IOC sperrt weitere Russen - Späte Medaille für Langenhan

Albert Demtschenko in Sotschi 2014

Doping-Skandal

IOC sperrt weitere Russen - Späte Medaille für Langenhan

Wegen Doping-Manipulationen hat das IOC elf weitere russische Sportler für Olympia gesperrt und Medaillen aberkannt. Dadurch wird ein deutscher Rodler nachträglich zum Medaillengewinner.

Demtschenko wurden seine zwei Silbermedaillen im Einzel und im Team bei den Winterspielen in Sotschi 2014 aberkannt, teilte das IOC in Lausanne mit. Eine weitere russische Team-Silbermedaille ging durch die Sperre gegen die Rodlerin Tatjana Iwanowa verloren. Da Demtschenko aus den Ergebnissen gestrichen wird, rückt der viertplatzierte Andi Langenhan (Zella-Mehlis) auf den Bronzerang nach.

Sperren in fünf Disziplinen

Wegen der lebenslangen Olympia-Sperre kann Demtschenko nicht als neuer Trainer der russischen Rodler an den kommenden Winterspielen in Pyeongchang in Südkorea teilnehmen. Die anderen Sperren trafen die Skilangläufer Nikita Kryukow, Alexander Bessmertnych und Natalia Matwejewa, aus dem Bobsport Ludmilla Udobkina und Maxim Belugin, die Eisschnellläufer Iwan Skobrew und Artem Kusnezow sowie die Eishockeyspielerinnen Tatjana Burina und Anna Schtschukina.

Sotschi-Nachuntersuchungen abgeschlossen

Der Mitteilung nach hat die IOC-Disziplinarkommission damit alle 46 nachuntersuchten Sotschi-Fälle abgeschlossen. 43 Sportlerinnen und Sportler wurden lebenslang gesperrt, in drei Fällen wurde die Akte geschlossen.

Thema in: B5 aktuell, 22.12.2017, 16.54 Uhr

dpa/sid | Stand: 22.12.2017, 16:48

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