WM-Prämien - So viel kassieren Verbände und Spieler

Der WM-Pokal, hier in Rio 2014

WM-Prämien

WM-Prämien - So viel kassieren Verbände und Spieler

Der Rubel mit dem runden Ball rollt. Deshalb schüttet der Weltverband FIFA für die WM 2018 rund 344 Millionen Euro Prämien an die Teilnehmer aus. Bei den Spieler-Prämien würde der spanische Verband eine Rekordsumme für den Titel spendieren.

Von der nach wie vor guten Konjunktur beim Geschäft mit den Kickern profitieren zunächst mal alle Verbände, die die Qualifikation für das WM-Turnier geschafft haben. Im Vergleich zur WM 2014 in Brasilien schüttet die FIFA rund zwölf Prozent mehr an die teilnehmenden Nationen aus - umgerechnet etwa 344 Millionen Euro.

Weltmeister erhält 32,3 Millionen Euro

Schon für die Vorbereitung auf die Endrunde erhalten alle Teams jeweils 1,28 Millionen Euro. Die Teilnahme an der Gruppenphase ist mit garantierten 6,8 Millionen Euro dotiert. Wer es ins WM-Achtelfinale schafft, darf sich insgesamt über 7,6 Millionen Euro freuen.

Richtig groß werden die Sprünge danach, wenn es unter die Top-Acht geht. Jede Nation, die im Viertelfinale die Segel streichen muss, darf sich mit 11,9 Millionen Euro trösten. Die unterlegenen Halbfinalisten erhalten 18,95 Millionen Euro und der Vize-Weltmeister 23,8 Millionen Euro. Dem Weltmeister wird der Triumph noch mit 32,3 Millionen Euro versüßt.

"Dies ist ein positives Zeichen für die finanzielle Gesundheit der FIFA", kommentierte Verbandsboss Gianni Infantino die Ausschüttung des Weltverbandes. Die FIFA selbst erwartet durch die WM Einnahmen von zwei Milliarden Euro. Die Verbände dürften ihrerseits nach Abzug aller Kosten unter dem Strich ein Plus machen, da zumeist erst beim Einzug ins Viertelfinale die Profis zusätzlich entlohnt werden.

DFB-Spieler erhalten 350.000 Euro für Titel - Spanier 800.000

350.000 Euro würden die deutschen Spieler jeweils für eine erfolgreiche Titelverteidigung erhalten, das sind 50.000 Euro mehr als beim WM-Triumph vier Jahre zuvor in Brasilien. Die neuerliche Aufstockung ist für DFB-Präsident Reinhard Grindel aber logisch: "In Russland wäre es ein Titel für die Ewigkeit und deshalb eine besondere Prämie wert." Für die Vorrunde und die Achtelfinal-Qualifikation werden keine Prämien ausgezahlt. Erst bei Erreichen des Viertelfinales bekommt jeder Spieler 75.000 Euro, für den Halbfinaleinzug 125.000 Euro, für den 3. Platz 150.000 Euro und 200.000 Euro für die Endspielteilnahme in Moskau.

Noch spendabler wäre der spanische Verband beim zweiten Titelgewinn. Der Spielerrat um Kapitän Sergio Ramos handelte mit Sportdirektor Fernando Hierro eine Prämie von 800.000 Euro im Falle des WM-Triumphes aus. Die Stars von Rekordchampion Brasilien kassieren nur richtig ab, wenn sie zum sechsten Mal den Worldcup gewinnen. Der Verband zahlt Spielern sowie Trainer- und Betreuerstab je nach Funktion zunächst nur eine Basisprämie für die Teilnahme. Lediglich der Finaleinzug brächte eine Zulage, die mit dem Titelgewinn dann noch einmal kräftig aufgestockt werden könnte. Die Höhe der auszuzahlenden Summen wird geheim gehalten.

Auch Nigeria klärt Prämienfrage frühzeitig

Die Prämienfrage ist auch bei Nigeria diesmal frühzeitig geklärt. "Diesmal haben wir im Vorfeld sichergestellt, dass es da zu keinen Problemen kommt", sagte der deutsche Trainer Gernot Rohr. In Brasilien hatte es im Lager der "Super Eagles" heftige Dissonanzen über die Prämienzahlungen gegeben. Diese gipfelten vor dem Achtelfinale gegen Frankreich in einen Trainingsstreik der Spieler. Schließlich musste der nigerianische Sportminister in einem Charterflugzeug nach Brasilien kommen und vier Millionen Dollar in bar unter den Spielern verteilen.

dpa/sid/red | Stand: 10.06.2018, 12:55

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