WM-Tagebuch - Follow the Moskva

Moskau

Das WM-Tagebuch

WM-Tagebuch - Follow the Moskva

Von Marcus Bark (Moskau)

Die deutsche Nationalmannschaft ist bei der Weltmeisterschaft ausgeschieden. Unser Reporter bleibt trotzdem in Russland und berichtet über seine Erlebnisse im Tagebuch.

Sonntag, 1. Juli 2018

Follow the Moskva. Zehn Kilometer, fünf hin, fünf zurück. Beste Bedingungen fürs Anschwitzen. Auf dem Fußweg am westlichen Ufer noch Pfützen, leichter Wind.

Down to Gorky Park. Wer nur Joachim Löw als Bundestrainer kennt, sollte die Zeilen mal durch Google jagen. Wer älter ist, wird den Ohrwurm verstehen.

Bauarbeiter setzen neue Randsteine, von einem Ausflugsdampfer dröhnt Musik. Dampfer fast leer. Die Wolken hängen über der Moskva. Außerdem ist heute Fußball.

Take me to the magic of the moment, on a glory night. Zeile passt heute auch zum Fußball. Russland gegen Spanien. Luschniki tobt. Sieg nach Elfmeterschießen.

Was für eine Freude. Zwei Wochen sind es die Mexikaner, die das Stadion mit Glanz in den Augen verlassen. Jetzt sind es die Russen.

Torwart Akinfeev ist der Held, und er hat den trockensten Humor unter 150 Millionen Russen: "Es war gar nicht unser Ziel, so zu spielen. Wir wollten angreifen."

Deutschland raus, Argentinien raus, Spanien raus. Wind of change.

Stand: 01.07.2018, 19:45

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