Formel E startet mit Mercedes und Porsche in die neue Saison

Stoffel Vandoorne von  Mercedes Benz EQ

Motorsport

Formel E startet mit Mercedes und Porsche in die neue Saison

Audi und BMW waren schon dabei, nun zogen auch Mercedes und Porsche nach: Die Formel E startet in ihre sechste Saison, und kaum ein großer Autobauer will sich die Elektroserie noch entgehen lassen.

Die Seriensieger aus der Formel 1 hatten die elektrische Revolution zunächst skeptisch verfolgt. "Anfangs habe ich nicht daran geglaubt, dass die Formel E es schaffen kann", sagt Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff, "ich habe ihr keine große Chance eingeräumt. Aber dann ist sie plötzlich gewachsen."

Ziemlich rasant sogar, so rasant, dass sich die deutschen Premium-Hersteller nicht mehr verschließen konnten: Wenn die Formel E am Freitag (22.11.2019) in Diriyya/Saudi-Arabien in ihre sechste Saison startet, dann sind Mercedes und auch Porsche erstmals als Werksteams vertreten - Audi und BMW drehen schon länger batteriebetrieben ihre Runden.

Entwicklung nicht verschlafen

Noch immer ist die Formel E zwar kein Publikumsmagnet, weder vor Ort, noch im TV. Doch mit Blick auf die Elektrifizierung des Automobilsektors können sich die Hersteller eine Rolle als Zuschauer kaum noch leisten - um keine technische Entwicklung zu verschlafen, aber auch aus PR-Gründen. "Die Formel E hat sehr großes Marketingpotenzial", sagt Wolff: "Die Serie ist nichts für den Hardcore-Motorsportfan, sie richtet sich an eine andere, potenziell größere Zielgruppe."

Feld ist groß wie nie

Neel Jani vom Team Tag Heuer Porsche FE

Das ist nicht nur für die deutschen Auto-Riesen interessant, in der Startaufstellung vertreten sind auch Nissan, Jaguar und die Peugeot-Citroën-Nobelmarke DS. Mit zwölf Teams und 24 Autos ist das Feld so groß wie nie. An den Autos verändert sich im Vergleich zur Vorsaison wenig, schon zuletzt waren die Fahrzeugwechsel zur Rennhälfte nicht mehr notwendig. Die Boliden liefern im Qualifying 250 kW (340 PS), im Rennen sind es 200 kW (272 PS). Auf den Stadtkursen werden Geschwindigkeiten von bis zu 240 km/h erreicht, in Berlin macht die Serie am 21. Juni 2020 Station.

Viele Deutsche am Start

Und nicht nur auf Teamseite wird Deutsch gesprochen im Fahrerlager. Das Audi-Werksteam geht unter anderem mit Daniel Abt (Kempten) an den Start, dem weiterhin einzigen deutschen Sieger der Formel E. Porsche hat für sein Debüt André Lotterer (Duisburg) verpflichtet, für BMW fährt Maximilian Günther (Oberstdorf). Der frühere Formel-1-Pilot Pascal Wehrlein (Worndorf) ist weiterhin für Mahindra dabei. Mercedes vertraut dem Ex-Formel-1-Fahrer Stoffel Vandoorne (Belgien) und Formel-2-Champion Nyck de Vries (Niederlande).

sid | Stand: 22.11.2019, 05:00

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