Formel 1 in Spa - Vettels gute Erinnerungen

Rennstrecke in Spa-Francorchamps

Formel 1 in Belgien

Formel 1 in Spa - Vettels gute Erinnerungen

Nach der kurzen Sommerpause startet der zweite Teil der Saison in der Formel 1 in Spa-Francorchamps. Hier das Wichtigste zum Großen Preis von Belgien, an den Sebastian Vettel gute Erinnerungen hat.

Die Ausgangslage

Vor dem 13. von 21 Rennen liegen die beiden Mercedes-Piloten in der Fahrerwertung vorn. Titelverteidiger Lewis Hamilton hat schon 250 Punkte auf dem Konto, Valtteri Bottas kommt auf 188. Sieben Punkte weniger als der Finne weist Max Verstappen (Red Bull Racing) auf, dahinter kommt Ferrari-Pilot Sebastian Vettel mit 156 Zählern.

Der Kurs

Die Strecke in Spa-Francorchamps durch die Wälder der Ardennen ist ein klassischer Hochgeschwindigkeitskurs. Gefahren werden 44 Runden über eine Gesamtdistanz von 308,052 Kilometer. Mit 7,004 Kilometern ist der Kurs der längste im Rennkalender. Spa stellt mit seinen langen Geraden, schnellen Kurven und erheblichen Höhenunterschieden enorme Anforderungen an Fahrer, Autos und Boxencrews. In Fahrerkreisen gilt Spa deshalb auch als Achterbahnfahrt, die Kurve Eau Rouge mit einer Steigung von 18 Prozent ist Legende. Es gibt 19 Kurven, genau so viele wie in Monte Carlo. Zudem sind die Ardennen immer für Regen gut, obwohl der Wetterbericht in diesem Jahr bislang ein trockenes Rennen verheißt.

Die Favoriten

Kann Vettel seinen Vorjahressieg wiederholen? Nach seiner einjährigen Durststrecke sehnt sich der 32-Jährige nach dem ersten Saisonsieg. Ferrari verfügt zwar weiter über einen starken Motor, ob die Scuderia auf dem anspruchsvollen Kurs aber tatsächlich wieder mit Branchenprimus Mercedes mithalten kann, muss sich zeigen. Allerdings dürften die Italiener mit dem Heppenheimer Vettel und dem Monegassen Charles Leclerc im Cockpit weniger Probleme haben als zuletzt in Budapest. In Ungarn wurde Vettel direkt vor der Sommerpause Dritter. Sieger auch dort: Hamilton.

Nach zwei Siegen 2019 ist auch wieder mit dem 21 Jahre alten Verstappen zu rechnen. Der ehrgeizige Red-Bull-Pilot ist in Belgien geboren und startet unter niederländischer Flagge - tausende Anhänger werden ihn in seiner Heimat lautstark an der Strecke unterstützen und für noch mehr Motivation sorgen.

Die Historie

Der Kurs in den Ardennen hat eine lange Motorsport-Tradition, schon 1950 gab es dort den ersten Grand Prix. Spa ist aus deutscher Sicht untrennbar mit dem Namen Michael Schumacher verbunden. 1991 fuhr der Rekord-Weltmeister in Spa in einem Jordan sein erstes Formel-1-Rennen, 1992 holte er an selber Stelle in einem Benetton seinen ersten von letztlich 91 Grand-Prix-Siegen, den letzten seiner sieben Weltmeistertitel machte er 2004 in Belgien perfekt. Insgesamt sechsmal gewann Schumacher in Spa, unter anderem 1995 vom 16. Startplatz aus. Der Deutsche ist in Belgien bis heute Rekordsieger. Weitere deutsche Sieger sind Vettel (2011 und 2013, 2018) und Nico Rosberg (2016).

Das sagen die Protagonisten

Mercedes-Teamchef Toto Wolff: "Wir müssen sicherstellen, dass wir keinen Raum für Fehler lassen und die Messlatte ständig höherlegen."

Sebastian Vettel: "Wenn man die Strecke einmal kennt, ist es unmöglich, Spa nicht zu lieben. Es ist eine legendäre Strecke und definitiv einer meiner Favoriten." Zur sportlichen Situation: "Es ist klar, dass wir da nicht sind, wo wir sein wollen."

Max Verstappen: "Spa ist meine absolute Lieblingsstrecke. Deswegen freue ich mich natürlich ganz besonders darauf."

Ferrari-Teamchef Mattia Binotto: "Wir sind motivierter als jemals zuvor, im zweiten Teil der Saison gut zu arbeiten."

Thema in: WDR 2 Sonntag live, 01.09.19, ab 14 Uhr

Stand: 29.08.2019, 09:48

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