Harting und Storl verpassen Titel

Die Finals - Speerwerfen der Frauen, Finale: die Entscheidung Sportschau 03.08.2019 09:26 Min. Verfügbar bis 03.08.2020 Das Erste

Finals 2019 in Berlin

Harting und Storl verpassen Titel

Christin Hussong ist deutsche Meisterin im Speerwerfen. Im Kugelstoßen der Männer verpasste Ex-Weltmeister David Storl genauso den Titel wie Christoph Harting beim Diskuswurf.

Speerwurf-Europameisterin Hussong sicherte sich am Samstag (03.08.2019) zum dritten Mal nach 2016 und 2018 den DM-Titel. Die 25-Jährige setzte sich im Berliner Olympiastadion mit guten 65,33 m souverän durch.

Zweite wurde in Berlin U23-Europameisterin Annika Marie Fuchs mit deutlichem Rückstand. Die Norm von 61,50 Metern für die WM in Doha Ende September hatten Hussong mit einer Saisonbestleistung von 66,59 Metern und Fuchs mit 63,38 Metern bereits abgehakt.

Storl verpasst Titel und Norm

Der zweimalige Kugelstoß-Weltmeister David Storl hat dagegen seinen neunten Titel bei deutschen Freiluft-Meisterschaften verpasst. Der 29 Jahre alte Leipziger war wegen Rückenbeschwerden verspätet in die Saison eingestiegen und kam mit 19,77 Metern nur auf Platz drei. Storl nannte das Ergebnis "ernüchternd".

Damit verpasste Storl auch erneut die Norm für die WM. Die Verantwortlichen des Deutschen Leichtathletik-Verbandes hatten allerdings bereits vor dem Wettkampf klargemacht, dass Storl bis zum internationalen Nominierungsschluss Zeit bekommt, die Qualifikationsweite von 20,70 Meter zu erbringen. Ob er das überhaupt in Angriff nimmt, ließ der Kugelstoßer offen: "Mit Ach und Krach 20,70 m zu stoßen, da brauchst du eigentlich nicht zur WM zu fahren." Meister wurde Simon Bayer vom VfL Sindelfingen mit 20,26 Metern.

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Harting übt Kritik

Diskuswerfer Christoph Harting erlebte in Berlin ein Debakel. Der Rio-Olympiasieger und Lokalmatador blieb ohne gültigen Versuch - genau wie vor einem Jahr im Olympiastadion bei der Heim-EM. Den Titel sicherte sich derweil der Magdeburger Martin Wierig mit 65,39 Metern. Harting ließ zudem seinen Start bei der WM trotz trotz erfüllter Norm offen. "Ich bin aktuell in einer Position, in der ich sage: eher weniger", meinte er.

Bereits vorher hatte der Olympiasieger von Rio für Aufsehen gesorgt, als er den Stellenwert der DM in Frage stellte. "Es gibt wenig Unbedeutenderes als einen deutschen Meistertitel", so Harting. Zudem kritisierte er den Zwang, starten zu müssen. Das hatte der DLV als Bedingung vorgegeben.

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Schwandke siegt im Hammerwurf

Tristan Schwandke hatte zuvor den Titel im Hammerwurf der Männer geholt. Mit 73,00 Metern sicherte sich der Athlet des TV Hindelang im Olympiastadion zugleich seinen ersten nationalen Titel. Auf Platz zwei und drei kamen die Münchner Simon Lang mit 68,01 Metern und Johannes Bichler mit 66,95 Metern.

Zur Qualifikation für die Weltmeisterschaften muss eine Norm von 76,00 Metern erfüllt werden.

Stand: 03.08.2019, 14:49

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