FIFA ermittelt gegen Serbiens Trainer Krstajic

Serbiens Trainer Mladen Krstajic

Nach dem Spiel gegen die Schweiz

FIFA ermittelt gegen Serbiens Trainer Krstajic

Nachspiel für Serbien und die Schweiz: Der Fußball-Weltverband FIFA hat Ermittlungen gegen den serbischen Nationaltrainer Mladen Krstajic wegen dessen Kritik an Schiedsrichter Felix Brych aufgenommen, doch auch zwei Schweizer Spielern droht Ungegemach.

Die FIFA bestätigte, dass die Disziplinarkommission mit "Voruntersuchungen" begonnen habe.

So ermittelt der Weltverband gegen die Schweizer Xherdan Shaqiri und Granit Xhaka. Die beiden Torschützen mit kosovo-albanischen Wurzeln hatten ihre Treffer zum 2:1 gegen Serbien mit der politisch aufgeladenen Doppeladler-Geste gefeiert. Der Adler ziert die Flagge Albaniens. Serbien erkennt das Kosovo nach wie vor nicht als eigenständiges Land an, was den vieldiskutierten Jubelgesten eine politische Dimension gibt.

Kriegsverbrecher-Vergleich

Krstajic hatte am Tag nach dem WM-Spiel für einen Eklat gesorgt. "Ich würde ihn nach Den Haag schicken", sagte der frühere Bundesligaprofi über den deutschen Schiedsrichter Felix Brych, der die Partie geleitet hatte. Den Haag in den Niederlanden ist der Sitz des UN-Kriegsverbrechertribunals für das ehemalige Jugoslawien. Die Serben geben Brych die Schuld an der Niederlage, weil er ihnen in der 66. Minute einen Strafstoß verweigerte. Zudem bemängelt der Verband, dass der Videobeweis nicht eingesetzt wurde.

Protestschreiben an die FIFA geschickt

Deshalb haben die Serben ein Protestschreiben an die FIFA geschickt. Die Entscheidung Brychs auf Freistoß zugunsten der Schweizer war allerdings vertretbar. Deshalb war sie auch kein Fall für den Videobeweis, der nur bei klaren Fehlern des Referees zum Einsatz kommen darf.

Dem serbischen Verband droht zudem Ärger wegen Zuschauerunruhen und eines "politischen und beleidigenden Banners" seiner Fans.

red/dpa/sid | Stand: 24.06.2018, 08:45

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