Valon Behrami - Abräumer mit Routine

Valon Behrami (M.) im Duell mit Brasiliens Neymar

Serbien - Schweiz | Gruppe E | 2. Spieltag

Valon Behrami - Abräumer mit Routine

Trotz seiner 33 Jahre ist Valon Behrami für den Schweizer Trainer Vladimir Petkovic unentbehrlich. Das hat der Mittelfeldabräumer schon gegen Brasilien und Neymar bewiesen, jetzt will er Serbiens Offensive in Schach halten.

Brasiliens Superstar Neymar war nach dem 1:1 gegen die Schweiz im WM-Auftaktspiel frustriert. Und zwar so sehr, dass er die angeblich harte Spielweise des Gegners für das aus seiner Sicht enttäuschende Unentschieden verantwortlich machte. Vor allem Behrami ließ den Mann von Paris Saint-Germain überhaupt nicht zur Entfaltung kommen. Der Schweizer legte den Brasilianer förmlich an die Kette.

Nach harten Duellen brauchte der 33-jährige Routinier ein wenig Extrapflege, die Adduktoren zwickten. Gegen den großen Favoriten war er nach rund 70 Minuten völlig entkräftet und leicht angeschlagen ausgewechselt worden. Doch die Signale aus der medizinischen Abteilung waren  positiv, Behrami kann auch im zweiten Gruppenspiel gegen Serbien auflaufen. Für Trainer Petkovic ist der Mittelfeldabräumer unentbehrlich. Mit seiner vierten WM-Teilnahme ist er Rekordmann seiner Nation.

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Sportschau | 22.06.2018 | 01:43 Min.

Für beide Teams ein Schlüsselspiel

Für beide Teams ist das Spiel in Kaliningrad  am Freitag (22.06.2018) das Schlüsselduell in der Gruppe E. Serbien würde mit einem zweiten Sieg nach dem 1:0 gegen Costa Rica den Einzug in die K.o.-Runde klarmachen. Die Schweiz muss nach dem starken 1:1 gegen Brasilien nachlegen.

Wer ins Achtelfinale kommt, könnte dort auf Deutschland treffen, falls sich auch das Team von Bundestrainer Joachim Löw in Gruppe F dafür qualifiziert.

"Große Herausforderung"

"Wir müssen mit den Füßen auf dem Boden bleiben", mahnte Behrami: "Das Spiel gegen Serbien wird zu einer großen Herausforderung." Trotz ihres Achtungserfolges gegen Brasilien sollten die Eidgenossen auf keinen Fall verlieren. "Der Punkt gegen Brasilien war nur der erste von vielen kleinen Schritten bei dieser WM", sagt auch der Schweizer Granit Xhaka.

Ihm und Behrami kommt dabei eine besondere Aufgabe zu. "Neymars Kettenhund" will auch die talentierte Offensive der Serben um Jungstar Sergej Milinkovic-Savic von AS Rom wieder mit seiner giftigen und aggressiven Spielweise ärgern. Und das alles unter den Augen des deutschen Schiedsrichters Felix Brych. Der kennt Behrami. In der Saison 2014/15 spielte der für ein Jahr beim Hamburger SV. Von dort wechselte er zunächst zum FC Watford in die englische Premier League, jetzt steht er in Italien bei Udinese Calcio unter Vertrag.

Serben kündigen Widerstand an

Doch so einfach wie gegen Neymar wird es gegen die Serben wohl nicht. Die wollen sich von rustikalen Zweikämpfen weniger aus dem Konzept bringen lassen als die Brasilianer. "Wir sind ruppige Spiele gewohnt", sagte Offensivmann Dusan Tadic: "Und wir werden darauf mit dem gleichen Maß an Einsatz antworten."

Stand: 22.06.2018, 08:00

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