WM-Tagebuch - Laternen Russlands

Russlands Laternen

Das WM-Tagebuch

WM-Tagebuch - Laternen Russlands

Von Marcus Bark (Moskau)

Die deutsche Nationalmannschaft ist bei der Weltmeisterschaft ausgeschieden. Unser Reporter bleibt trotzdem in Russland und berichtet über seine Erlebnisse im Tagebuch.

Donnerstag, 12. Juli 2018

Zeit drängt ein bisschen. Heute bleibt Zeit. Kroatien und England sind verarztet. Ab in die Stadt. Sightseeing. Geht gut los. Am "Ticket Office" steht eine Tafel, dass der Kreml am Donnerstag für Besucher geschlossen sei.

Gibt ja auch so genug zu sehen. Vor allem Laternen. Dieses Bild von Löw an der Laterne bleibt für die Ewigkeit. Laternen bleiben für immer mit Löw verbunden, zumindest in Russland.

Russlands Laternen

Russlands Laternen

Rechts die Moskva, links die Kremlmauer. Blauer Himmel, ein paar Wolken, Postkartenwetter. In den Fernsehstudios an der Basilius-Kathedrale ist wenig los. Nur beim Sportsender aus Katar leuchten die Scheinwerfer.

Selfiefieber auf dem Roten Platz. In jede Himmelsrichtung eines. Auch Nordnordwest und Südsüdostsüd.

Russlands Laternen

Russlands Laternen

Ein Lichtblick. Lenin-Mausoleum ist geöffnet. Die Warteschlange ist lang. Aber es geht zügig voran. Noch drei Meter. Russische Polizistin murrt auf Russisch. Ein paar verstehen es und murren auch. Russischer Polizist spricht Klartext und schiebt das Gitter vor die Sicherheitsschleuse: "Closed." Punkt 13 Uhr. Ein Laternenfoto weniger hätte gereicht.

Russlands Laternen

Russlands Laternen

Auf der Nikolskaya wieder viel los. Aber kaum Trikots. Gary Lineker ist mit zwei Söhnen unterwegs. Ob er schon im Mausoleum war? Bestimmt. Studio der BBC ist nur ein paar Laternen entfernt.

Gequältes Lächeln bei Papa Lineker. England wieder im Halbfinale raus, wie bei ihm 1990.

Nikolskaya hat sich ein bisschen verändert seit dem ersten Besuch. Mitten im Weg wirbt jetzt Qatar: "See you in 2022."

Stand: 12.07.2018, 19:21

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