Bully-Szene im Spiel Adler Mannheim gegen die Straubing Tigers

Eishockey | DEL Revanche-Chancen und volle Hallen - die DEL-Playoffs starten

Stand: 09.04.2022 14:23 Uhr

In der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) geht es ab Sonntag in die Viertelfinals im Kampf um den deutschen Eishockey-Titel. Der Titelfavorit startet mit einem Heimspiel. Auf den Rängen dürfte es wieder voll werden.

2020 fielen die Playoffs der Pandemie komplett zum Opfer, 2021 fand das Rennen um den DEL-Titel in leeren Arenen ohne Zuschauer statt. Das hat sich nun geändert: Nach herausfordernden Hauptrunden, die im Zeichen von Infektionen, Quarantänen, Spielausfällen und Besucherbeschränkungen standen, können jetzt alle an den Endrunden beteiligten Klubs ihre Arenen wieder voll auslasten. Die gewohnte Eishockey-Stimmung ist zurück.

In der DEL wird der 101. Deutsche Meister spätestens am 8. Mai, fünf Tage vor Beginn der Weltmeisterschaft in Finnland, feststehen.

Eisbären Berlin - Kölner Haie (Sonntag, 14 Uhr)

Die Eisbären schlossen die Hauptrunde mit einem Punktequotienten von 2,036 auf Platz eins ab und qualifizierten sich somit direkt fürs Viertelfinale. "Natürlich haben wir eine unglaublich starke und talentierte Mannschaft. Wir haben in der Hauptrunde sehr konstant gespielt und mein Team hat eine unglaubliche Moral in den letzten Monaten an den Tag gelegt", sagt Berlins Cheftrainer Serge Aubin. Der Trainer des Top-Titelfavoriten findet: "Der Hauptteil der Arbeit liegt aber mit den Playoffs noch vor uns. Bei den Eisbären gibt es jedes Jahr nur ein Ziel und das ist der Gewinn der Meisterschaft".

Gegen die Kölner Haie, die sich in den Pre-Playoffs gegen Ingolstadt durchsetzten, sind die Berliner klarer Favorit. In den bisherigen vier Saisonduellen gegen die Eisbären gab es nur Niederlagen für die Haie. Berlin gewann daheim 5:3 und 3:1 und in Köln mit 2:1 und 7:1. Macht 17:6 Tore. Ein Wiedersehen gibt es für die Berliner mit Kölns Coach Uwe Krupp. Der coachte die Eisbären sehr erfolgreich von 2014 bis 2018.

Grizzlys Wolfsburg - Fischtown Pinguins Bremerhaven (Sonntag, 16.30 Uhr)

Wie schon in der vergangenen Saison treffen die Grizzlys im Viertelfinale der Playoffs auf die Fischtown Pinguins Bremerhaven. Im Saisonverlauf gewannen die Pinguins drei von vier Duellen mit Wolfsburg. Das erste Nordderby fand am 10. Oktober in Bremerhaven statt und ging mit 4:3 an die Hausherren. Am 12. Dezember ging es in Wolfsburg um Punkte. Der Gast ging früh in Führung und baute diese im Mittelabschnitt auf 4:0 aus. 

Anfang des Jahres (16. Januar) stiegen die Wolfsburger nach einer corona-bedingten Auszeit in Bremerhaven wieder ins Geschehen ein. Trotz einiger Ausfälle zog die Mannschaft von Mike Stewart im Mittelabschnitt nach einem torlosen ersten Drittel auf 3:0 davon. Am Ende stand ein 5:2 für den Vizemeister auf der Anzeigetafel. Das bisher letzte Duell stammt vom vergangenen Sonntag. Wieder stand es nach den ersten 20 Minuten 0:0, im zweiten Drittel erzielten die Pinguins drei Treffer und führten mit 3:1. Nach einem Empty-Net-Goal bejubelte das Team von Headcoach Thomas Popiesch einen 4:1-Erfolg.

Straubing Tigers - Adler Mannheim (Sonntag, 15 Uhr)

In Mannheim ging es in den vergangenen Wochen durchaus turbulent zu: Nachdem die Adler drei klare Niederlagen in Folge gegen die Iserlohn Roosters und zweimal gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven einstecken mussten, trennte sich der Klub vom Trainergespann bestehend aus Headcoach Pavel Gross und Assistant-Coach Mike Pellegrims. Seitdem leitet Bill Stewart bis Ende der Spielzeit das Team.

In den bisherigen Begegnungen der Straubing Tigers mit den Adlern aus Mannheim holten sich die Teams je zwei Siege: So entschieden die Niederbayern beide Duelle am Pulverturm für sich, die Mannheimer konnten sich daheim zweimal durchsetzen, einmal davon aber erst im Penaltyschießen. Bereits im Vorjahr trafen die beiden Teams im Viertelfinale aufeinander: In der damaligen Best-Of-Three Serie gewannen die Straubinger das erste Spiel in Mannheim. Spiel zwei und drei verloren die Niederbayern knapp. 

EHC Red Bull München - Düsseldorfer EG (Sonntag, 19 Uhr)

Ohne Coach Harold Kreis (familiäre Angelegenheit) hatte Düsseldorf die ersten beiden Spiele der Pre-Playoffrunde gegen Nürnberg bestreiten müssen. Kreis' Assistent Thomas Dolak hatte die Düsseldorfer in den beiden Partien gegen Nürnberg (3:2 und 5:6 nach Verlängerung) betreut. Nun steht Kreis wieder an der Bande und freut sich nach einer aufwühlenden Woche erstmal auf zumindest ein paar Stunden Ruhe, bevor es am Sonntag beim Vorrundenzweiten EHC Red Bull München weitergeht. Dann sind drei Siege zum Weiterkommen notwendig.

Die DEG ist dann freilich krasser Außenseiter. Für Kreis könnten es die letzten Spiele als Düsseldorfer Coach sein. Nach insgesamt sechs Jahren als Trainer des achtmaligen deutschen Meisters wechselt er zur kommenden Saison zu den Schwenninger Wild Wings. Sein Nachfolger in Düsseldorf soll der Schwede Roger Hansson werden. Offiziell vom Verein bestätigt ist dies aber noch nicht.