Eishockey-Bundestrainer Toni Söderholm verbrachte bereits als Kind viel Zeit mit Eishockey.

Eishockey | WM in Finnland

Söderholms spezielle Eishockey-WM: Die Halle aus Kindertagen

Stand: 13.05.2022, 07:30 Uhr

Als Eishockey-Bundestrainer bei einer WM in seiner Heimat Finnland dabei zu sein, ist ohnehin etwas Spezielles. In Helsinkis WM-Halle aber kennt sich Toni Söderholm ganz besonders gut aus.

Er kenne eigentlich jeden Winkel und jede Ecke, erzählte der 44 Jahre alte Finne vor dem heutigen WM-Auftakt.

"Ich verbinde fast meine ganze Kindheit mit der Halle. Seit ich zwei Jahre alt war, war ich in der Halle", sagte Ex-Profi Söderholm der Deutschen Presse-Agentur: "Meine ersten Eishockey-Idole haben in der Halle gespielt. Ich habe dann ab 2002 dort zehn Jahre selber gespielt. Diese Halle hat eine Riesenbedeutung für mich."

Spezielles Ambiente

Als Verteidiger spielte er einst über Jahre als Profi für seinen Jugendclub Helsingfors IFK. Schon als kleiner Junge hatte er auf der Pressetribüne gehockt, wenn sein Vater als Journalist arbeitete.

In diesem speziellen Ambiente und womöglich mit Freunden und Familie als Zuschauer will der Bundestrainer heute mit der Wiedergutmachung für den verpatzten Auftritt bei den Olympischen Winterspielen loslegen. Im ersten Gruppenspiel geht es (19.20 Uhr/Sport1 und MagentaSport) gegen das NHL-Ensemble von Titelverteidiger und Rekordchampion Kanada.

"Ich kenne den Geruch, ich kenne die Farben"

Es werde sicher Momente geben, in denen er sich kneifen müsse, mutmaßte der Ex-Profi des EHC München, der als Spieler mit Finnland 2007 WM-Zweiter wurde. "Aber alles im Positiven, das wird richtig schön. Ich kenne den Geruch, ich kenne die Farben", sagte er: "Aber es ist nicht so wichtig für die Spieler, ob ich da aufgewachsen bin."

Die Helsinki Ice Hall wurde 1966 eröffnet und bietet Platz für 8200 Zuschauer. Ursprünglich war die Halle für diese Weltmeisterschaft gar nicht vorgesehen. Aufgrund des russischen Angriffs auf die Ukraine wechselten die Organisatoren aber die Halle, weil die eigentlich eingeplante Halle im Besitz von russischen Investoren ist.

Quelle: dpa

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