Frankreich gegen Kroatien - die Fakten zum Finale

WM-Finale: Siegerpokal

Das Finale der Fußball-WM

Frankreich gegen Kroatien - die Fakten zum Finale

Frankreich und Kroatien spielen im Luschniki-Stadion von Moskau am Sonntag (17 Uhr) den Sieger der 21. Fußball-WM aus. Es ist das Aufeinandertreffen zweier Teams mit ungleicher WM-Erfahrung - die Fakten zum Finale.

WM-Bilanz der Finalisten

Nach dem Zerfall Jugoslawiens wurde Kroatien 1992 Mitgliewd des Fußball-Weltverbandes FIFA. Sechs Jahre später folgte der größte sportliche Erfolg des Landes, als man in Frankreich WM-Dritter wurde. Dreimal schied Kroatien bei einer WM in der Vorrunde aus. Die Finalteilnahme in Russlands ist Kroatiens größter internationaler Erfolg. Bei einem WM-Sieg wäre Kroatien mit seinen 4,1 Millionen Einwohnern das kleinste Land nach Uruguay, das je eine WM gewann.

Frankreich steht nach 1998 und 2006 zum dritten Mal in einem WM-Finale. 1998 holte die "Equipe Tricolore" den Titel, acht Jahre später verlor sie das Finale gegen Italien. Die weitere Bilanz: zweimal Dritter, einmal Vierter, zweimal Viertelfinale, einmal Achtelfinale und sechsmal Vorrunden-Aus.

Vergleich der Finalisten

Frankreichs Kylian Mbappé

Frankreichs Kylian Mbappé

Frankreich schoss im bisherigen Turnierverlauf zehn Tore, Kroatien zwölf. Frankreich machte davon vier Tore durch Standards, Kroatien drei. Bei Gegentoren liegt Frankreich knapp vorne mit vier gegenüber fünf von Kroatien. Auch bei der Zahl der gewonnenen Zweikämpfe hat Frankreich ein kleines Plus - 54,4 Prozent gegenüber 51,7 Prozent der Kroaten.

Das Personal

Beide Trainer werden wohl jeweils die elf Spieler bringen, die jeweils die Halbfinal-Spiele gewonnen haben. Die Kroaten haben aufgrund von drei Verlängerungen (gegen England, Russland und Dänemark) 90 Minuten mehr in den Knochen.

WM-Finale: Modric jubelt

Luka Modric, Kroatiens Kapitän

Sechs Spieler der voraussichtlichen französischen Startelf erlebten bereits das EM-Finale vor zwei Jahren: Lloris, Umtiti, Matuidi, Pogba, Griezmann und Giroud. Die Kroaten haben weniger Finalerfahrung, allerdings einen Spezialisten in ihren Reihen: Luka Modric. Der Mittelfeld-Star stand bei vier Champions-League-Siegen von Real Madrid auf dem Platz - 2014, 2016, 2017 und 2018.

Die Trainer

Didier Deschamps übernahm die französische Nationalelf, als das Team aufgrund von Skandalen am Boden lag. Mit ihm ging es stetig bergauf. 2014 erreichte Deschamps das Viertelfinale bei der WM in Brasilien, zwei Jahre später stand er mit Frankreich im EM-Finale. Deschamps könnte der dritte Fußballer werden, der sowohl als Trainer wie auch als Spieler (1998) den WM-Titel holt.

Zaltko Dalic war vor der WM selbst in Kroatien ein Unbekannter. Der Verband grub ihn 2017 quasi in der Wüste aus: Dalic ging nach Saudi-Arabien und dann in die Vereinigten Arabischen Emirate, wo er Al Ain fürs Finale 2016 der asiatischen Champions League qualifizieren konnte. Er war dann ohne feste Anstellung, als die WM-Qualifikation seines Heimatlandes dermaßen in Gefahr war, dass sein Vorgänger Ante Cacic geschasst wurde. Dalic gelang es, Kroatien in die Relegation zu hieven, in der man sich gegen Griechenland durchsetzte.

Statistik spricht für Frankreich

Einmal standen sich beide Teams bei einer Weltmeisterschaft gegenüber. Das war 1998 bei der WM in Frankreich. Der Gastgeber und spätere Weltmeister gewann im Halbfinale in Saint-Denis mit 2:1 durch einen Doppelpack von Liliam Thuram (47. Minute/69.). Davor Suker hatte Kroatien in Führung gebracht (46.). Insgesamt gelangen den Franzosen in fünf Begegnungen drei Siege. Die beiden jüngsten Duelle, zuletzt ein Freundschaftsspiel im März 2011, endeten Unentschieden.

So könnten sie spielen

Frankreich: Lloris - Pavard, Varane, Umtiti, Hernandez - Kanté, Pogba, Matuidi - Mbappé, Giroud, Griezmann


Kroatien: Subasic - Vrsaljko, Lovren, Vida, Strinic - Rakitic, Brozovic - Rebic, Modric, Perisic - Mandzukic


Schiedsrichter: Nestor Pitana (Argentinien)

red/sid/dpa | Stand: 15.07.2018, 08:00

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