Klosterhalfen läuft Rekord, Titel für Pohl und Pinto

Konstanze Klosterhalfen nach ihrem Sieg über 5.000 Meter bei den Finals in Berlin.

Finals 2019 in Berlin

Klosterhalfen läuft Rekord, Titel für Pohl und Pinto

Ausnahmeläuferin Konstanze Klosterhalfen hat für einen weiteren Paukenschlag gesorgt und ist zum nächsten deutschen Rekord gestürmt.

Bei der DM in Berlin blieb die 22-Jährige aus Leverkusen am Samstag (03.08.2019) über 5.000 m in 14:26,76 Minuten mehr als 15 Sekunden unter der 20 Jahre alten bisherigen Bestmarke von Irina Mikitenko aus dem Jahr 1999 (14:42,03).

"Das ist super. Ich wollte schnell laufen und schauen, was geht. Ich bin superhappy, dass das so geklappt hat", sagte Klosterhalfen, die ihre persönliche Bestmarke um fast 25 Sekunden unterbot. Klosterhalfen hatte sich schon kurz nach dem Start abgesetzt und lief danach ein einsames Rennen. Im Ziel lag sie knapp 53 Sekunden vor der zweitplatzierten Alina Reh (Ulm/15:19,42).

Die Finals - 5.000 Meter der Frauen: die letzte Runde Sportschau 03.08.2019 01:41 Min. Verfügbar bis 03.08.2020 Das Erste

Rekord auch über 3.000 Meter

Ende Juni hatte Klosterhalfen den bis dahin ebenfalls von Mikitenko gehaltenen deutschen Rekord über 3.000 m um mehr als zehn Sekunden auf 8:20,07 Minute gedrückt.

Klosterhalfen, die in Oregon/USA trainiert, hatte zuletzt dreimal in Folge den DM-Titel über 1.500 m geholt. Über ihre Paradestrecke ist die 22-Jährige in Berlin am Sonntag nicht am Start. Im Vorjahr hatte Klosterhalfen bei der EM in Berlin Platz vier über 5.000 m belegt.

Pohl und Pinto triumphieren

Michael Pohl und Tatjana Pinto (Paderborn) haben sich die Titel über die prestigeträchtigen 100 m gesichert. Pohl setzte sich bei den Männern überraschend in 10,27 Sekunden vor Titelverteidiger Kevin Kranz (10,29/beide Wetzlar) und dem deutschen Rekordhalter Julian Reus (10,30/Erfurt) durch, bei den Frauen gewann Pinto in deutscher Jahresbestleistung mit 11,08 Sekunden.

Vize-Europameisterin Gina Lückenkemper (Berlin) verpasste als Zweite ihren Titel-Hattrick. Die 22-Jährige setzte sich nach 11,20 Sekunden knapp gegen die Drittplatzierte Malaika Mihambo von der LG Kurpfalz durch (11,21). Die Weitsprung-Expertin peilt in Doha einen Doppelstart an.

"Natürlich wäre ich gerne schneller gerannt und hätte meinen Titel verteidigt", sagte Lückenkemper: "Aber ich bin von Vornherein mit etwas Skepsis in das Rennen hinein gegangen, weil ich in zwei Monaten bei der WM richtig performen will. Da zählt es für mich. Da lagen die deutschen Meisterschaften ein bisschen ungünstig. Aber man muss auch fairerweise sagen, dass Tatjana heute bedeutend besser war und echt ein saustarkes Rennen geliefert hat."

Während bei den Frauen insgesamt vier Sprinterinnen die WM-Norm (11,24) für Doha/Katar (27. September bis 6. Oktober) erfüllt haben, schaffte dies bei den Männern (10,10) bisher niemand.

Hürden-Titel für Roleder und Traber

Über 100 Meter Hürden holte Cindy Roleder aus Halle/Saale in 12,90 Sekunden den Titel vor Neele Schuten (13,44/Gladbeck) und Ricarda Lobe (13,45/Mannheim).

Bei den Männern war Gregor Traber aus Tübingen in 13,68 Sekunden über 110 Meter Hürden der Schnellste. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Martin Vogel (13,88/Chemnitz) und Maximilian Bayer (13,89/Ingolstadt).

Die Finals - 100 Meter Hürden der Frauen - das Finale Sportschau 03.08.2019 06:35 Min. Verfügbar bis 03.08.2020 Das Erste

Stand: 03.08.2019, 20:07

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