WM-Tagebuch - Watutinki ist anders

Das WM-Tagebuch

Das WM-Tagebuch

WM-Tagebuch - Watutinki ist anders

Die deutsche Fußballnationalmannschaft versucht, in Russland ihren Weltmeistertitel zu verteidigen. Unser Reporter begleitet sie bei dem Versuch und führt darüber Tagebuch.

Dienstag, 12. Juni 2018

Alles anders. Klar. Watutinki ist anders, ganz anders als Santo André, dieses verträumte Dorf mit herrlichem Strand, das am schnellsten mit der Fähre zu erreichen ist. Ach ja, die Fähre. Vier Jahre her. Schon.

Von Moskau aus geht es zunächst über eine fünfspurige Autobahn in Richtung Watutinki. Die Russen feiern Jahrestag. Am 12. Juni 1990 wurde die "Deklaration über die Souveränität der Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik" verabschiedet.

Der Verkehr fließt daher viel flüssiger als an Werktagen. Drei Millionen Menschen kommen jeden Tag nach Moskau, sagt der Fahrer. Mit dem Flugzeug, mit der Bahn, mit dem Auto.

Dieses Element beinhaltet Daten von Twitter. Sie können die Einbettung auf unserer Datenschutzseite deaktivieren.

Watutinki ist 1991. Plattenbau an Plattenbau an Plattenbau. Moskau ist dicht. Drumherum ist Platz. Es gibt viele Watutinkis im Speckgürtel.

Am Waldrand hohe Zäune. Alles in grün. Irgendwo dahinter wird die Nationalmannschaft wohnen. Wie lange? Fünf Wochen, wie im Campo Bahia? Watutinki ist anders, aber auch nicht nur Plattenbau. Im Birkenwald zwitschern die Vögel. Der Himmel reißt auf.

Marcus Bark | Stand: 12.06.2018, 19:11

Darstellung: