European Championships Bahnrad - "Team des Jahres" in der Quali vorne

Stand: 11.08.2022 19:31 Uhr

Das zur "deutschen Mannschaft des Jahres" gekürte Quartett in der Bahnrad-Mannschaftsverfolgung wurde bei den European Championships auf der Münchner Messe mit Spannung erwartet. Und die Favoritenrolle bestätigten Lisa Brennauer (Kempten), Franziska Brauße (Metzingen), Mieke Kröger (Bielefeld) und Lisa Klein (Erfurt) in der Qualifikation.

Von Christian Kerber

Obwohl sie sich im Laufe der 4.000 Meter auch einmal hinter Italien und Frankreich befanden, lag das Quartett am Ende mit 1,822 Sekunden vor Italien, es folgten Frankreich und Großbritannien. Vor allem Mieke Kröger machte viel Tempo. Besonders im Blickpunkt stehen allerdings Brennauer, die ihre Karriere mit den Championships beenden wird, und Klein, um die es nach einer Corona-Erkrankung Fragezeichen gegeben hatte. "Das ist schon einmal ein guter Start. Wir freuen uns alle drei auf morgen", sagte Grabosch.

Bei Olympia 2021 in Tokio hatten die Frauen dreimal den Weltrekord geknackt und triumphiert. Zudem gab es auch in diesem Jahr WM- und EM-Gold.

Auch Weltmeister-Trio im Sprint auf Platz eins

Im Teamsprint fuhren die Weltmeisterinnen Pauline Sophie Grabosch (Erfurt), Emma Hinze (Cottbus) und Lea Sophie Friedrich (Dassow) mit einer sehr guten Zeit auf Rang eins. Dabei distanzierte das Trio im Laufe des Rennens den zunächst schnelleren Mitfavorit Niederlande um fast vier zehntel Sekunden. Auch Frankreich blieb als Dritter unter der 40-Sekunden-Marke. Alle sieben gemeldeten Nationen kamen ohnehin eine Runde weiter.

Sophie Friedrich, Pauline Sophie Grabosch und Emma Hinze bei der Team Sprint Qualifikation

V. li.: Sophie Friedrich, Pauline Sophie Grabosch und Emma Hinze bei der Teamsprint- Qualifikation

Teamsprint-Männer-Trio mit Problemen

Im Teamsprint der Männer ging es angesichts von zehn Mannschaften auch tatsächlich um die Qualifikation für die nächste Runde. Für das deutsche Team reichte es nach einem nicht optimalen Lauf zu Rang fünf. Maximilian Dörnbach (Cottbus) musste zu Beginn zum Blitzstarter Nik Schröter (Chemnitz) abreißen lassen. Danach ging es für ihn und Marc Jurczyk (Erfurt) vor allem noch um Schadensbegrenzung. In der nächsten Runde muss nun ein Sieg gegen den Vierten Polen her, um um die Medaillen kämpfen zu können. Die Qualifikation gewann Favorit Niederlande mit klarer Bestzeit.

Maximilian Dörnbach, Marc Jurczyk und Nik Schröter

V. li.: Maximilian Dörnbach, Marc Jurczyk und Nik Schröter, der gleich davon zog

In der Mannschaftsverfolgung der Männer fuhr Außenseiter Deutschland in der Quali auf Rang fünf. Nicolas Heinrich (Zwickau), Leon Rohde (Hamburg), Theo Reinhardt (Berlin) und Tobias Buck-Gramcko (Göttingen) duellierten sich zunächst mit der Schweiz und konnten sich nach fünf Nationen an die Spitze setzen. Vier kamen aber noch. Am Ende gewann Frankreich vor Dänemark, Italien und Großbritannien. Vielleicht kann Deutschland über die Zeit noch in das Rennen um Bronze eingreifen.