WM - Diese Jungstars könnten den Durchbruch schaffen

WM - Diese Jungstars könnten den Durchbruch schaffen

Von Marco Schyns

Bei der WM in Russland sind einige junge Spieler dabei, die das Zeug zu Weltstars haben - bisher aber noch warten mussten auf den großen internationalen Durchbruch. Wir stellen elf Akteure vor.

Hirving Lozano

Hirving Lozano (22 Jahre, Mexiko): Der 22-jährige Hirving Lozano wechselte im vergangenen Sommer aus dem mexikanischen Pachuca zur PSV Eindhoven in die Niederlande. Spätestens jetzt ist klar: Lozano war mit acht Millionen Euro Ablöse ein echtes Schnäppchen - 34 Pflichtspiele, 19 Treffer und elf Torvorlagen. Dabei ist der 1,75 große Lozano kein echter Mittelstürmer, sondern kommt viel lieber über die Außenbahnen, vorzugsweise über links. Auch im offensiven Mittelfeld, als hängende Spitze fühlt er sich wohl. Sein ehemaliger Klub Pachuca wusste beim Transfer nach Eindhoven bereits, welches Talent in ihm schlummert: Die Mexikaner erhalten bei einem Weiterverkauf zwanzig Prozent der Transfersumme über 25 Millionen Euro.

Hirving Lozano (22 Jahre, Mexiko): Der 22-jährige Hirving Lozano wechselte im vergangenen Sommer aus dem mexikanischen Pachuca zur PSV Eindhoven in die Niederlande. Spätestens jetzt ist klar: Lozano war mit acht Millionen Euro Ablöse ein echtes Schnäppchen - 34 Pflichtspiele, 19 Treffer und elf Torvorlagen. Dabei ist der 1,75 große Lozano kein echter Mittelstürmer, sondern kommt viel lieber über die Außenbahnen, vorzugsweise über links. Auch im offensiven Mittelfeld, als hängende Spitze fühlt er sich wohl. Sein ehemaliger Klub Pachuca wusste beim Transfer nach Eindhoven bereits, welches Talent in ihm schlummert: Die Mexikaner erhalten bei einem Weiterverkauf zwanzig Prozent der Transfersumme über 25 Millionen Euro.

Sardar Azmoun (23 Jahre, Iran): Mit 18 Jahren verließ Sardar Azmoun seine Heimat Iran und wechselte nach Russland. Für den heute 23-Jährigen findet die WM, für die sich der Iran qualifiziert hat, also in seiner Wahlheimat statt. 28 Mal lief Azmoun vergangene Saison für Rubin Kasan auf - dabei war er an elf Treffern beteiligt (fünf Tore, sechs Torvorlagen). Seine Torquote im Nationalteam ist schlichtweg herausragend: Mit 23 Jahren hat er bereits 32 Länderspiele absolviert und dabei 23 Tore erzielt. Im Kreise der Nationalmannschaft klappt's also noch ein wenig besser mit dem Toreschießen - das spricht für eine interessante WM.

Aleksandr Golovin (21 Jahre, Russland): Der Mittelfeldspieler von ZSKA Moskau ist der jüngste Akteur im Kader von Nationaltrainer Stanislaw Tschertschessow. Trotzdem gehörte er vor allem in den vergangenen Monaten zu den unumstrittenen Stammkräften: 17 Länderspiele hat Golovin bestritten, dabei hat er gerade erst seinen 22. Geburtstag gefeiert. Obwohl die Russen beim Confederations Cup früh ausschieden, konnte allen voran Golovin sein Talent immer wieder aufblitzen lassen. Sollte Golovin auch bei der WM auf sich aufmerksam machen, könnten größere Vereine über eine Verpflichtung nachdenken. Chelsea soll bereits vorgefühlt haben in der russischen Hauptstadt.

Leander Dendoncker (23, Belgien): Der 23-jährige Mittelfeldspieler ist etwas defensiver ausgerichtet als sein ehemaliger Teamkollege Youri Tielemans, der inzwischen für die AS Monaco spielt. Dendoncker besitzt eine hohe Spielintelligenz und hat auch dank seiner Größe (1,88 Meter) eine gute Übersicht. Seit drei Jahren ist er Stammkraft in Anderlecht und hat bereits Erfahrung in der Champions League (zehn Spiele) und Europa League (20 Spiele) sammeln dürfen. Die Konkurrenz im starken belgischen Nationalteam ist groß – ob es bei Teamkollegen wie dem erwähnten Tielemans, Axel Witsel und Marouane Fellaini für einen Stammplatz reicht, kann derzeit wohl nicht einmal Nationaltrainer Roberto Martinez beantworten.

Achraf Hakimi (19 Jahre, Marokko): Es ist nicht leicht, als junges Talent bei Real Madrid Fuß zu fassen – Rechtsverteidiger Achraf Hakimi ist aber genau das gelungen. Der Marokkaner ist gerade einmal 19 Jahre alt und wurde vor der abgelaufenen Saison von Reals Trainer Zinedine Zidane zu den Profis befördert. Der 19-Jährige brachte es immerhin auf neun Liga-Einsätze für Real, dabei gelangen ihm sogar zwei Treffer. Auch in der Champions League kam Hakimi bereits zum Einsatz, in beiden Vorrunden-Partien gegen die Tottenham Hotspur. In der Nationalmannschaft Marokkos ist Hakimi als Spieler von Real Madrid so etwas wie der heimliche Star – und als Stammspieler ohnehin gesetzt, ob nun als Rechts- oder Linksverteidiger.

Goncalo Guedes (21 Jahre, Portugal): Der 21-jährige Außenstürmer Goncalo Guedes stammt aus der berühmten Talentschmiede von Benfica Lissabon. Im Januar 2017 wechselte der damals 20-Jährige für rund 30 Millionen Euro zum französischen Spitzenklub Paris St. Germain, wo er allerdings nur zu acht Kurzeinsätzen kam. Im Sommer ging es dann nach Spanien, zum FC Valencia – per Leihgeschäft. Aus PSG-Sicht die absolut richtige Entscheidung: Als Wirbelwind auf der Außenbahn bereitete Guedes elf Treffer in 33 Ligaspielen vor – dazu kommen noch fünf eigene Tore. Kein Wunder, dass ihn Paris im Sommer zurückhaben will.

Wilfred Ndidi (21 Jahre, Nigeria): Als Nachfolger von N’Golo Kanté bei Englands Sensationsmeister von 2016, Leicester City, hat sich Wilfred Ndidi inzwischen voll etabliert in der Premier League. Der 21-Jährige hat eine ähnliche Spielanlage wie Kanté – und überzeugt vor allem mit seinem Stellungsspiel und seiner Übersicht. Der Nigerianer gilt als schonungsloser Abräumer, einzig an der Torgefahr kann er noch arbeiten. In seiner gesamten Karriere hat Ndidi bislang elf Treffer in 144 Pflichtspielen erzielt. Auf ein Tor in Nigerias Nationalmannschaft wartet der 21-Jährige trotz 15 Länderspielen bislang vergebens.

Keita Baldé (23 Jahre, Senegal): Im vergangenen Sommer holte die AS Monaco Keita Baldé für 30 Millionen Euro von Lazio Rom. Der Senegalese verpasste wegen Verletzungen zwar einige Partien, die Statistiken aber können sich sehen lassen: 33 Pflichtspiele, acht Tore und elf Torvorlagen. Der 23-Jährige Offensivspieler kann auf der Außenbahn rechts wie links spielen, ist technisch hoch veranlagt und glänzt lieber als Vorbereiter denn als Torschütze. Seit seinem Nationalmannschaftsdebüt 2016 absolvierte Baldé 15 Länderspiele, traf auch schon drei Mal. Bei der WM in Russland soll er gemeinsam mit Liverpools Superstar Sadio Mané für die nötige Offensiv-Power bei den Senegalesen sorgen.

Sergej Milinkovic-Savic (23 Jahre, Serbien): Lazio Rom verpflichtete Milinkovic-Savic vor drei Jahren für schlappe vier Millionen Euro vom KRC Genk aus Belgien. Seither schreibt er seine eigene Erfolgsgeschichte. Stammspieler im zentralen Mittelfeld ist er bei Lazio schon länger, in diesem Jahr hat er zu seinen herausragenden Fähigkeiten bei Passgenauigkeit, Übersicht und Spielaufbau auch den Torjäger in sich entdeckt. 14 Treffer schoss Milinkovic-Savic in der vergangenen Saison. Diese Quote gab im November 2017 auch den Ausschlag für seine erste Nominierung für die A-Nationalmannschaft. Zwei Spiele hat Milinkovic-Savic bislang erst für Serbien absolviert. Keine Frage: In Russland werden welche dazukommen.

Lucas Torreira (22 Jahre, Uruguay): Torreira ist ein klassischer zentraler Mittelfeldspieler mit Qualitäten im Offensiv- und Defensivbereich. Trotz seiner geringen Körpergröße (1,68 Meter) gilt Torreira als beinharter Zweikämpfer, der sowohl vor der Abwehr abräumen als auch den eigenen Angriff einleiten kann. Alle seine vier Serie-A-Tore (in 70 Spielen) hat Torreira in der vergangenen Saison geschossen. Damit half er seinem Klub Sampdoria Calcio dabei, bis zuletzt um die Europapokal-Plätze mitzuspielen. Uruguay ist im zentralen Mittelfeld zwar breit aufgestellt, Torreira aber bringt – im Gegensatz zu einigen Teamkollegen – die defensive Stabilität mit. Er dürfte seine Chance in Russland bekommen.

Alvaro Odriozola (22 Jahre, Spanien): Der 22-jährige Rechtsverteidiger von Real Sociedad San Sebastian hat sich seit seiner Beförderung in die Profi-Mannschaft der Basken im Sommer 2016 zur Stammkraft entwickelt – und eine überragende Spielzeit 2017/18 absolviert. Er ist kompromisslos, zweikampfstark und – anders als zum Beispiel Dani Carvajal, der bei den Spaniern hinten rechts wohl gesetzt ist, vor allem in der Defensive stark. In der A-Nationalmannschaft durfte er bislang zwei Mal ran: Im Freundschaftsspiel gegen Costa Rica und im WM-Qualifikationsspiel gegen Albanien, wo er auch gleich einen Treffer vorbereitete.

Stand: 06.06.2018, 08:30 Uhr

Darstellung: