Aston Martins Formel-1-Rückkehr perfekt

Maurice Trintignant von Aston Martin beim Grand Prix in Großbritanien 1960

Aus Racing Point wird Aston Martin

Aston Martins Formel-1-Rückkehr perfekt

Der Formel-1-Rennstall Racing Point wird in der kommenden Saison zum Werksteam des Autobauers Aston Martin. Treibende Kraft für die Investitionen ist der kanadische Unternehmer Lawrence Stroll, dessen Sohn Lance derzeit Stammfahrer bei Racing Point ist.

"Unsere Investitionsstrategie sieht die Formel 1 als eine zentrale Säule der globalen Marketingstrategie", sagte Geschäftsmann Stroll am Mittwoch (01.04.2020). Er hatte zuvor eine erhebliche Summe in den Aston-Martin-Konzern gepumpt. Der 60 Jahre alte Milliardär wird in Kürze auch Vorstandschef bei dem Autohersteller, der dann in der Königsklasse des Motorsports auch die Spitzenteams Mercedes, Ferrari und Red Bull angreifen will. Mit eigenen Autos war Aston Martin zuletzt 1960 in der Formel 1 am Start.

Mercedes als Motorenlieferant

Aston Martin ist derzeit auch noch Namenssponsor des Red-Bull-Rennstalls. Die Partnerschaft wird allerdings zur Saison 2021 enden. Racing Point bekommt seine Triebwerke bislang von Mercedes, was auch bei Aston Martin so bleiben wird.

Stroll hatte sein Engagement im Motorsport in den vergangenen Jahren immer weiter ausgebaut. Zunächst förderte er den Aufstieg seines Sohnes Lance (21) in die Formel 1 mit vielen Millionen. Stroll junior startete seine Karriere beim klammen Williams-Team. Als sein Vater dann das insolvente Force-India-Team erwarb und in Racing Point umbenannte, wechselte Lance Stroll zur Saison 2019 dorthin.

600 Millionen Dollar als Investition

Nun erhöht Vater Stroll noch einmal seinen Einsatz. Mehr als 600 Millionen Euro brachte er gemeinsam mit anderen Geldgebern als frisches Kapital mit zu Aston Martin - etwa 300 Millionen sollen seinen eigenen Mitteln entstammen. Auch in das künftige Werksteam sollen weiter größere Summen fließen, versicherte er. "Mit dem Namen Aston Martin erhöhen sich der Druck und die Erwartungen", sagte der Kanadier, und: "Eine Marke mit der Geschichte Aston Martins muss auf dem höchsten Level des Motorsports antreten".

Sitz des Teams soll weiterhin Silverstone in Mittelengland bleiben. "Die Männer und Frauen in Silverstone sind echte Racer, das war ein Hauptgrund, in dieses Team zu investieren. Wir werden weitere Mittel zur Verfügung stellen, damit sie haben, was sie benötigen. Aston Martin muss von Beginn an konkurrenzfähig sein."

Als Stammpiloten sollten in diesem Jahr Stroll junior und der Franzose Esteban Ocon (23) starten. Wegen der Corona-Pandemie pausiert die Formel 1 jedoch bis mindestens Juni.

red/sid/dpa | Stand: 01.04.2020, 18:52

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