Wellbrock erneut nicht zu schlagen

Die Finals - Schwimmen: 1.500 Meter Freistil der Männer, Finale Sportschau 03.08.2019 18:42 Min. Verfügbar bis 03.08.2020 Das Erste

Finals 2019 in Berlin

Wellbrock erneut nicht zu schlagen

Schwimm-Weltmeister Florian Wellbrock konnte sich über 1.500 Meter über einen weiteren nationalen Titel freuen. Auch Marco Koch war auf seiner Paradestrecke erfolgreich.

Wellbrock war am Samstag (03.08.2019) in Berlin über 1.500 Meter Freistil in 14:57,30 Minuten klar der Beste und verteidigte seinen Vorjahrestitel erfolgreich. Bei seinem WM-Titel in Südkorea war der Magdeburger noch 20 Sekunden schneller gechwommen, aber es reichte auch so deutlich. "Ich wollte nicht abbaden und habe mir eine Zeit von unter 15 Minuten als Ziel gesetzt. Das habe ich geschafft", sagte Wellbrock.

Ohne Druck und mit Spaß ging er zudem auf der kurzen 200-Meter-Strecke an den Start. Hier belegte er beim Sieg des Favoriten Poul Zellmann mit mehr als zwei Sekunden Rückstand den siebten Platz. Wellbrock erlebt nach seiner Rückkehr aus Südkorea ein riesiges Interesse an seiner Person. Fotos, Autogrammwünsche, Interviewanfragen - "noch kann ich es genießen", sagte die große deutsche Olympia-Hoffnung.

Koch siegt über 200 Meter Brust

Auch Wellbrocks Freundin Sarah Köhler, die auf den ungewohnten 200 Metern Freistil in Berlin Vierte wurde, freute sich über die gestiegene Aufmerksamkeit. "Das ist Bestätigung, Genugtuung für harte Arbeit", sagte die zweimalige Medaillengewinnerin von Südkorea. "Aber wir sind auch beide langsam ziemlich müde."

Diese Aussage galt für das Gros der WM-Schwimmer, von denen einige nicht einmal eine Woche nach dem Höhepunkt in Gwangju mit dem Jetlag zu kämpfen hatten. "Ich bin doch müder als gedacht und freue mich jetzt einfach nur auf die Sommerpause", sagte Marco Koch. Der Weltmeister von 2015 sicherte sich den Titel über 200 Meter Brust.

Elendt mit neuer Bestzeit

Gar nicht müde wirkte dagegen die 17-jährige Anna Elendt. Die Brustschwimmerin schlug über 50 Meter in persönlicher Bestzeit von 30,93 Sekunden an. "Einfach ein unbeschreibliches Gefühl. Ich liebe dieses Becken", sagte Elendt.

Trotz des ungünstigen Zeitpunkts der Finals gleich nach der WM kamen aus dem Schwimm-Lager positive Stimmen. "Wir haben es letztes Jahr in Glasgow gesehen, dass das mediale Interesse einfach riesig war. Ich denke, jetzt wird es ähnlich sein", sagte Wellbrock in Erinnerung an die European Championships vor zwölf Monaten.

Koch von Finals angetan

Auch Koch war angetan. "Ich finde es cool, dass bei so einem großen Event den ganzen Tag andere Sportarten gezeigt werden und nicht nur immer Fußball", sagte der 29-Jährige. "Meine Zeit war hier nach der WM Nebensache. Es ist ein tolles Event mit spannenden Rennen und für den Zuschauer ist es egal, ob ich 2:08 oder 2:10 schwimme. Das sieht relativ gleich aus und ich hoffe, es war trotzdem schön anzusehen."

dpa/sid | Stand: 03.08.2019, 16:45

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