er für Alfa Romeo fährt, rundet das Heimspiel ab.

Der Kurs in Monza wird auch in den kommenden Jahren Teil des Formel-1-Kalenders sein. Der Vertrag mit dem italienischen Automobilclub ACI wurde bis 2024 verlängert. Bis zuletzt war unklar, ob es in Monza überhaupt über das Jahr 2019 hinaus weitergeht.

Thema in Sport aktuell, Deutschlandfunk, 06.09.19, 22.50 Uhr

sid/dpa | Stand: 06.09.2019, 11:30

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