Formel 1 darf Saison in Österreich starten

Lewis Hamilton beim Großen Preis von Brasilien vor Charles Leclerc

Saison 2020

Formel 1 darf Saison in Österreich starten

Die Formel 1 darf mit zwei Rennen in Österreich verspätet beginnen. Das österreichische Gesundheitsministerium bestätigte, dass das Gesundheitskonzept der Veranstalter die aktuellen Erfordernisse erfülle.

Damit darf die Formel 1 mit fast viermonatiger Verspätung Anfang Juli im österreichischen Spielberg in ihre verkürzte Saison starten. Das Gesundheitsministerium Österreichs erteilte am Samstag (30.05.2020) die Erlaubnis für die Austragung, am 5. und 12. Juli sollen gleich zwei Läufe in Spielberg stattfinden, Zuschauer sind an der Strecke nicht zugelassen. Die Bestätigung der Formel 1 dürfte Formsache sein.

Nicht mehr als 2.000 Personen

Bei den Rennen in Österreich sollen laut Veranstalter höchstens 2.000 Personen dem Tross der Rennserie angehören. Weitere Maßnahmen wie die Unterbringung von Teams in getrennten Hotels sind vorgesehen.

Bestätigt: Formel-1-Saison kann im österreichischen Spielberg starten

Sportschau 30.05.2020 01:22 Min. Verfügbar bis 30.05.2021 ARD

"Für das Gesundheitsministerium erfüllt das Konzept, nach detaillierter Überprüfung durch die FachexpertInnen des Hauses, die Anforderungen zur Unterbindung der Ausbreitung des Coronavirus", sagte der österreichische Gesundheitsminister Rudolf Anschober: "Das Konzept sieht neben strengen Hygienemaßnahmen auch regelmäßige Testungen und Gesundheitschecks für die Teams und alle weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie ein konkretes medizinisches Konzept vor."

Acht Rennen in Europa

Eigentlich hätte die Saison schon am 15. März traditionell im australischen Melbourne beginnen sollen, der Auftakt musste wegen der Pandemie abgesagt werden. Danach wurden die Rennen in den Niederlanden, Monaco und Frankreich ersatzlos gestrichen. Bislang sind die ersten zehn Rennen abgesagt oder verschoben worden, wie es im Not-Rennkalender genau weitergeht, ist noch offen.

Die grundsätzlichen Planungen sehen insgesamt acht Rennen in Europa ohne Publikum bis Anfang September vor. Nach den beiden Rennen in Österreich würde in Budapest am 19. Juli das dritte Rennen in drei Wochen starten. Von dort ginge es weiter nach Silverstone zu den Rennen am 2. und 9. August, am 16. August würde der Große Preis in Spanien nachgeholt, zwei Wochen später der Klassiker im belgischen Spa-Francorchamps steigen und wiederum eine Woche später der Große Preis von Italien folgen. Dies sieht ein Notkalender vor. Die Formel-1-Bosse hoffen auf mindestens 15 Rennen in diesem Jahr. Das Finale der Formel 1 soll im Dezember traditionell in Abu Dhabi ausgetragen werden.

Nach BBC-Informationen vom Sonntag (31.05.2020) soll die britische Regierung den Formel-1-Verantwortlichen mittlerweile grundsätzlich schon grünes Licht für die zwei Rennen in Silverstone gegeben haben. Demnach soll die Königsklasse des Motorsports von den strengen Einreisebeschränkungen im Zuge der Coronakrise befreit werden. Damit müssten die Teammitglieder, Fahrer und weitere Personen nicht in die eigentlich vorgeschriebene, zweiwöchige Quarantäne gehen.

Österreich lockerte Beschränkungen

Österreich, das bislang weniger als 700 Todesfälle durch COVID-19 zu beklagen hatte, hat seit Mitte April die geltenden Beschränkungen zur Bekämpfung der Epidemie schrittweise gelockert. Die Regierung möchte, dass die Veranstaltung in einem "geschlossenen Kreislauf" organisiert wird. Der Formel-1-Zirkus soll keinen Kontakt zur Außenwelt haben. "Wie schon bei der Einigung auf ein Spezialkonzept für die Durchführung der (österreichischen, d.Red.) Fußball-Bundesliga, das wir als Modellprojekt für die Mannschaftssportarten sehen, ist es auch hier gelungen, eine sehr spezifische Regelung mit einem hohen Schutzniveau zu entwerfen", sagte Anschober.

dpa | Stand: 31.05.2020, 22:59

Darstellung: