Dämpfer für Schweden und Mexiko

Zweikampf zwischen Schwedens Albin Ekdal (r.) und Perus Jefferson Farfan (Nr. 10)

Testspiele vor WM-Turnier in Russland

Dämpfer für Schweden und Mexiko

Es läuft noch nicht rund bei Deutschlands Gruppengegnern: Schweden kam gegen Peru nicht über ein Unentschieden hinaus, Mexiko verlor gegen Dänemark. Serbien feierte einen Kantersieg. Auch die Mitfavoriten Frankreich und Spanien tun sich noch schwer.

Schwedens Nationalmannschaft fehlt es wenige Tage vor dem Start der WM-Endrunde in Russland noch an Durschlagskraft. Auch in ihrem zweiten Vorbereitungsspiel blieb die Mannschaft von Trainer Janne Andersson am Samstag (09.06.2018) ohne Torerfolg und spielte bei der Generalprobe in Göteborg 0:0 gegen WM-Teilnehmer Peru.

Ein Seitfallzieher von Viktor Claesson (40.) sorgte gegen Peru für die spektakulärste und zugleich gefährlichste Szene der Gastgeber, die immerhin defensiv kaum etwas gegen die Offensivreihe um Hoffnungsträger Paolo Guerrero zuließen. Schweden, das mit seinen drei Deutschland-Legionären Ludwig Augustinsson (Werder Bremen), Emil Forsberg (RB Leipzig) und Albin Ekdal (Hamburger SV) in der Startelf antrat, ist am 23. Juni in Sotschi zweiter Gruppengegner der deutschen Nationalmannschaft.

Niederlage für Mexiko

Deutschlands Auftaktgegner Mexiko hat seine WM-Generalprobe verpatzt. Das Team von Trainer Juan Carlos Osorio unterlag Dänemark in Kopenhagen mit 0:2 (0:0). Yussuf Poulsen von RB Leipzig in der 71. Minute mit einem sehenswerten Distanzschuss und Christian Eriksen drei Minuten später sorgten mit ihren Treffern für den dänischen Sieg.

Mexiko präsentierte sich in der Defensive anfällig und war im Spiel nach vorne weitgehend ungefährlich. Bis auf wenige vielversprechende Ansätze durch Einzelaktionen und einen Pfostentreffer des früheren Leverkuseners Chicharito war von "El Tri" offensiv wenig zu sehen. Carlos Salcedo von Eintracht Frankfurt spielte durch, sein Mannschaftskollege Marco Fabián kam zur zweiten Halbzeit.

Spanien müht sich gegen Tunesien

Auch beim spanischen Team läuft es noch nicht wirklich rund. Gegen Tunesien kam das Team von Julen Lopetegui nur zu einem knappen 1:0-Erfolg. Das einzige Tor des Abends erzielte beim Duell der WM-Teilnehmer der erst acht Minuten zuvor eingewechselte Iago Aspas (84.). Thiago vom deutschen Rekordmeister Bayern München stand in der Startelf, wurde aber zur Pause ausgewechselt.

Kein Sieg für Frankreich

Frankreich kam gegen die USA nicht über ein glückliches 1:1 hinaus. In Decines-Charpieu vor den Toren Lyons brachte Julian Green von Zweitligist Greuther Fürth die USA in der 44. Minute in Führung. Sturm-Megatalent Kylian Mbappe vom französischen Meister Paris Saint-Germain glich in der 79. Minute auf Vorlage des eingewechselten Stuttgarters Benjamin Pavard zumindest noch aus. Zuvor hatten sich die Franzosen unter anderem beim 3:1-Testspielsieg gegen Italien noch in starker Form präsentiert.

Kantersieg für Serbien

Wesentlich besser lief es für Serbien. Das Team von Trainer Mladen Krstajic siegte gegen Bolivien mit 5:1 (4:0). Auffälligster Spieler im österreichischen Graz war Aleksandar Mitrovic vom englischen Premier-League-Club FC Fulham, dem drei Tore gelangen (4./23./68. Minute).

Traf dreimal für Serbien: Aleksandar Mitrovic (l.)

Traf dreimal für Serbien: Aleksandar Mitrovic (l.)

Zudem trafen für Serbien Adem Ljajic (19.) und Branislav Ivanovic (42.). Den Anschlusstreffer für die nicht für die Weltmeisterschaft qualifizierten Bolivianer erzielte Jhasmany Campos (48.). Offensivspieler Filip Kostic vom Bundesliga-Absteiger Hamburger SV stand bei den Serben in der Startelf und spielte über die komplette Distanz. Milos Veljkovic von Werder Bremen und Luka Jovic (Eintracht Frankfurt) kamen nicht zum Einsatz.

Viel Glück für Australien

Auch Australien entschied das letzte Testspiel vor der Endrunde für sich. Die Auswahl von Trainer Bert van Marwijk gewann in Budapest 2:1 (0:0) gegen Ungarn. Daniel Arzani erzielte kurz nach seiner Einwechslung den Führungstreffer für die "Socceroos" (74.) und leitete damit eine turbulente Schlussphase ein. Erst traf der Australier Trent Sainsbury (88.) ins eigene Netz, in der Nachspielzeit unterlief dann auch Ungarns Tamas Kadar ein Eigentor.

Marokko ohne Probleme

Erfolgreich verlief die WM-Generalprobe auch für Marokko. Die Mannschaft des französischen Trainers Hervé Renard setzte sich in Tallinn mit 3:1 gegen Estland durch. Für Marokko trafen Younes Belhanda von Galatasaray Istanbul (11. Minute), Hakim Ziyech (38./Elfmeter) von Ajax Amsterdam und Youssef En-Nesyri vom FC Malaga (72.). Ats Purje erzielte Estlands einziges Tor (76.).

Zum Einsatz kamen bei den Marokkanern auch drei Profis, die deutschen Fußballfans gut bekannt sein dürften. Der frühere Bayern-Profi Medhi Benatia (Juventus Turin) und Amine Harit von Schalke 04 standen in der Startformation. Aziz Bouhaddouz vom FC St. Pauli wurde nach der Pause eingewechselt.

dpa/sid/red | Stand: 09.06.2018, 20:00

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