Formel E - Auf dem alten Flugfeld wird der neue Meister gekürt

Formel E: Fahrzeuge im Rennen im Mai vergangenen Jahres.

Saisonfinale in der Formel E

Formel E - Auf dem alten Flugfeld wird der neue Meister gekürt

Sechs Rennen in neun Tagen: Die Formel E hat einen Weg gefunden, die Corona-Saison zu beenden. Auf dem Gelände des Berliner Flughafens Tempelhof wird der neue Champion gekürt. Ein deutscher Fahrer liegt noch gut im Rennen.

"Das intensivste Finale in der Geschichte des Motorsports" - mit diesem Slogan wirbt die Formel E vor dem Showdown in Berlin. An diesem Mittwoch (05.08.2020) geht es los auf dem Tempelhofer Feld, dem ehemaligen Flughafengelände, unter strengen Auflagen und wie in der Formel 1: ohne Zuschauer. BMW, Mercedes, Porsche, vier deutsche Fahrer, darunter der DTM-Titelverteidiger René Rast stehen in den kommenden anderthalb Wochen im Mittelpunkt des Renngeschehens der Elektroserie.

Maximilian Günther mit Chancen auf Podestplatz

"Es wird große Herausforderungen geben, aber wir sind sehr gut gerüstet", sagt Maximilian Günther von BMW i Andretti Motorsport. Der 23-Jährige aus Oberstdorf ist Vierter im Klassement mit Chancen mindestens auf einen Podestplatz am Ende der sechs Rennen.

Ein Sieg, ein zweiter Platz - das ist Günthers Bilanz in dieser Saison, die am 22. November vergangenen Jahres in Saudi-Arabien begonnen hat und nach dem Rennen am 29. Februar in Marrakesch durch die Coronavirus-Pandemie unterbrochen worden war.

António Félix da Costa kommt als Führender

Bis jetzt. Mittwoch, Donnerstag, Samstag, Sonntag, Mittwoch, Donnerstag - das sind die Tage, an denen auf dem weitläufigen Gelände in Berlin die vollelektrischen Rennwagen den Ton angeben.

Formel E: Rennen auf Tempelhof mit Zuschauern

Im vergangenen Jahr: Das Publikum verfolgt das Rennen der Formel-E-Meisterschaft von den Tribünen.

Als Gesamtführender ist der Portugiese António Félix da Costa angereist. Zweiter ist nach fünf Rennen der Neuseeländer Mitch Evans vor dem Briten Alexander Sims und eben Maximilian Günther. Neben Günther treten André Lotterer, dreimaliger LeMans-Gewinner im Porsche, René Rast, zweimaliger DTM-Champion im Audi und Daniel Abt an.

Höchstens 1000 dürfen dabei sein

Daniel Abt war wegen einer Schummelei bei einem virtuellen Rennen von Audi rausgeschmissen worden, das chinesische Team NIO 333 nahm den Allgäuer auf. "Für mich ist das keine Revanche, weil ich niemandem etwas übelnehme", sagt Abt. So konkurrenzfähig, dass er seinen Sieg von der Pole mit der schnellsten Rennrunde von 2018 in der Hauptstadt wiederholen könnte, ist der Wagen aber ohnehin nicht.

Ungewohnt wird der Rennstresstest nicht nur für Rast, Abt, Lotterer oder Günther. Insgesamt dürfen sich höchstens 1000 Menschen in dem abgesperrten Areal aufhalten, dazu zählen auch lokale Lieferanten oder medizinische Betreuungsteams. Alle weiteren Tätigkeiten werden aus der Ferne durchgeführt, heißt es von der Formel E.

Zwei positive Fälle gemeldet

Coronafrei ist aber auch die Formel E nicht. Kurz vor dem Start gab es die ersten Fälle zu vermelden. Zwei Personen aus dem Formel-E-Tross sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie der Automobil-Weltverband FIA am Dienstag mitteilte, haben sich die beiden Infizierten isoliert und in Quarantäne begeben. Insgesamt wurden 1421 Tests durchgeführt.

Eine der positiv getesteten Personen ist Mahindra-Teamchef Dilbagh Gill, der nach eigenen Angaben keine Symptome zeige. Der Name der zweiten Person ist nicht bekannt. Alle Mitarbeiter, die über längere Zeit direkten Kontakt zu Gill hatten, sollen erneut getestet werden.

sid/dpa | Stand: 04.08.2020, 17:50

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