Eishockey | WM Eishockey-WM: Nach Feueralarm - Deutschland schlägt Dänemark

Stand: 19.05.2022 20:50 Uhr

Deutschland hat bei der Eishockey-WM in Finnland die Tür zum Viertelfinale weit aufgestoßen. Die DEB-Auswahl schlug am Donnerstagabend (19.05.2022) Dänemark knapp mit 1:0. Der Beginn des Spiels war wegen eines Feuers verschoben worden.

Den goldenen Treffer der Partie erzielte Marc Michaelis in Überzahl (33. Minute) nach Zuspiel von Marcel Noebels. Mit dem Erfolg über den nordischen Nachbarn Dänemark dürfte der DEB-Auswahl ein Platz unter den besten vier der Gruppe A und damit der Einzug ins Viertelfinale der Eishockey-WM sicher sein. "Wir haben in Unterzahl sehr gut gearbeitet", sagte Bundestrainer Toni Söderholm am ARD-Mikrofon und schickte in Richtung seiner Mitarbeiter hinterher: "Und in Überzahl haben wir das Schlüsseltor geschossen. Da kann ich die Coaches, die dafür zuständig sind, einfach nur loben."

Deutschland hatte die WM am vergangenen Freitag mit einer 3:5-Niederlage gegen Kanada begonnen und knappe Siege gegen die Slowakei (2:1) sowie am Montag gegen Frankreich (3:2) folgen lassen. Dänemark musste sich bisher mit der übrigen Konkurrenz der Gruppe messen, gewann gegen Kasachstan 9:1, verlor gegen die Schweiz mit 0:6 und schlug Italien 2:1.

Toni Söderholm: "Wir haben in Unterzahl sehr gut gearbeitet"

Sportschau, 19.05.2022 15:40 Uhr

Kleiner Brand in der Halle vor der Partie

Kurz vor dem deutschen Vorrundenspiel hatte es in der Halle in Helsinki ein Feuer gegeben. Nach knapp einer Stunde war dies gelöscht, Verletzte gab es keine.

Eishockey: Feueralarm in Helsinki

Sportschau, 19.05.2022 15:40 Uhr

Eishockey-Spieler mussten vor der Halle warten

Nach Angaben des Deutschen Eishockey-Bundes mussten auch die Spieler wie die Zuschauer, Bediensteten und Journalisten zeitweise vor der Halle ausharren. Die deutschen Spieler hatten in voller Ausrüstung und teilweise in Schlittschuhen vor der Halle gewartet. "Das mit dem Feuer hat noch niemand bei uns erlebt in seiner Karriere", sagte Torschütze Marc Michaelis der Sportschau, "am Anfang des Spiels war es dann ein bisschen holprig, aber nach den ersten paar Minuten ist es ein Spiel wie jedes andere auch."

Nach einer Stunde durfte die deutsche Mannschaft zurück in die Kabine in der anliegenden Trainingshalle. Sportschau-Reporter Burkhard Hupe hatte wie einige Hundert andere recht zügig die Halle in Finnland verlassen: Rund 200 Zuschauer sollen nach seiner Beobachtung in der Halle gewesen sein, etwa 1.000 im Umlauf der Halle – viele waren noch draußen.

Deutsche Spieler warten nach einem Feueralarm vor dem Vorrundenspiel darauf, wieder in die Eishalle zu gelangen

Deutsche Spieler warten nach einem Feueralarm vor dem Vorrundenspiel darauf, wieder in die Eishalle zu gelangen

Verhaltener Beginn, NHL-Goalie Grubauer sehr souverän

In dem angesichts der Tabellenkonstellation wichtigen vierten Vorrundenspiel wirkten beide Mannschaften im Anfangsdrittel, als ob sie sich erst einmal finden müssten. Es gab kaum torgefährliche Szenen, nur NHL-Verteidiger Moritz Seider setzte mit einem Lattenschuss ein Zeichen. Erst im Mitteldrittel nahm die Intensität zu und Deutschland steigerte sich: In der ersten Überzahl hatte Berlins Stürmer Marcel Noebels bei seinem Lattentreffer noch Pech (26.).

Im nächsten Powerplay klappte es besser: Auf Vorlage des erneut auffälligen Noebels lenkte Michaelis den Puck entscheidend ab. Gegen die unangenehmen Dänen mit NHL-Stürmer Nikolaj Ehlers von den Winnipeg Jets und dem ehemaligen NHL-Angreifer Frans Nielsen vom deutschen Meister Eisbären Berlin blieb das Spiel aber spannend bis zum Schluss. Wie schon beim wichtigen Sieg gegen die Slowakei (2:1) strahlte NHL-Goalie Philipp Grubauer aber die nötige Ruhe aus.

Marc Michaelis: "Das hat von uns noch niemand erlebt"

Sportschau, 19.05.2022 15:40 Uhr

Es folgen die Vorrundenduelle gegen Italien am Freitag und Kasachstan am Sonntag, die unbedingt gewonnen werden sollten. Im letzten Gruppenspiel gegen die Schweiz am Dienstag (24.05.2022) wird es dann wohl darum gehen, wer am Ende Zweiter oder Dritter in der Helsinki-Gruppe wird.