FIFA verwarnt Kroatiens Vida für Ukraine-Äußerung

Wurde von der FIFA verwarnt: Kroatiens Domagoj Vida

Domagoj Vida

FIFA verwarnt Kroatiens Vida für Ukraine-Äußerung

Im Viertelfinale gegen Russland traf Domagoj Vida vom Elfmeterpunkt. Nach dem Spiel handelte er sich dann mit Äußerungen über die Ukraine Ärger mit der FIFA ein.

In einem Video hatte Vida kurz nach dem 4:3 im Elfmeterschießen gegen WM-Gastgeber Russland und dem damit verbundenen Halbfinal-Einzug am Samstag (07.07.2018) gejubelt: "Ehre für die Ukraine!" Und Teambetreuer Ognjen Vukojevic ergänzte: "Das ist ein Sieg für Dynamo und für die Ukraine." Für Vida hat die durch die FIFA-Disziplinarkommission ausgesprochene Verwarnung keine unmittelbaren Konsequenzen. Nur im Wiederholungsfall müsste er striktere Sanktionen befürchten.

Der nationale Verband hat Vida und Vukojevic, der ebenfalls einst in Kiew gespielt hatte, angehalten, künftig jegliche Aussagen zu unterlassen, die politisch interpretiert werden könnten.

Die Beziehungen zwischen Russland und der Ukraine sind seit der Annexion der Schwarzmeerhalbinsel Krim 2014 und der Unterstützung der prorussischen Separatisten in der Ostukraine zerrüttet. In dem Konflikt sind nach UN-Angaben mehr als 10.000 Menschen getötet worden. Offiziell gilt ein Waffenstillstand, der aber von beiden Seiten verletzt wird.

Vida ist sich keiner Schuld bewusst

Vida, der bis Ende 2017 vier Jahre lang für den ukrainischen Erstligisten Dynamo Kiew spielte, betonte später, es handle sich bei dem Video um einen Witz. "Das hat gar nichts mit Politik zu tun", sagte der Ex-Leverkusener dem russischen Sportportal sports.ru. Er habe in Kiew noch immer Freunde. Man könne das Video nur scherzhaft auffassen, sagte Vida.

Der kroatische Verband HNS wollte bei einer Pressekonferenz mit Nationaltrainer Zlatko Dalic keine Fragen mehr zu diesem Thema beantworten. Es gebe nichts über die offizielle Mitteilung hinaus zu sagen.

"Ich bedauere, dass einige Medienvertreter unsere Kommunikation auf diese Art interpretiert haben", wird Vida nun in dem Statement, das der kroatische Verband verbreitete, zitiert: "Das war definitiv kein politisches Statement, sondern ein einfaches Dankeschön für die ganze Unterstützung aus der Ukraine, wo Vukojevic und ich einige Jahre verbracht haben. Wir hatten nicht die Absicht, jemanden zu kränken."

red/dpa | Stand: 08.07.2018, 19:56

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