Springreiter verpassen Sieg im Nationenpreis

Christian Ahlmann auf Clintrexo beim CHIO

Springreiten beim CHIO in Aachen

Springreiter verpassen Sieg im Nationenpreis

Die furiose Aufholjagd endete mit Platz zwei. Die Siegesserie der deutschen Springreiter beim Nationenpreis des CHIO in Aachen riss am Donnerstagabend (18.07.2019), doch angesichts der schwachen Auftaktrunde jubelte das Gastgeber-Team.

Das Quartett um Weltmeisterin Simone Blum mit ihrer Stute Alice hatte vor 40.000 Zuschauern nach der ersten von zwei Runden nur auf Platz sechs gelegen - ehe es aufdrehte und sich nur Schweden geschlagen geben musste. "Ich denke, wir können hoch erhobenen Hauptes auf das Springen zurückblicken", sagte Bundestrainer Otto Becker im WDR: "Das Glück war nicht ganz auf unserer Seite. Am Ende waren die Schweden besser, wir können mit dem zweiten Platz zufrieden sein."

Simone Blum fehlerfrei

Zum deutschen Team gehörten außerdem Christian Ahlmann mit Clintrexo Z, Daniel Deußer mit Calisto Blue und Marcus Ehning mit Funky Fred. Das deutsche Team hatte einen perfekten Start erwischt. Simone Blum, die im September bei der WM in den USA überraschend Einzel-Gold gewonnen hatte, zeigte mit Alice eine makellose Runde. Scheinbar mühelos flog die 30-Jährige aus dem bayrischen Zolling mit ihrer Stute über die zwölf Hindernisse. "Das war eine Super-Runde", schwärmte Blum.

CHIO in Aachen - der komplette Nationenpreis Sportschau 18.07.2019 02:48:58 Std. Verfügbar bis 18.07.2020 Das Erste

Ahlmann und Ehning mit Strafpunkten

Doch so ging es nicht weiter. Blums Kollegen patzten einer nach dem anderen. Ahlmann und Ehning kassierten jeweils vier Strafpunkte, beide am letzten Sprung. Das Publikum stöhnte auf. Daniel Deußer blieb mit Calisto Blue fehlerfrei, doch der in Belgien lebende Hesse ritt zu langsam. Ein Zeitfehler kam aufs Strafpunkt-Konto des Teams. "Man sieht, wie weh ein Zeitfehler tun kann", kommentierte der Bundestrainer. Die deutsche Mannschaft lag nach der ersten Runde nur auf Rang sechs.

Starke zweite Runde

Blum legte auch im zweiten Umlauf vor. Erneut blieb sie mit Alice fehlerfrei. Ebenso Ahlmann, der danach sagte: "Clintrexo hat den Charaktertest bestanden. Die zweite Runde war eine ganze Klasse besser." Und da auch Deußer fehlerfrei blieb, war vorzeitig klar, dass Deutschland in der zweiten Runde ohne Strafpunkt blieb, weil nur die drei besten Ergebnisse pro Mannschaft zählen. Ehning musste kein zweites Mal reiten.

Olymp der Reiter: Rund um den CHIO Heimatflimmern 12.07.2019 44:00 Min. UT AD Verfügbar bis 12.07.2020 WDR Von Ulrike Brincker

dpa/sid/red | Stand: 18.07.2019, 22:31

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