Neuer Welt-Anti-Doping-Code verabschiedet

Welt-Anti-Doping-Agentur

Regelwerk tritt 2021 in Kraft

Neuer Welt-Anti-Doping-Code verabschiedet

Der neue Welt-Anti-Doping-Code (WADC) ist verabschiedet worden. Auf einer gemeinsamen Sitzung billigten in Kattowitz Exekutiv- und Gründungskomitee der Welt-Anti-Doping-Agentur den WADA-Kodex.

Auf der Welt-Anti-Doping-Konferenz war zuvor zwei Tage über Änderungen und Ergänzungen debattiert worden. "Es ist der stärkste und robusteste WADA-Code, den wir bislang hatten", sagte Lars Mortsiefer, Vorstand der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA).

Der neue Code wird am 1. Januar 2021 in Kraft treten. Bis dahin haben die nationalen Anti-Doping-Agenturen Zeit, die neue Version des Werkes zur Harmonisierung der Regeln und Sanktionen umzusetzen. Den WADA-Code gibt es seit 2003. In den Jahren 2009 und 2015 gab es schon überarbeitete Versionen. Zentraler Aspekt des Regelwerks ist es, grundlegende Werte des Sports wie das Recht der Athleten auf Teilnahme an einem dopingfreien Sport mit Chancengleichheit zu sichern.

Kampf gegen Doping: Witold Banka wird WADA-Chef

Sportschau 05.11.2019 03:34 Min. Verfügbar bis 05.11.2020 ARD

"Klebstoff aller Anti-Doping-Bemühungen"

"Natürlich ist der WADA-Code eine Chance, dass die Sportler wieder an uns glauben", meinte die NADA-Vorstandsvorsitzende Andrea Gotzmann mit Bezug auf den russischen Doping-Skandal. Die Weltagentur war für ihre Entscheidungen von vielen Athleten stark kritisiert worden. Mortsiefer: "Dieses Regelwerk ist der Klebstoff aller Anti-Doping-Bemühungen. Das ist eine Chance und Aufgabe zugleich."

Schutz von Whistleblowern

Der neue Welt-Anti-Doping-Code und die überarbeiteten internationalen Standards enthalten auch Neuheiten, die als Lehren aus der Russland-Causa hinzugefügt wurden. So gibt es eine neue Regel zum Schutz von Whistleblowern: Wer eine Person bedrängt oder bedroht, zuständigen Organisationen von Doping-Verstößen zu berichten, kann künftig sanktioniert werden. Zudem hat die Entscheidung der WADA, eine nationale Anti-Doping-Agentur für nicht regelkonform zu erklären, erstmals von Tokio 2020 an auch Gültigkeit für Olympische Spiele. Bisher entschied allein das Internationale Olympische Komitee über die Zulassung eines Landes zu den Spielen.

Zukünftiger WADA-Chef Banka spricht Klartext

Sportschau 06.11.2019 02:29 Min. Verfügbar bis 06.11.2020 ARD Von WDR-Reporter Jan Pallokat

dpa/sid | Stand: 07.11.2019, 10:51

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