Russland gegen Saudi-Arabien - Fakten vor dem WM-Start

WM-Eröffnungsspiel in Moskau

Russland gegen Saudi-Arabien - Fakten vor dem WM-Start

Das WM-Eröffnungsspiel bestreiten mit Russland und Saudi-Arabien ausgerechnet die in der Weltrangliste am schlechtesten platzierten Teams des Turniers.

Der WM-Auftakt am Donnerstag (14.06.2016) im Moskauer Luschniki-Stadion ist das Duell der beiden in der Weltrangliste am weitesten hinten platzierten WM-Teilnehmer. Gastgeber Russland rangiert als 70. sogar noch hinter dem eigentlichen Außenseiter Saudi-Arabien (67.).

Immerhin ist der Teilnehmer des Asiatischen Verbandes den Russen einen Schritt voraus: Während sich die Sbornaja noch nie für die K.o.-Runde qualifzieren konnte, war Saudi-Arabien zuletzt 1994 immerhin im Achtelfinale.

Ausgangslage:

Erst im November 2017 übernahm Juan Antonio Pizzi das Nationaltrainer-Amt in Saudi-Arabien. Fünf Trainingslager und vier Testspiele nahm sich der Argentinier Zeit, die Mannschaft zu formen und ihr eine Ordnung zu verpassen, die auch Weltmeister Deutschland beim 2:1-Sieg gegen die Saudis im letzten WM-Test vor eine nicht so einfache Aufgabe stellte.

Auch der von Oliver Kahns Torwart-Akademie trainierte Abdullah Al-Muaiuf machte dabei eine gute Figur. Sorgen bereitet dem Team vor allem die Chancenverwertung, was auch daran liegt, dass Torjäger Mohammed Al-Sahlawi seit fast einem Jahr nicht getroffen hat.

Vom russischen Team wird in der Heimat mittlerweile nicht mehr viel erwartet. "Ich muss leider zugeben, dass unsere Mannschaft jüngst keine guten Ergebnisse erzielt hat. Aber wir erwarten ganz einfach, dass das Team mit Würde spielt, modernen und interessanten Fußball zeigt und bis zum Ende kämpft", sagte Präsident Wladimir Putin.

Tatsächlich experimentierte Nationaltrainer Stanislaw Tschertschessow bis zuletzt an der Grundordnung. Hauptsächlich in der Abwehr gab und gibt es Arbeit: Keins der letzten zehn Länderspiele beendete Russland ohne Gegentor.

Form:

Russland hat zuletzt im Oktober 2017 gewonnen. Gegen Südkorea gab es damals einen 4:2-Erfolg. Seitdem konnte der WM-Gastgeber in sieben Spielen keinen Sieg mehr holen. Die WM-Generalprobe endete mit einem 1:1 gegen die Türkei.

Auch Saudi-Arabien hatte zuletzt keine gute Serie, verlor viermal in Folge. Allerdings sammelte der Außenseiter mit guten Auftritten gegen Italien und Deutschland (je 1:2) immerhin Selbstvertrauen für die WM.

Bilanz:

Bisher haben sich die Nationalteams von Russland und Saudi-Arabien nur einmal getroffen. In einem Testspiel behielt Saudi-Arabien im Oktober 1993 mit 4:2 die Oberhand.

Trainerstimmen:

Bei allen sportlichen Defiziten scheint es Russland immerhin an Selbstvertrauen nicht zu mangeln. "Wir sind sehr gut vorbereitet", sagt Nationaltrainer Tschertschessow und ist sich sicher: "Wir werden gewinnen, weil wir es wirklich wollen."

Saudi-Arabiens Nationalcoach Pizzi, der 2016 mit Chile die Südamerika-Meisterschaft gewann, ist da natürlich vorsichtiger: "Das Auftaktspiel gegen den Gastgeber ist das schwierigste Spiel, das man haben kann."

Gut zu wissen:

Ein Trost für Russland dürfte sein, dass seit der Einführung offizieller Eröffnungsspiele bei der WM 1966 ein Gastgeber die Auftaktpartie des Turniers noch nie verloren hat.

Zur Unterstützung hat Nationalcoach Tschertschessow die russischen Fans aufgerufen, wie er einen Schnauzbart beim Eröffnungsspiel zu tragen - ob echt oder unecht.

Schiedsrichter:

Nestor Pitana leitet das erste Spiel der WM 2018. Für den international erfahrenen Argentinier ist es das zweite WM-Turnier. Beim Debüt des Video-Assistenen trägt der Italiener Massimiliano Irrati in einem vierköpfigen Team im Sendezentrum in Moskau die Verantwortung.

Stand: 13.06.2018, 18:05

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